Sunday, December 19, 2021

Feuer legen

Man sagt den Kritikern der Maßnahmen, sie zündelten mit dem Feuer, wenn sie Kritik äußern. Wenn ich Gefahren der Corona-Politik nenne (oder als größer einschätze als die durch den Virus selber), dann tue ich das NIE, um Angst oder Konflikt zu sähen. Sondern um Menschen von falschen Gewissheiten weg zu steuern, die nach meiner Lebenserfahrung zu Schein-Sicherheit, Ungerechtigkeit oder Unterdrückung, und nach meinen Erfahrungen mit politischem und wirtschaftlichem Kampf zu Krieg führen. Ich kenne Krieg in seinen Ursachen und Verläufen. 

 

Und was ich sehe, ist leider bereits Krieg. Der Krieg gegen einen nicht bestimmbaren, nicht besiegbaren (und erst recht nicht vernichtbaren) Feind: Einen Virus. Und dazu die fixe Idee (Ideologie) der Sicherheit vor Krankheit und Tod durch staatliches Handeln (oder was auch immer unsere Idee ist, die wir mit dem Kampf verfolgen) führen beide dazu, dass der Krieg endlos und daher ganz natürlich zunehmend total und rücksichtslos geführt werden muss. Dazu passt die „Keine roten Linien“-Aussage von Scholz. Ebenso ist die Söder-Aussage zu interpretieren, dass „es alles wert sein, wenn wir nur ein Menschenleben retten“. Aus diesem Grund gibt es auch keinerlei Folgenabschätzung von Maßnahmen. Es wird alles geopfert im Zweifel. Rechte, Wohlstand, innerer Frieden und Vertrauen. 

 

Ich bin gegen diesen Krieg und stattdessen für Frieden und Freiheit, weswegen ich auch gegen die Argumente kämpfe, mit denen der Krieg verklärt werden soll als etwas "vernünftiges und wissenschaftliches". Ist er mE nicht. Er ist in der Breite der Öffentlichkeit emotional - und in der Tiefe der Motive der Mächtigen weiss ich es nicht… 

 

1. Was ich sicher weiss, ist, dass im Krieg das erste Opfer die Wahrheit ist. Diese Aussage von US-Senator Hiram Johnson bestätigt sich auch im aktuellen Krieg. Oder wer weiss, was genau wahr ist? Wer kennt die Schäden - die psychologischen durch die Angst vor Virus, Menschen, Staat und die Schäden an Wirtschafts-, Sozial- und Humankapital durch die Maßnahmen? Wer hat auch nur eine Ahnung von den Größenordnungen? Wer weiss, was die neuartigen Impfungen in 5 oder 10 Jahren für Auswirkungen auf die Gesundheit oder Fruchtbarkeit haben werden? Wer weiss, wer warum welche Profite gemacht hat? Wer hat wo welche Information gestreut bzw unterschlagen? Warum werden diese Fragen nicht breitest diskutiert. Es sind die Fragen der (nahen) Zukunft. Denn der Krieg wird über kurz oder lang in einer Niederlage durch Erschöpfung enden. Als alter Wirtschaftskrieger kenne ich die Prozesse, wie so etwas geht, genau. Du machst Dir vielleicht kein Bild von Lobbying. Und von Propaganda, Meinungsdruck und Gehirnwäsche. Gerade letzterem unterliegen auch alle Menschen, die in Institutionen Verantwortung für Vertrauen und Wahrheit tragen. Politiker, Medienleute, Beamte, Ärzte. Wir sehen alles dies genau an der Cancel Culture, an der Stigmatisierung jeder Opposition. Oder fällt Dir eine Opposition (Gruppe oder Person) ein, die nicht stigmatisiert / zerstört worden ist? 

 

2. So kommt es, dass das zweite Opfer im Krieg Schritt für Schritt die Gewaltenteilung, Transparenz und demokratische bzw rechtsstaatliche Kontrolle durch Widerspruch und zur Not zivilisierten Streit sind. Denn wer will mit einer Entscheidung Verantwortung übernehmen für eine Niederlage? Wer will den Dolchstoß führen bzw dessen beschuldigt werden? Nicht das Bundesverfassungsgericht auf jeden Fall. Burgfrieden nennt man das. Arschbacken zusammenkneifen für alle. Die Kleinen, aber auch die Großen. Wahrheit? Investigieren und Dingen-auf-den-Grund-Gehen…? Nein. Wobei OVG Lüneburg ein Hoffnungsschimmer ist… Die Mächtigen haben sowieso kein Interesse an Aufklärung. Zur Not werden Handys verloren / gelöscht wie bei UvdL. Weder haben sie Interesse daran, zur Rechenschaft gezogen zu werden, noch daran, das prickelnde Gefühl der Macht und des Beachtet-/ Gebrauchtwerdens zu verlieren. „Macht korrumpiert. Absolute Macht korrumpiert absolut“, sagte der britische Katholik Lord Acton. Und das ist nicht verurteilend oder verachtend gemeint, sondern nüchtern und mahnend!! 

 

3. Es gibt aber noch andere, konkretere Gründe, warum ich konsolidierte Zahlen nicht als aussagekräftig genug ansehe, um damit dauerhafte Ausnahme- bzw. Kriegszustände und eine Herrschaft der Experten / Generale / Priester zu begründen. Schon grundsätzlich darf man Zahlen keinen derart absoluten Vorrang über konkrete Menschen einräumen. Aber das nur als ceterum censeo - wobei es immer das Berufsrisiko von Ökonomen, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern ist, dies zu tun. Zahlen müssen Menschen dienen. Nicht umgekehrt. 

