Wednesday, November 30, 2005

Interregnum II - An einen Freund

Überschätze Deinen eigenen Anteil am Gesamten nicht. Vermessenheit und Selbstbetrug gehen nämlich Hand in Hand.

Identität (Ich) und Sexualität (Du) sind die beiden wichtigen Suchen. Die zweite baut allerdings auf der ersten auf.

Bei dem großen Partizipationsproblem Deutschlands müssen sowohl die drinnen als auch die draußen viel mehr Vorstellungskraft und Phantasie entwickeln. Sonst werden wir das Potential und die Versprechen, die in Deutschland liegen, nie erfüllen.

Selbstrespekt und Fremdrespekt gehören untrennbar zusammen. Männern mangelt es oft am zweiten, Frauen am ersten. Beide brauchen aber beides.

Traut Euch, Euch ergänzen zu lassen. Sucht die Perfektion nicht in Euch selber.

All die bemitleidenswerten Rechner der Menschheit, die von Gott nichts wissen wollen, weil Er sich nicht berechnen lässt sondern sich jeder menschlichen Rechnung entzieht. Er bringt ihre Rechnungen durcheinander und macht sie zu ganz normalen Menschen. Das können sie nicht hinnehmen.

In der Mitte unseres Strebens nach Freiheit muss das menschliche Leben und seine Heiligkeit stehen. Denn sie ist der beste Anhaltspunkt für Gott.

Die Qualitäten heutiger Politiker: hohe Sachkompetenz aber noch höhere Personal- / Karriere- / Machtkompetenz, Geltungsdrang, totale Loyalität und Totalitätsanspruch dienen uns leider nicht.

Die heutige Welt ist viel zu komplex, die Staaten viel zu inflexibel und verschuldet, um politisch geführt zu werden. Und der Grund liegt nicht in der Globalisierung. Sondern ist Folge politischer Entscheidungen, die uns allen gedient haben - wie zum Beispiel Liberalisierung und Deregulierung, Ende der nuklearen Konfrontation, etc. Statt für die Menschen zu entscheiden, muss man sie nun aber wirklich führen, d.h. ihnen dienen, sie bilden und motivieren.

Sometimes fiction can tell the truth better than non-fiction. (Richard Clark)

„Nationalstolz ist für Länder das, was Selbstachtung für Individuen ist: eine notwendige Bedingung für Selbstverbesserung.“ (Richard Rorty)

Wenn Deine Zunge Gott bekennt, höre gut zu, was Du sagst. Wenn Du von Gott sprichst, ist es selbstverständlich, dass Er Deine höchste Aufmerksamkeit verdient. Sonst bekennst Du nicht Gott, sondern irgendeine Götze, einen dienstbaren Geist. Ist Gott aber wirklich Gott, wie kannst Du dann Sein Wort nicht hören, Seinen Willen nicht erkunden und die Beziehung zu Ihm nicht ernsthaft und beständig suchen? Wie kannst Du taub sein für das, was Er tut und will?

Wir können von einer politischen Figur nicht erwarten, dass sie uns Licht, Hoffnung, Sinn gibt. Dazu sind Politik und Staat heute weniger denn je fähig. Darauf zu warten ist Zeitverschwendung und Selbstbetrug. Wie kann sich dann eine Zeitung wie die Welt zu folgendem Satz hinreissen lassen: "So muss am Ende und nicht am Anfang der Regierungszeit Angela Merkels stehen: Es ist vollbracht." Angela Merkel der Messias Deutschlands...? Was ist in die Leute gefahren? Ich hatte gehofft, es würde eine nüchternere Zeit in Politik und Medien kommen... Und dann so etwas.

Man muss sagen, dass Deutschland – auch in der Krise – einfach ganz normal und ordentlich vor sich her tuckert. Eigentlich brauchen wir gar keine Regierung und wenn wir eine haben, dann gehen die Dinge ebenfalls recht ordentlich ihren Gang. Das ist durchaus nicht nur Nachteil sondern auch Verdienst, den wir uns mal zu Gute halten sollten.

Das Schwache ist immer Versuchung, oft eine Provokation. Und manchmal eine Falle.