 

Ganz offensichtlich ist die „Inzidenz“ nicht aussagekräftig genug, da sie abhängig von Test-Inzidenz und Qualität der Tests ist, sowie nichts über die Schwere von Erkrankungen aussagt. Aber selbst die Hospitalisierungsrate ist es nicht. Jeder Fall ist auf Seiten von Patient, Arzt und Hospital einzigartig. Und im einzigartigen Umfeld gibt es eine einzigartige Mischung von Motiven, so oder so zu behandeln. Protokolle / Standards, Routinen, (durch Medien gespeiste) Erwartungen von Patienten (Familien), „alles zu tun“, kollegialer Druck, ökonomische Incentivierungen, Beeinflussung durch Industrievertreter und auch Behandlungsfehler (zB zu späte medikamentöse Behandlung von Covid wird mir immer wieder genannt). All dies widerspricht doch nicht der Annahme, dass fast alle Ärzte das Richtige (Beste?) für Patienten wollen. Die Annahme, dass dieses Richtige nicht objektiv immer und überall im Land das Gleiche sein muss, ist doch kein Zündeln. Es ist eine begründete Relativierung der Macht dieser Zahl. Mir sagt sie nicht genug, um damit Menschen in die wirtschaftliche Vernichtung oder eine Depression zu schicken. Zudem erwarte ich von unserem Land, sich mit aller Kraft in so einer Belastung des Gesundheitssystems gegen einen Zusammenbruch zu stemmen, und nicht nur die Gesundheit als gegenwärtigen Zustand einzufrieren sondern auch die Freiheit (und die geistige Gesundheit) als Zukunftswährung zu schützen.

 

4. Und letztlich noch ein Punkt: Die Impfung… Immer wieder kommt mir in dem Zusammenhang Contergan in den Sinn. Die Nebeneffekte von Medikamenten sind oft erst nach Jahren sichtbar. Ich halte es für zumindest blauäugig, davon auszugehen, dass im Impfthema einfach alle nur das mit Sicherheit Richtige tun. Sie werden nicht das mit Sicherheit Falsche tun. Ok. Aber wenn der Druck der Medien und Kunden und die Profitaussichten für Lieferanten so groß sind wie in diesem Fall, würde es mich geradezu wundern, wenn beim „Sich-Beeilen“ nicht geschlampt würde. Was bedeutet aber Schlampen in diesem Fall…? Die Haftung der Hersteller ist auf jeden Fall ausgeschlossen. Es ist doch kein Zündeln, das zu sagen, oder? 

 

Alles dies sind meine rationalen Gründe, eine Krise von Vernunft und Wahrheit wahrzunehmen, die eine Krise der Gerechtigkeit ausgelöst hat, die absolut einem Krieg gleicht. Ich denke, wir befinden uns in etwa in der Kriegsweihnacht 1915/16. Man könnte irgendwie noch raus. Aber hat schon so viel geopfert… Und vielleicht winkt ja doch ein Sieg. Und Glanz und Gloria für die Kommandeure. Als nächstes sehe ich das Verdun der Impfpflicht und den Grabenkampf des beständigen „Sich-Frei-Impfens“. Und dann eine Revolution. Das wird das Ende sein. Und dann wird sich fragen, wer hier wo gezündelt hat. Und wer nicht genug Feuer gelegt hat in der Dunkelheit…

Wednesday, December 15, 2021

Kriegsende jetzt

Freunde, wir brauchen nicht mehr streiten. Wir sind längst mit 5G unterwegs. Überall in Berlin gibt es Clubs, Bars, Lokale, Geschäfte. Ok. Keine Museen. Aber dafür Gallerien. Letzte Woche Soiree in Kreuzberg - 200 Leute. Alles T+G und tip-top. Es ist wieder wie früher. Manche Leute kommen mit Maske und Fist-Bump rein. Nach einer Stunde: Aufgetaut. Sie sind einfach wieder... Menschen. Mit Gesicht. Mit Lachen. Sie geben einem die Hand! Einem Fremden. Das ist wunderbar und überall erlebe ich Aufwachen aus einem Alptraum - egal welche Zahlen und Quoten von irgendjemandem irgendwo wieder zusammengebastelt worden sind. Das ist schön zu sehen und gibt mir viel Hoffnung. Einfach nicht mitmachen, Friedrich. Lass jeden in seinem Narrativ leben. Alles gut. Die einen den Mummentanz (sog "gesellschaftliches Leben"), die anderen frei (sog "Leben"). Der Staat kann es nicht unterbinden. Er hat eine zu große Minderheit (ca. 20-30%) der Bevölkerung einfach verloren. Und zwar auch der besten Leute. Montag war Dinner bei mir - mit Ärzten, Unternehmern, Managern. Ein Psychiater berichtet: Jeder Zwang in einer Autoritätsbeziehung führt zum Bruch. Und wenn er sozial gefährliche Patienten zwangs-behandeln will, braucht er dazu 3 Gutachten und einen Gerichtsbeschluss. Wegen der Unverletzlichkeit der körperlich-geistigen Integrität... Alle waren der gleichen Meinung: Der Krieg ist verloren. Mehr von dem, was nichts nutzt, bringt auch nichts ausser halt Opfern. Die politische Katastrophe wird das nur verschlimmern. Aber vielleicht kann das Gebet, das gerade über Europa flutet, die gröbste Gewalt noch bändigen... Es gibt einen Weg raus aus dem endlosen Corona-Mutanten-Krieg der Obersten Hygieneleitung von Ludendorff und Lauterbach: Aussteigen. Ganz. Schluss machen. Gewehre und Tests und Spritzen wegwerfen. Wir "testen" uns sonst selber und gegenseitig und sowieso. Und gegen die Impfbescheide werden mind 2-3 Millionen Menschen (mindestens) Einspruch einlegen. Armageddon der deutschen Verwaltung. Nach dem Armageddon der deutsche Pflege. Da können sie tausendmal Telegramm stilllegen. Überall Lug, Trug, Irrtum, Halbwissen, Scheinwissen, Betrug, Lüge, Verblendung, Misstrauen und Beschuldigung, Arroganz, Aufwiegelung und Polarisierung, Kriegsprofitiererei, Inkompetenz, Verrat an alten, hehren Idealen, von Gewaltenteilung bis Volkssouveränität, von unveräußerbaren Grund- und Minderheitsrechten bis Nachhaltigkeit oder finanzieller Solidität. Aussteigen. Aufhören. Aufwachen. So wie man 1916 besser Schluss gemacht hätte mit einem Krieg, der nicht zu gewinnen war. Der am Ende nur die Niederlage aus Erschöpfung und die Revolution brachte. Die alte Ordnung scheint mir weitgehend zerstört. Wir müssen schon am neuen bauen! Heute haben fast 10000 Menschen deutschlandweit öffentlich gebetet. Dreimal so viele wie letzte Woche. Das ist meine einzige und entscheidende Hoffnung. Die einzige Frage, die sich mir stellt: War es doch Absicht, alles zu zerstören - wollte man Macht, Weltrettung oder nur Spuren verwischen oder war es, was ich glauben möchte, doch einfach nur Hysterie und Lock-In? Das wird ein Gerichtshof klären. Wir lesen jetzt zunächst bei VA tatsächlich mal Mein Great Kampf, äh Reset. Man muss es lesen, auch wenn es einem widerstrebt / langweilt. Freue mich, Dich am Freitag im großen Kreis zu sehen! Come as you are! Dein und Euer JP

P.S. Wenn wir etwas für uns alle retten wollen, lieber Friedrich, müssen wir vermutlich wirklich alles verweigern, damit es eine andere Welt gibt, in die Flüchtlinge kommen können. In der Welt der aktuellen Politik gibt es keinerlei Folgenabschätzung. Nichts. Keiner weiss, was die Regelungen ökonomisch, psychologisch, soziologisch, etc pp bringen / verursacht haben. Das ist irrational. Und die Ratio müssen wir unbedingt retten. In der Kirche. Wie schon öfters zuvor in der Geschichte.

Wednesday, December 01, 2021

Staat im Relativismus - Eine Antwort an J

Lieber J,

ich will Dir eine Antwort schreiben bezüglich Deiner lieben Bemühungen um mein Gewissen. Es geht aber voll an dem vorbei, was ich denke, und darum ich so denke. Ich will Dir einmal kurz Einblick gewähren in das, was ich denke und warum. Es hat zu tun mit philosophischer Verwirrung und den Folgen.

Relativismus und Nihilismus vs Grundgesetz

Alles fängt ganz unverdächtig an. Man beginnt, einstmals als fest stehende Werte und Rechte anzuzweifeln. Am besten als "schuldig an Misstand x oder y", an irgendeiner "Unterdrückung der Freiheit". Oder man verneint gleich die ganze Grundlage der Werte und Rechte, in diesem Fall: Gott. Dann wird alles relativ. Jeder kann für sich entscheiden. Das hört sich zunächst prima an. Ist aber natürlich eine Illusion, denn nicht jeder kann für sich entscheiden. Der Mächtige, Laute, Rücksichtslose bzw Entschlossene gewinnt - und entscheidet dann für die anderen (was vielen nun auch nicht so problematisch vorkommt). Aus Recht, das sich auf eine transzendente (allen innewohnende) Wahrheit beruft, wird Recht, dass sich auf eine immanente „Wahrheit“ (den Begriff benutzt man nicht mehr) - sagen wir eben Gewalt / Wille / Überzeugung eines Einzelnen oder einer Gruppe / Mehrheit - beruft. Das Problem: Die ganze Sache hat ohne Gott keinen Sinn, außer eben der Macht. Es wird ein nie endender Zirkelschluss, den man nur durch einen Finalen Sieg beenden kann. DANN wird alles besser, und das zermürbende Ringen um die Macht hört auf. Doch es ist ein Trugschluss. Macht korrumpiert eben alles. Insbesondere die Mächtigen (und auch die Machtlosen). Deswegen wird sie am besten geteilt und weitergegeben. Aber das geht eben im nihilistischen Kampf zwischen Relativsten nicht.

Um diesen vicious circle zu verhindern, und dem Missbrauch der Macht gegen Minderheiten, die im Kampf unterlegenen oder Einzelne vorzubeugen, haben die Väter des Grundgesetzes, aus schmerzlicher Erfahren, die Gewaltenteilung, den Föderalismus und die Grundrechte (Menschenwürde und die sich daraus ergebenden Unverletzlichkeiten der Person) gesetzt, die der Unveränderlichkeitsklausel unterlagen. Sie waren die Grundlage für das friedliche Mit- und Nebeneinander, das wir alle so genossen haben. Es hielt, solange nicht eine Seite den Notstand reklamierte - und mit dem Abbruch der Ordnung - also der geordneten Beziehungen und Prozesse - anfing. Wenn eine Seite dann in ihren Gewissen (also im Innersten der Menschenwürde) verletzt und verfolgt wird ("Du darfst nicht so sein, handeln, denken, wie es Dein Gewissen verlangt“ - „Wie kannst Du Dir überhaupt ein Gewissen anmaßen!"), dann endet der Frieden - auf jeden Fall für die Minderheit… An einem solchen Punkt scheinen wir endgültig zu stehen. 