Das Gesetz des Handelns schenkt dem, der es ergreift, Initiative und Selbstvertrauen.

The transcendence of the spiritual, a realm of conscious experiences so infinitely more complex than those which the brain can artificially recreate, is such that even the richest vocabulary or the brightest minds are held hostage by that paradoxically universal constraint on our ability to relate transcendence: words. And though I may agree to a certain extent with Wittgenstein on this point, I certainly do not share the conclusions he derived from this observation (But that is only a footnote) – Unknown

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie viele Leute die Worte: „Was würde Jesus tun / sagen?“ im Munde führen, oft um ihren eigenen Punkt zu machen… Und dann nicht einmal in das Evangelium schauen…

Wir müssen eine Elite sein, die nicht für die eigene Herrschaft oder die unserer Kinder oder Freunde arbeitet sondern für die Herrschaft Gottes. Und dazu müssen wir nicht so schwach sein, materielle Kompensation zu erfordern. Was würde sie uns nützen? Sie vergeht ja doch und hält uns letztlich nur von der eigentlichen Arbeit ab. Stattdessen müssen wir diejenigen sein, deren Glaube stark genug ist, in der Liebe Gottes und der Hoffnung auf die Nähe zu Ihm den Lohn und den Preis unserer Arbeit zu sehen. Beten wir darum.

Die Glorie Gottes ist überall gleich. Unsere Aufgabe oft, sie sichtbar zu machen.

Stolz in der Form von Hochmut darf nie zu unserem „Skill Set“ gehören.

Eines der schlimmsten Dinge ist tatsächlich die unnötige Information. Ich glaube, wir haben den Schaden, der hierdurch und durch die Informationssucht und die Passivität, die sie auslöst, noch nicht angefangen zu verstehen.

Glück, das bedeutet, das zu tun, was man will, und das zu wollen, was man soll, und sich dessen bewusst zu sein.

Vertrauen fällt nicht vom Himmel. Man kann es auch nicht herbeireden. Man kann ihm nur beim Wachsen helfen, indem den Worten entsprechende Taten folgen, indem Sprache wieder Vertrauen aufbauen kann, da sie die Hoffnung auf Handlung beinhaltet. Alles kommt aus dem Wort. Und dieses muss glaubhaft sein.

Herr, nicht mein Wille sondern Dein Wille geschehe.

Ohne Unterschiedlichkeit keine Freiheit, ohne Freiheit keine Liebe. Auch wenn wir alle an der Unterschiedlichkeit und Freiheit oft leiden, wir tun es doch, weil wir selber sündigen, weil wir uns der Sünde schämen und daher Angst haben. Deswegen tun wir uns schwer mit diesen Dingen. Letztlich sind sie alle sinnvoll und gut und sind dem Verstand des Menschen zugänglich.

Entscheide Dich, ob Du wie ein Amateur oder ein Sklave oder eine Freier leben willst. Wenn Du ein Freier sein willst, dann gib Deinen Stolz, der Dich blind macht und in die Irre führt, auf, nehme Deine Erlösung durch Christus an, und lebe so, als ob Du von Deiner Erlösung auch wirklich wüsstest. Mit allem, was sie Gott – ohne dass Er gemusst hätte – in Freiheit gekostet hat.

Gnade Gottes kann man sich nicht verdienen.

Mehr oder minder schnell wird doch jeder von uns von der Materie müde. Selbst an eine schöne Frau gewöhnt man sich. Woran man sich nie gewöhnt und was immer wieder Freude macht, ist doch die Entwicklung des Immateriellen, Grenzenlosen, Unergründlichen. In der Frau ebenso wie in jedem anderen Teil des Lebens.

Als eines der größten Rätsel des Menschen und möglicherweise Erfolge des Teufels erscheint mir die Tatsache, dass so viele Menschen wirklich glauben, sie würden den Glauben im Schlaf erhalten. Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf. Ja, aber nicht essen und trinken. Das müssen wir schon selber machen und erledigen. Und das gilt für die Seele ebenso wie für den Körper. Wieviele Menschen jedoch im Schlaf verhungern ist wirklich sagenhaft.