Wenn ich von Gewissensfragen spreche, dann sind das natürlich nicht irgendwelche Fragen, sondern solche, die ganz grundsätzlich in die Frage von Leben und Tod oder die Würde, d.h. die innerste und körperliche Unverwundbarkeit eingreifen. Solche sind insb. die aktive und passive Beteiligung an Akten des Tötens, Verletzens oder Experimentierens: Todesstrafe, Kriegsdienst, Abtreibung, Euthanasie - aber auch medizinische Experimente. Diese Fragen sind auch in der EU-Menschenrechtscharta beschrieben und geregelt: Man muss nicht teilnehmen. Es gibt zB Ersatzdienste und einfach Ausnahmen. Der Europarat für Menschenrechte hat diese Garantien dieses Jahr noch einmal ausdrücklich bestätigt. Grund hierfür sind die Erfahrungen mit den europäischen Kriegen, totalitären Diktaturen, die insb. auch in und aus Deutschland heraus geherrscht haben - insb. der Konzentrationslager.

Wir haben als gläubige Katholiken und Protestanten schon lange hier Unrecht ertragen. Vermutlich hätte unser Widerstand entschiedener sein müssen. Aber wir fühlten uns sicher, insb, da wir die „besten Battallione“ (und auch Nutznießer) eines liberalen Rechtsstaates und einer sozialen Marktwirtschaft waren. Wir haben mitgemacht beim Finanzieren der Abtreibung, gegen die wir virulent sein müssen, wenn wir andere Leben schützen wollen. Wir haben geschluckt, als die Gynäkologie-Ausbildung die Durchführung einer Abtreibung zur Voraussetzung für ein Examen machte. Nun, unter der neuen "Fortschritts-Regierung“, soll Abtreibung zum Pflichtprogramm JEDER medizinischen Ausbildung gehören. Auf Gewissen wird keine Rücksicht mehr genommen. Man fühlt sich sicher bei mehr als 50% Zustimmung (und 40% Indifferenz). De facto bedeutet das ein Berufsverbot für Christen. Kann man es diesen verübeln, wenn sie sich nun vom Staat abwenden - und in die innere / äußere Emigration oder gar den Widerstand gehen? Das kann doch niemanden überraschen, wenn der „Tipping Point“ erreicht wird. Corona passt in dieses Narrativ - und Skepsis oder mehr sind daher angebracht. Skepsis bezüglich Methoden, Gründen und Motiven der Mächtigen. Die Impfpflicht, die die og Rechte und Bestimmungen verletzen würde, brächte nur das Fass zum Überlaufen.

Der Staat ("Macht + Gemeinwohl“) heute

Wir hatten ein Grundgesetz, in dem der Staat nicht für den Wohlstand oder die Lebenserwartungen der einzelnen zuständig war. Grund: Das hatte vorher in DDR und Drittem Reich "nicht geklappt“, um es gelinde zu sagen. Stattdessen sollten Familien, Freunde und freie Zusammenschlüsse (zB Unternehmen) dies besorgen. Aus Erfahrung wissen wir, dass sie es besser als jede andere Struktur können. Wir hatten einen Staat, der den Rahmen für die individuelle Lebensplanung, das Wirtschaften und ein grundsätzlich sicheres Leben schaffen sollte: Verlässlicher Rechtsrahmen, der auch den Staat bindet, glaubwürdige, stabile Währung, Verteidigung, Infrastruktur, Polizei, die Verbrechen verhindert und verfolgt. Letztere ergaben sich aus den 10 Geboten. Auf all das konnte man sich verlassen. Es sind Res Publica Dinge, an denen ALLE wirklich ein Interesse haben. Es hat gut geklappt, bis die Sozialisten die liberalen Institutionen (insb. Bildung und Medien) unterwandert haben, und diesen Konsens durch eine kollektivitisch-humanistische Weltanschauung ersetzt haben. Unter dem Banner der Nichtdiskriminierung kann nun Diskriminierung (also Kampf, der Kampf um den Endsiegist) erneut ungeniert stattfinden. Was geht, sagt der Staat (bzw die Medien). Und letztlich irgendwann der Blockwart, Nachbar, Freund, das eigene Kind. Bei Nicht-Beachtung: Wut, Denunziation, Strafe. 

Wenn Menschen gehen, dann gehen sie eben genau, weil ihre Freunde nicht mehr ertragen, dass sie das sagen, und dass sie andere Gewissensentscheidungen treffen - weil diese Gewissensentscheidungen „alle gefährden“, „so unverantwortlich“ (gegenüber „allen“, d.h. „gegen unbekannt“, d.h. quasi immer riegdnwie gefährlich) sind. So kommt es, dass ich zwar selbst mit Menschen ausharre, die Kinder getötet haben - auch wenn ich sie nicht damit in Ruhe lassen vielleicht… Aber ich würde ihnen nichts androhen und erst recht nicht den Tod von tausenden Menschen anhängen. Umgekehrt ist das nicht sicher. „Alles muss getan werden, um…“ Das ist der totale Ansatz, den ich ablehne. 

Nun befinden wir uns, durch ständige politisch herbeigeführte oder herbeigeredete Krisen, in einer unaufhaltsamen Entwicklung zu immer totalerer Staatsaktivität (Regulierung, Intervention, Verfolgung), die wieder zu immer mehr Staat, Schäden und damit immer mehr Abhängigkeit vom Staat führt. Letzteres führt umgekehrt zu immer mehr „Zustimmung“ zum Staat. Menschen gewöhnen sich an Abhängigkeit, werden gehorsamer, leichter zu verunsichern und damit manipulierbar. Angst ist der Treibstoff dieser Macht. Nicht Vertrauen… Was heute undenkbar ist, wird morgen gemacht. So wie das, was jetzt gemacht wird, 2019 undenkbar war. Dabei hat sich die Welt / Natur nicht so dramatisch geändert - auf jeden Fall nicht da, wo jetzt gezündelt wird. Folge: Wir haben andere Werte: Gemeinwohl, Sicherheit, Gesundheit - für die ein sozialistischer Staat aber kein liberaler Staat verantwortlich sein kann, über Recht und Gerechtigkeit gestellt. Sowohl das Privat- als auch das Strafrecht, das Verfassungsrecht (sowohl im Prozeduralen als auch im Substantiellen) wurde exekutiv geändert bzw. suspendiert. Diese Art der Notstands-Herrschaft war ein wesentlicher Grund für den Zusammenbruch der Weimarer Republik. Kein Wunder, dass sie abgelöst wurde, von einem Volk, dass sich an Exekutive gewöhnt hatte - und nun aber bitte auch die Früchte der Diktatur: Sicherheit, Ruhe, Fürsorge - genießen wollte. Werte von 90% oder auch 75% Zustimmung - insb, wenn sie in Umfragen „produziert“ werden - lösen bei mir daher leider kein wohliges Einheitsgefühl aus, sondern Skepsis. Erstens steckt sowieso fast immer Betrug oder eine Form von Zwang dahinter. Zweitens werden Irrtümer und Schäden so vergrößert. Drittens wird die Zukunft für die, die nicht zustimmen, gefährlich. Alles dies haben wir bereits mehrfach gesehen. Sowohl 1914ff als auch 1933ff - und auch vor 1989 in der DDR bzw UdSSR. Selbst solche Zahlen für die Kirche würde ich sehr kritisch sehen.

Weniger Freiheit bedeutet am Ende kein mehr an Sicherheit oder Wohlstand, sondern das krasse Gegenteil. Auf diesem Weg der „Großen Koalition“ geht die "Koalition des Fortschritts" munter weiter. Und alles wird immer enger werden: Insbesondere die unglaublichen Misserfolge, die wir bereits sehen und die unweigerlich noch größer werden werden, müssen immer mehr den „Saboteuren“ - Kapitalisten, Juden, Nicht-Deutsche, Bolschewiken, Ungeimpften, Querdenkern etc pp in die Schuhe geschoben werden. Misserfolg ist kein Grund mehr für Umdenken, sondern für Lock-In und mehr vom Gleichen. Kopf runter und durch. Der Wille zählt. Nicht die Wirklichkeit. Wir kennen das alles und alle aus Guido Knopp oder wem auch sonst. Da sind wir. Und ich habe nicht laut und entschieden genug gekämpft. Vere. 
Und doch will ich das nicht mitmachen. Ich warne Euch davor. Nehmt das ernst. Tut nicht so, als gehörte ich in die Klapse oder wäre im Abwärtsstrudel. So ist die Sowjetunion gegen Dissidenten vorgegangen. Am Ende auch mit Spritzen und Pharmazie - nach den Jahrzehnten des Erschiessens.

Lieber J, es geht mir um Gerechtigkeit, die ohne die Freiheit der Gewissen in Fragen von Leben, Tod und Unverletzlichkeit / Würde des Person nicht zu haben ist. Es geht mir nicht um lächerliche Freiheit, irgendetwas zu tun, was mein Egoismus will. Ich brauche die Freiheit, nichts zu tun, was mir mein Gewissen verbietet. Ich wäre der erste - und sicher vor Dir - wenn es darum ginge, für die Gerechtigkeit und die ihre zugrundeliegende Freiheit mein Leben zu geben. Ich habe null Angst. Nicht vor Corona, und kaum vor dem Corona-Staat (nochmals: Nie Angst vor Gottes Natur, aber Skepsis gegenüber dem Menschen, insb. Im Kollektiv / der Masse). Um mich geht es nicht. Es geht um viele, deren Gewissen man offensichtlich als disponibel betrachtet, wenn es die Volksgemeinschaft (verkörpert in „Der Partei“ oder „Der Umfrage“) so will. Das ist Unrecht, gegen das ich mich wehre. Ich möchte Euch aber bei der Umsetzung der großen Visionen - Sieg gegen Corona oder gegen den Klimawandel - auch nicht im Wege stehen. Ich will nicht ständige rechthaberisch intervenieren und mit Euch streiten. Ich liebe Dich und die anderen Freunde. Irgendwann wird man die Siebenergesellschaft verbieten, weil keine Frauen dabei sind. Das wäre schade, aber dann auch nicht zu ändern. Ich möchte mich aber an sie erinnern, als etwas lebendiges - nicht vergangenes. Und wenn ich also gehe, dann gehe ich insb. also auch wegen DIR. Aus diesen Gründen. Ihr habt mein Leben verändert - nicht so wie ich es wollte. Aber ich verstehe, dass Ihr nicht versteht. Ich habe nur mit euch geredet. Ich habe nichts verändern wollen, was Ihr nicht selber wollen würdet. Das genügt Euch aber nicht. So einfach ist es. 