Das meiste, was die Protestanten erreichen bzw. wiederhaben wollten, ist doch in der Katholischen Kirche längst verwirklicht. Die einzigen Unterschiede, insbesondere die Realpräsenz Gottes in den Sakramenten, die apostolische Sukzession / Weihe, auf der auch das Lehramt und die damit verwirklichte „objektive“ Wahrheit beruhen, hindern doch niemanden daran, zu Gott zu gelangen. Im Gegenteil. Sie machen es einfacher – und das Erkennen Gottes ist daher vielleicht weniger heroisch. Aber ist das dumm? Ist das nicht letztlich vielmehr demütig und vernünftig?

Erst die Vision und das Ziel, dann die Sachpolitik und –entscheidungen. Dann das Personal. Diese bei jedem gesunden Unternehmen geltende Regel wird in unserer dysfunktionalen Politik regelmäßig außer Acht gelassen bzw. sogar auf den Kopf gestellt. Kein Wunder, wenn wir keine Ziele erreichen. Wir kommen ja nicht einmal mehr dazu, sie zu definieren.

Gott wirkt durch uns. Nur, wenn wir Ihn lieben und durch Wort und Tat bekennen, will Er in die Welt kommen. So sehr lässt Er uns frei. So sehr liebt Er uns.

Führen heißt dienen. Getreu diesem Motto dient, denkt nicht an Eure Karriere und Euer Wohlergehen. Der Herr wird Euch alles geben. Macht Euch keine Sorgen. „Amen, ich sage Dir, noch heute wirst Du mit mir im Paradiese sein.“

Der Herr hat nicht gesagt: Esst und trinkt, genießt Euren Reichtum, solange ihr ihn Euch ohne Verbrechen verdient habt… Er hat gesagt: "Was Ihr für den geringsten meiner Brüder getan habt, das habt Ihr mit getan.“ Er hat auch gesagt: “Du Tor, heute noch werde ich Deinen Reichtum von Dir zurückfordern.“ So sollen wir also leben und uns stets bewusst sein, dass wir uns den Reichtum ja keineswegs (im Sinne eines kausalen Zusammenhangs und eines ethischen Anspruchs) verdient haben – sondern dass er uns geschenkt wurde. Und dass wir ihn weiterschenken sollen, ja müssen, wenn wir Gott gefallen wollen.

In einem Deutschland, das Gott nicht mehr kennen will, kann auch der Mensch nichts gelten. Folglich werden sowohl die positiven als auch die negativen Leistungen von Menschen hinter das System, die Maschine, das Gesetzmäßige zurückgestellt. Dies ist schlimm, denn sowohl die positive Energie des guten Vorbildes als auch die Hoffnung auf den Menschen, die dies in Krisenzeiten ermöglicht, gehen so verloren. Stattdessen vertrauen die einen auf’s System, andere schrauben daran herum, wieder andere vertrauen auf das Herumschrauben. Keiner jedoch vertraut auf sich selber oder den Mitmenschen, keiner nimmt seine Freiheit und seine Verantwortung wahr.

Dumme Gleichmacherei (sog. Gleichberechtigung). Diese soll Leuten oft die gleichen Möglichkeiten geben, auch wenn sie nicht die gleichen Fähigkeiten haben. Und alles meist nur, weil sie ihren Neid nicht zügeln und mich sich selber nicht zufrieden sein können. Dann muss man sie anschließend auch noch gesetzlich gegen die Folgen des Wettbewerbs, in den sie sich leichtsinnigerweise begeben haben, schützen. Much ado for nothing much.

Mal sehen wie weit die Staatsorthodoxie noch geht oder ob sie ihren Zenit vielleicht überschritten hat. Könnte gut sein, dass wir mit Merkel und ihrer „Aura von Unfruchtbarkeit“ eine Ernüchterung in der Politik bekommen, die der Wahrheit über die Möglichkeit von Staat und Politik näher kommt als die ganze Erlösungshoffnung, die in Deutschland in Sachen Staat normalerweise herrscht. (aber siehe oben "Die Welt")

23.9. - Das Interregnum hat begonnen

Politik ist das Ringen um die gute Ordnung. Wie viele Politiker wissen heute alles über Ordnung und konkrete Vorhaben und nichts über das Ziel, über Gut und Böse? Wie viele haben Taktik und Strategie und tausend Sachfragen studiert und kein bisschen den Grund und das Ziel des politischen Handelns: Die Menschen und die gute Ordnung, die das gute (und rechte) Leben ermöglichen soll.