Ich sende Dir meinen herzlichsten Adventsgruß - hoffe, wir sehen uns vorher noch einmal. Im Moment geht mein Flieger am 30.12. nach Larnaka. Aber vielleicht mache ich Sylvester noch hier.

Dein Jan-Philipp

Über die Wissenschaft

Lieber J, 

kurz noch zu unserer Wissenschaftsdiskussion: Ich bin grundsätzlich SEHR FÜR Wissenschaft. Denn Wissenschaft ist wichtig, um Vernunft zu üben und Wahrheit zu ergründen (nicht: zu erfinden) - damit Vertrauen wachsen kann. Nichts, was wir tun, kann ohne Wahrheit bestehen. Es lohnt sich gar nicht. Am Ende bleibt sonst nur Macht / Gewalt. Dann können wir auch gleich damit anfangen. 

Wahrheitsgerichteter Vernunftgebrauch (meine Definition von Wissenschaft) baut Vertrauen auf. Vertrauen (auf letzte Wahrheit) ist überhaupt das wichtigste für jede freie und gerechte Gesellschaft. Nicht Gehorsam gegenüber der „Macht“ (zB der Wissenschaft) sondern Vertrauen. Vertrauen wächst nur in Beziehungen und bedarf grundsätzlich Vertrauenswürdigkeit. Das gleiche gilt für die Institutionen, die wir aufgrund wachsender Komplexität geschaffen haben, um Vertrauen zu stärken / zu verwalten: Staat, Wissenschaft und Medien vor allem. Sie (und insb ihre Mitglieder und Repräsentanten) müssen vertrauenswürdig sein - und das hängt von ihren menschlichen Gesichtern und Früchten ab. Früchte eines Erfolges bei der Gewinnung von Vertrauen (durch Erkennen und Tun von Wahrheit), sind Freude und Zufriedenheit. Meine Beobachtung ist aber, dass in den letzten 20 Jahren zwar mehr „Wissenschaft“ gemacht wird, aber echte Freude und Zufriedenheit - mithin Vertrauen - abnehmen. Wir sind nämlich von der Wahrheitssuche / Wahrheitsbezogenheit der Wissenschaft (die selber keine Wahrheiten verkündet, sondern Zwischenstände im Gewinnen von Wissen) abgekommen - sprich: von unserer sinnvollen Geschöpflichkeit hin in eine sinnfreie Zufälligkeit. Und damit stürzen Vertrauen und Vernunft grundsätzlich einmal ab. Wissenschaft wird orientierungslos und missbraucht, um Wahrheit zu ersetzen. Von den Früchten unserer wahrheitsschaffenden Wissenschaft (und unserer anderen Institutionen) sprechen viele hundert Millionen Getöteter im 20. JH eine laute Sprache. Menschen sterben immer mehr als Folge menschlichen Handelns, auch wenn weniger an Krankheiten / Naturkatastrophen sterben. Aber insgesamt ist die Bilanz nicht sehr eindeutig positiv.

Wissenschaft, wie sie sich heute darstellt, hat kaum folglich für mich kaum noch Autorität. Lauterbach ist keine Autorität, Drosten ist keine Autorität. Die Klima-Apostel und -Priester auch nicht. Man muss nur ihre privaten Leben ansehen, ihre Verstrickungen, ihre Gesichter und Stimmen - und nicht zuletzt die Früchte ihres Tuns: Angst. Diese Männer und Frauen haben sich nicht der Wahrheitssuche mit ganzem Herzen verschrieben. Ihre Aussagen haben immer irgendwelche Interessen hineingemischt (und sei es „Gesundheit“ oder „das Klima", wie auch immer man das definiert). Das Gleiche gilt für irgendeine Studie von irgendeinem Netzwerk von irgendwelchen „Forschern“. Wem und warum soll ich denen vertrauen? 

Die ganze Szenerie heute erinnert mich an das, was wir am Vormittelalter finster nennen: Aberglauben (sprich: "Dieser Schamane oder Prediger weiss, wie das ist und warum es uns so geht. Er beherrscht "die Geister“, die wir nicht verstehen.) und Zauberglauben (sprich: Alchemie. "Dieser Experte kann mysteriöserweise das herstellen, was wir brauchen.“). Der ganze Diskurs erfüllt mich mit Sorge bis Abscheu. Von Klima bis Corona voller Angst, das sichere Zeichen, dass da wenig Wahrheit drin ist. Ich habe noch nie irgendwelche Theorien herumgeschickt. Immer, wenn ich etwas schicke, so „lächerlich“ und „unwissenschaftlich“ es auch ist, sind es Leute, die keine Vorschriften für andere erlassen wollen - sondern sich ruhig und gelassen verteidigen gegen den Anspruch derer, die meinen, mit sicherem „Wissen“ Befehle erteilen zu können. Menschen, die ein Narrativ von „unfehlbarer“ Wissenschaftlichkeit angreifen, das Kontrolle / Gehorsam verlangt. Oft vielleicht laienhaft. Aber vertrauenswürdig. Denn es geht nicht um Theater auf großen Bühnen und Statistiken. Es geht um echtes Leben, echte Menschen. Gretas: "I want you to panic!“ ist hingegen geradezu satanisch. Und das ist keine Verschwörungstheorie. Sorry. 