What good is freedom that is not committed and spent? Freedom to choose, not freedom from choosing is the issue. The saddest person is the one who lives like a pauper and saves all his money under his pillow. And then dies.

How many people want good things to happen, but not at the cost of even their slightest convenience, comfort, habit or privilege? All those conditional prayers… In vain.

Wieviel Hochmut müssen die Leute besitzen, die wirklich glauben, sie hätten sich alles verdient, was sie haben. Die denken, nur weil sie gesät und geerntet haben, wäre das, was dazwischen liegt, selbstverständlich und ihr eigener Verdienst. Dabei geht ihnen so viel Liebe und Dankbarkeit, Freude im Herzen verloren, die der empfindet, der sich beschenkt und gesegnet weiß.

Zu viele deutsche Konservative verhalten sich im Bezug auf das letzte Jahrhundert defensiv. Sowohl im Bezug auf die dt. Verbrechen als auch auf die der anderen Seite. Dabei müssen wir neu anfangen. Weder unsere Schuld noch unsere Opfernatur können uns heute helfen noch wirklich schaden. Sie schaden nur dem, der sich von der Vergangenheit nicht lösen kann, der nicht anerkennen kann, dass seine Weste nicht rein ist. Unsere ist nicht rein. So what? Das ist normal. Jetzt lasst uns das Gestern, der Ort, an dem sich so viele Deutsche gerne aufhalten, verlassen.

Politik als Marke. Blödsinn. Politik ist der Versuch, die gute Ordnung zu verwirklichen. Das hat mit Ökonomie und Marken nur sekundär zu tun.

Lass uns gut und selbstbewusst mit denen streiten, die die Menschen verführen.Wir brauchen keine emotionale Politik. Wir brauchen auch keine rationale Politik. Wir brauchen vernünftige Politik. Und vernünftiges Leben. (Vernunft = Summe der Erkenntnisfähigkeit aus Verstand, Gefühl, Erfahrung, Instinkt, Intuition, Glaube)

Ach nein, jetzt müssen Programme zur Integration her. Mit viel fremdem Geld werden dann die Fehler falscher Politik, insbesondere auch von Wirtschaftspolitik, zugedeckt. Was die (jungen) Menschen brauchen, ist Arbeit und ein Ziel, für das sie arbeiten und leben. Es wäre sehr wichtig, wenn die Politik aufhören würde, sich nur um die Interessen der Besitzenden (Arbeiter, Kunden) zu kümmern und endlich auch etwas für die Besitzlosen zu tun. Außerdem gilt es, die Religion nicht weiter zu und ständig zu behindern. Aber um dies zu tun, müssten Politiker erst einmal von ihrer eigenen säkularistisch-materialistischen Staats-Religion, ihrem skeptizistischen Menschenbild und ihrem Glauben an Positivismus und Gesetzgebung als Lösung aller Probleme des Menschen abrücken.

Sowohl Religion als Politikersatz als auch Politik als Religionsersatz sind zum Scheitern verurteilt. Kein Mensch und keine Gesellschaft kann ohne eines der beiden oder mit einer Vermengung der beiden leben.

Wir brauchen einen Wettbewerb innerhalb der Eliten um Exzellenz im Guten. Elite – elicere = Auswählen. Die Ausgewählten. Doch nicht durch Verdienst. Sondern Gnade. Durch Begabung, durch Umstand, durch Möglichkeit.

The first thing we have to break up is the (elites’) feeling of entitlement and replace it by a feeling of privilege (and thus gratitude). And instead of the feeling of de-serving we need to have a desire for serving.

Burning hearts. That’s what we need. And we will put them on fire by burning many of the comforts and the things that we possess and that threaten our souls.

There is grace in suffering. Germany knows. And shall know more.

Keine Wende ohne Umkehr. Keine Umkehr ohne wirkliche Richtungsänderung. Keine wirkliche Veränderung ohne Anhalten, Nachdenken, Wollen und dann Ausführen des Umlenkens.

Wirkliche Freiheit ist nur die ausgeübte Freiheit. Nur der, der wirklich wählt, ist frei. Was ist Wahlfreiheit, wenn sie nicht wahrgenommen wird (sei es selbst durch bewusstes und klares „Nein“)? Was ist unser heutiges „Vielleicht“ oder „Grundsätzlich ja, aber gerade jetzt“, was ein „Jein“ oder ein „Ja, aber nicht so.“. Der, der alles haben will, wird nichts behalten. Und so sind wir, die wählen können, aber nicht wählen nicht besser dran als die Sowjetbürger, die nicht wählen konnten. Vielleicht sogar noch schlechter, denn viele von ihnen wählten, sobald sie die Möglichkeit bekamen, waren hungrig nach Freiheit. Aber wir sind satt und der Freiheit oft gar nicht würdig.

Wie soll man geben, wenn man nicht weiß, dass nur im Geben wirkliches (Er)Halten liegt?

Wir müssen etwas abgeben. Das ist doch eindeutig. Wir müssen dazu beitragen, dass wieder mehr Menschen mitmachen dürfen. All das Potential, das jetzt brachliegt und für das Stillhalten beim Brachliegen subventioniert werden, sozusagen Stillhaltegeld bekommen muss… Das müssen wir heben. Und das bekommen wir nur gehoben, indem die, die besitzen, die die mitspielen dürfen, abgeben an die, die nicht mitspielen dürfen. Und zwar Spielchancen. So wie es unfair ist, beim Schüler-Fußball die Nummer 12, 13 und 14 nicht einzuwechseln, so ist es unfair – und dumm – 5 Millionen Menschen und 60 % der Über-Sechzig-Jährigen nicht einzuwechseln.

Ja, sie sind groß in Personalpolitik. Sie sind bewandert in sachpolitischen Fragen. Sie sind schwach an Strategie. Und sie haben gar keine Ahnung vom Menschen und seiner Anthropologie, die seit Jahrhunderten – ja vermutlich Jahrtausenden - unverändert ist, von seiner Suche nach Liebe, die er doch nur in der Freiheit wirklich finden kann, geprägt. Deswegen vermögen sie es auch nicht, Ziele zu definieren, die dieser Suche Raum und eine Chance geben. Sie kennen nur sich selber und kennen sich selber doch nicht. Sie reduzieren daher den Menschen auf das Materielle, das Durchschnittliche, Nicht-Individuelle, die „Liberalen“ nennen es „das Wirtschaftliche“, und glauben, das sei genug. Aber der Staat muss Möglichkeiten zum Mitmachen schaffen, zum Mitgestalten, Mitschöpfen. Und ein Deutschland, das das schafft, wird alles schaffen, was es schaffen muss.

Verdammter Stolz, der den Mensch alles haben wollen lässt, sogar die eigene Erlösung – aber autark. Alles, aber nichts in Abhängigkeit von Gott. Dabei ist das ganze eigene Leben abhängig von Gott.

„Ich bin zu böse, um in den Himmel zu kommen.“ Welche „klugen Worte“. Welch zugleich arroganter, reflektierter und dummer Bullshit. Wie sollte irgendjemand zu böse sein, wenn Gott gekommen ist, die Sünden – egal welche … alle – zu erlösen. Die einzige Schuld, die übrig bleibt, ist die, diese Erlösung nicht anzunehmen. Aus „Reflektion“, Dummheit oder Arroganz.