HG - Dein JP

P.S. Bei den Themen Klima und Corona kommt noch erschwerend hinzu, dass selbst die Daten und „Fakten“ bereits der Auswahl bzw der Modellierung bedürfen. Alles schon von Beginn an politisch und nicht objektiv.

Ein Brief über uns

Lieber R!

Danke für Deine Mail! 

Zu Deiner Frage: Ja, ich bin fertig mit den Maßnahmen - und dem Staat, der sie aus Verwirrung und Anmaßung beschließt. Ich bin gesund und stark und willig. Aber ich muß zuhause sitzen. Darf die Menschen, die ich sehen müsste, nicht sehen (sehe natürlich jeden Tag viele Leute, aber wir müssen wieder alle Veranstaltungen absagen, weil wir nie jemanden diskriminieren werden wegen seiner Gewissensentscheidungen. Auch DU könntest jeder Zeit und immer, egal, was Du hast oder getan hast, bei mir anklopfen, und ich lasse Dich rein. Verstecke und verteidige Dich... Nur soviel dazu. Immer - mit allem - egal wie. Das nennt sich Treue. Und das bedeutet mir fast so viel wie Freiheit.) 

Ein Kampf wie wir ihn führen, mit der Energie, dem Ressourceneinsatz und den Kollateralschäden (insb für die Wahrheit) ist nichts anderes als ein Krieg. Man kann aber Krieg - wenn überhaupt - nur gegen einen fremden Willen führen. Die Kriege um Weltherrschaft, Weltrevolution, Lebensraum, gegen Terror, Klimawandel, Corona sind ziel- und daher sinn- und endlose Kriege. Man kann sie nicht gewinnen! Hat man aber einmal angefangen, ist es fast unmöglich, vor Kabul oder Führenbunker aufzuhören. Sie werden alle früher oder später total. Alles muss sich dem einen Ziel unterordnen. Man muss sich "nur noch ein bisschen mehr anstrengen". Oder "die Defätisten und Saboteure bestrafen / ausmerzen". Deutschland hat zwei solcher Kriege katastrophal verloren. Und steckt nun schon wieder in neuen Kriegen. Nicht aus Überheblichkeit, sondern aus dem Pendant: Angst und Sinnlosigkeit. Kriege gegen unpersönliche Mächte sind verlorene Kriege. Kriege um „Sicherheit“, was bedeutet: Um Kontrolle. Illusorisch. Stolz (sprich: Gottverlassen).

Ich bin es satt. Es gibt nur ein Thema. Und nur noch eine Lösung. Die ganze "Egal was"-Haltung. Weisst Du, was dabei passiert: Beziehungen werden zerstört. "Ich will (muss) das halt tun... Egal, was mit Dir ist, Schatz. Übergeordnete Gründe… Die Mehrheit will es. Du musst verstehen." Und dann ist die Frau weg, oder depressiv. Und man wundert sich...? Ich kenne solche Frauen. Und Beziehungen. Du auch. Weil die andere Person es satt ist, sich ständig zu erklären, zu verteidigen, sich vor einer „paternalistischen Sorge“ des anderen zu retten, der doch meist irrt. Und es nur nicht sieht. Der es „doch gut meint“. Schluss damit!

Nichts zählt mehr als Freiheit und Treue - auch Treue zur Wahrheit als Grundlage von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Man kann sie nicht eintauschen, nicht einmal abwägen, gegen Solidarität, Sicherheit, Wohlstand oder "Frieden". Letztere sind Nebenprodukte ersterer. Stellt man sie an die erste Stelle, fällt alles zusammen: Vertrauen, Gerechtigkeit, Beziehungen. Da sind wir jetzt. Und Ihr denkt, ich wäre quasi schuld an der Erschöpfung? No. 

Aber ich halte unseren Staat für irreparabel zerstört. Die Kriege gegen Elend (Migration), Klimawandel (menschliche Veränderung der Natur) und Corona haben uns erschöpft und uns uns selber, dem Nächsten und der Freiheit entfremdet. Alles ist egal. Hauptsache die Inzidenzen. "Du wirst verstehen: Die Intensivpatienten, die exponentiellen Kurven, die neuen Mutationen, etc.“ Erbärmliche Versuche, die Kontrolle nicht zu verlieren. Als ob Gottes Pläne nicht auch ohne unsere Kontrolle sicher führen würde. Diese anmaßende selbstgemachte „Moral“ - ohne aber grundsätzlich Moral (nämlich Wahrheit aus dem Plan Gottes heraus) anzuerkennen. Willkür. Nichts anderes. Meist kommt nicht gleich das Chaos. Erst kommt mehr Sozialismus - und dann das Chaos. Und dann die Diktatur. Und dann vielleicht… So wie es in der Weimarer Republik war, die insb auch durch die Inflation und die Notstandsregierungen zerstört wurde.