Wer von uns will nicht in der großen Schlacht kämpfen? Wer von uns will sich nicht auszeichnen? Aber wo ist die Schlacht, fragt Ihr? Um Euch herum. Sie ist in vollem Gange. Die Schlacht tobt, aber unsere Truppen stehen noch verwirrt und warten „auf den großen Angriff des Feindes“. Dabei ist der schon lange da. Aber die Unsrigen stehen noch verwundert und wollen es erst in der Zeitung lesen, auf CNN sehen, von der Regierung gesagt bekommen. Aber die Regierung sagt nichts. Und auf CNN wird man es nicht sehen. Doch wer mit dem Herzen sieht, sieht, dass überall jeden Tag bereits hunderttausende von Duellen ausgefochten werden. Überall wird gewonnen und verloren, gelacht und geweint, wird gefallen und aufgestanden, gelebt, gestorben und wieder aufgestanden. Und vom Himmel sieht man das ganze Bild. Doch Du wirst immer nicht viel mehr sehen als auch ein Ritter oder Soldat in der Schlacht. Der sah nämlich auch nicht das „ganze Bild“ oder die „große Schlacht“. Er sah immer nur, dass um ihn herum gekämpft, gestorben und gesiegt wurde. Und irgendwie wandte sich das Schlachtenglück in die eine oder andere Richtung. Doch der, der tapfer dort gekämpft hatte, wo er stand, wird nie wirklich Verlierer sein, sondern erhobenen Hauptes die Stätte des Kampfes verlassen.

So wie man nicht Sexualität leben kann, bevor man Identität gefunden hat, kann Deutschland sich nicht in der Außenpolitik hervortun bevor es nicht zu sich selber gefunden hat. Es ist wie ein Teenager. Entweder zu schüchtern oder zu laut.

Let your ambition be to change yourself, so that He can better change you.

No value-creation without values-creation.

Großzügigkeit bis zur Selbstaufgabe… Wer soll sie erbringen, wenn er nicht den Glauben hat, dass Gott ihm das gibt, was er braucht?

So gesegnet wie dieses Land war, es war doch nie zufrieden. Nur weil es anders – und vielleicht ausgewählt - war, kam es spät, und weil es spät kam, fühlte es sich zurückgesetzt und benachteiligt. Und dann wurde es ungeduldig. Mit sich selber und den anderen. Was wir jetzt brauchen, ist Geduld. Einmal in der deutschen Geschichte, von 1949-1989 hat es sie gegeben. Geduld. Wir brauchen mehr, denn es wird vielleicht nochmals 40 Jahre dauern. (Vielleicht auch nicht…)

Free Germany – unified Europe – better world.

Don’t judge. And don’t let yourself be judged by others.

Real faith carries people. If you see a person who says he is faithful, ask that question: Does faith carry him?

Personalizing responsibility – realizing freedom.

No freedom without responsibility – no duty without conscience. And neither responsibility nor conscience without values and commitment.

Jeder, der gedacht hat, am 18.9. käme ein Regierungswechsel war hemmungsloser Optimist. Die, die dachten, damit käme eine Wende, waren Träumer. Die, die meinen mit diesem Regierungswechsel käme die Wende sind Verrückte.

Tuesday, November 22, 2005

Bei der DGAP: Ein Abend vor der Kanzlerwahl

Arend Oetker IST die DGAP.

Deutschland hat keine echte außenpolitische Kompetenz. Und auch kein Interesse. Wie sollte es auch anders sein in einem Land, dass völlig materialistisch-säkular lebt. Außenpolitik wird erst mit der Zeit fassbar, erst wenn Tendenzen und Trends sich zu wirklichen Vor- und Nachteilen und zu Bedrohungen auswachsen. Erst dann kann Materialismus beginnen.

Kein Interesse an Außenpolitik? Welcome to the effects of materialism and secularism.

Na gut, wenn Ihr meint, bereitet Euch auf den Meltdown vor. Aber am besten nicht durch raffen, sondern durch Abgeben. Das ist die sicherste Methode der Vorbereitung.

In’s Paradies kommt man nicht im Schlafwagen sondern auf dem Wege des Kreuzes. Diese einfache Wahrheit gilt für die Evangelisierung unseres Landes ebenso wie für die Demokratie. Es geht hier um viel, viel Arbeit. Täglich. Nicht um eine gut gelaufene Wahl, ein tolles Gebet oder einen Opfergang. Es ist täglicher Opfergang. Tägliches Aufopfern von Besitz, Bequemlichkeiten, weltlichen Sicherheiten, Zeit und Mühen. Das ist der einzige Weg zur guten Herrschaft in der Demokratie und der einzige Weg zur Herrschaft Gottes.