Nein, ich verstehe nicht. Und habe es seit Tag 2 oder 3 nicht verstanden. Aber ich habe es mitertragen. Den ganzen Unsinn, die ganze Vernichtung von Sozialkapital, Hoffnung, Vertrauen, Freude, Spontaneität, wirtschaftlicher Kraft, Unternehmertum, Kirche, Vereinen, Jugendgruppen, Bildung, Schönheit - etc pp. Seit Jahren dieser scheinbar selbsterklärliche Zirkus. Sinnlose Maßnahmen, die die Vernunft vergewaltigen (sollen?) und überall Aberglaube: „Ja, die Viren, die fliegen durch die Halle, so wie Geister durch den germanischen Wald. Odin steh’ uns bei! Setzt die Masken auf! Schützt Euch vor den Geistern durch ein kleines rituelles Opfer!“ Wer versteht schon die Funktionen der Virusverbreitung - und könnte vorhersagen, wer wann wie krank wird bei einer Infektion? Wer versteht das Weltklima? Irgendwelche Leute machen auf Basis irgendwelcher Daten irgendwelche Modellrechnungen - und das ist dann vernünftig? Das ist Aberglaube - und führt in die Verzweiflung. Möge das Fleischgewordene Wort wie ein Kämpfer mit dem Schwert vom Himmel springen, und die Corona-Eiche fällen! Sie ist kein Gott. Auch die Eiche des Zauberglaubens: „Die Zauberer / Alchemisten von Biotech / et al haben gemacht, was wir brauchen! Elixier des Lebens! Ehrlich! Du kannst es glauben - wenn auch nicht sehen. Aber es funktioniert!" Ja… Nix funktioniert wie geplant. Irgendwas funktioniert irgendwie. Aber lass uns die Leute ruhig zwingen. Besser ist besser, mehr hilft mehr… Das soll wissenschaftlich oder vernünftig sein?? Gesunde Menschen, die sich verhalten wie vollkommen gestörte Geister, die sich die Ellenbogen aneinander klopfen, sich zwanghaft die Hände desinfizieren… Schau’ Dich doch um: Spukhaftes Theater überall. Und Blockwarte. Und eine Polizei, vor der die Menschen Angst haben. Haffner lässt grüssen. Und den Leuten, die das alles befohlen haben, die ganzen Maßnahmen seit bald 2 Jahren… Ohne, dass wir wirklich weitergekommen sind, denen sollen wir jetzt NOCH MEHR vertrauen? Das kleine bisschen Eigenverantwortung, das man uns gelassen hat, auch noch aufgeben, im Glauben an Drosten, Volk und Vaterland?

Wenn ich vehement reagiere, dann, weil ich diesen Staat, dieses Land und Euch GELIEBT HABE. Es dreht sich mir das Herz im Leibe herum, mit anzusehen, in welche Zukunft Ihr geht. In eine sehr brave auf jeden Fall.

Ich liebe Freiheit und Treue. Ich halte sie für real, nicht ideal. Ich halte Gott und das Evangelium für real. Ich halte das Ewige Leben für das Entscheidende, das man aber verliert, wenn man nicht daran glaubt und nicht so handelt, als wäre es das Wichtigste. Das Reich Gottes ist schon hier. Aber die Welt ist nicht dieses Reich. Sondern überall dort, wo die Liebe brennt, und nicht, wo ein Volk sich versteckt, und die, die sich nicht verstecken wollen, aber denunziert und verleumdet, wo Arme, Alte und Kranke nicht gepflegt, sondern isoliert, und die eigene Feigheit und Faulheit als Vorsicht und Solidarität deklariert werden. Ich hasse diese Lüge. Ich hasse die Angst, die den Menschen von den Mächtigen und Medien gemacht wird, die zehntausende guter, fleissiger Menschen in den Ruin getrieben und unser Land zu einem Land der Untertanen, das es vielleicht immer war, gemacht hat. 

Kannst Du Dir überhaupt noch vorstellen, dass sich zwei freie Menschen, die ihrer Vernunft und dem anderen vertrauen, sich treffen, ohne, dass ihnen jemand ein Testat gibt oder ihnen eine Zwangsfortbildung oder Zwangsbehandlung abverlangt? Ohne, dass sie betteln oder sich rechtfertigen müssen? Einfach so, wie freie Menschen es sollen? Oder denkst Du, die Zeit ist halt vorbei? Nein, ist sie nicht. Sie lebt überall. Aber nicht, wo die Menschen paranoid geworden sind.

Es hat kein Ziel (Null Covid vielleicht?) und daher keinen Sinn. Alle Maßnahmen sind sinnlos in diesem Zusammenhang. Für den einzelnen je nach Situation mögen sie Sinn machen. Das ein Land sich damit zwei Jahre abfindet ist aber einzigartig. Ich will nicht in Therapie. Ich will hier weg. Ende Dezember gehts zunächst nach Zypern. Und da warte ich mal ein bisschen ab. 

Dabei hat das Ganze natürlich positive Seiten: Viel Unsinn fällt ab. Ich weiss, was es bedeutet, einer sinnlosen Gewalt ausgeliefert zu sein, diskriminiert zu werden Ich erwarte nichts mehr - noch weniger - von einem Staat. Und ich weiss jetzt, welche Menschen übernatürlich glauben und leben, und welche nicht. Und dass ich da tagtäglich Fortschritte machen muss. Ich muss selber an mir viel ändern. Das kann ich zum Glück ohne Staat und fremde Beglückung. In dem Sinne ist dies eine gute Zeit. Und vielleicht kommt bald der Herr zurück. Das wäre auch eine gute Sache. Insofern bin ich weder bitter noch unversöhnlich. Meine Liebe zu Dir und Euch ist unvermindert. Ich würde mich freuen, Euch irgendwann (bald) wiederzusehen. 

In dem Sinne: Herzlichste Grüße und einen befreienden Advent.

Dein Jan-Philipp