Echte Liberalität ist die, die weiß, dass Freiheit nicht umsonst ist, sondern einen Preis verlangt, nämlich die Verteidigung bzw. immer neue Gewinnung ihrer Voraussetzungen, oft auch unter Opfern. Das verbindet Liberalität unlöslich mit Konservatismus.

Wir brauchen eine Elite, die dient. Nicht sich be-dient. Das alleine wäre nicht einmal das Schlimmste. Das Schlimmste ist, dass daraus ihr Unglaube spricht an das eigene System, an die Belohnung von Leistung, an ihre eigenen Worte und Credos.

Es gibt nicht schlimmeres als den Menschen, der an sein Credo nicht mehr glaubt. Und nicht unüberwindbareres als den, der es tut.

Wir sollen nicht bekehren sondern bezeugen. Daran wird man unseren Glauben erkennen. Und daran unterscheiden wir uns von jeder Ideologie.

Orientiert Euch doch nicht an einem wie auch immer gearteten, imaginären Gestern, das meist die Form einer ‚guten alten Zeit’ annimmt. Diese gute alte Zeit gibt es nicht und hat es vermutlich nie gegeben. Orientiert Euch nur an unserem Alpha, Gottvater, und Omega, Christus. Und denkt daran, dass wir stets den Heiligen Geist bei uns haben, der keine Niederlagen erleidet. Deswegen leben wir heute nicht in einer schlechteren Zeit als früher – sondern in der besten, die es bisher gegeben hat. Bis morgen. Dann ist es wieder besser. Verhaltet Euch aber auch so.

Sei nie zynisch über die anderen Menschen. Ein Spruch wie: „Die meisten denken nur an fressen, saufen, ficken“, darf Dir nicht über die Lippen kommen. Schau Dich doch selber an? Ist das alles, woran Du denkst? Wenn ja, dann weißt Du wohl mit dem Spruch, was Du zu tun hast. Und dass Du keineswegs diese Nachricht hinausposaunen solltest. Wenn aber nein: Warum bist Du dann so vermessen, anderen etwas vorzuwerfen, was bei Dir nicht gilt. Ohne es von ihnen wirklich zu wissen, erhebst Du Dich mit dieser Vermutung über sie. Das ist Unrecht und führt zudem zu einer self-fulfilling Prophecy, die wir wirklich als Christen nicht gebrauchen können. Sie widerspricht diametral dem, zu dem wir Christen den Menschen berufen wissen. Denkt also daran: „Die Menschen sind besser als Ihr denkt. Und Gott ist viel besser als Ihr denkt“ (W. van Straeten).

Macht Euch keine Gedanken darüber, dass die Ausgangsposition so schlecht ist. Was sollen die ersten Apostel – bis auf Paulus Handwerker und Fischer - denn gedacht habe? Sie haben natürlich nicht gedacht, wie sie das Römische Reich missionieren könnten. Sie haben nur bezeugt, geredet und gehandelt. Das war alles. Das war genug. Die Situation kann aussehen wie sie will. Arbeit und Ergebnis sind klar.

So, so, ein Denker glaubt, Europa werde also aus seinen Städten neu geboren? Warum nicht aus den Bauernhöfen, Schulen, Universitäten, Kasernen, Laboren? Das ist ein völlig haltloser Glaube. Europa wurde geboren aus dem Denken der Philosophen, der Organisation der Römer und dem Glauben der Christen. Das ist und bleibt nun einmal so. Und ohne die drei Dinge: Dem Denken, der Organisation und dem Glauben wird Europa nicht neu geboren. Fertig. Na gut, wenn Ihr meint, bereitet Euch auf den Meltdown vor. Aber am besten nicht durch raffen, sondern durch Abgeben. Das ist die sicherste Methode der Vorbereitung.

Natürlich sind orthodoxe Christen eine Herausforderung und ein Anstoß. Insbesondere für laue Christen. Für die ist es das Schlimmste.

Macht Euch keine Sorgen, denn die sog. „liberalen 68er“ sind die kinderlose Generation der Abtreibung und Verhütung. Das Problem löst sich von selber.

Monday, November 21, 2005

Wende, Umkehr und Eliten

Keine Wende ohne Umkehr. Keine Umkehr ohne wirkliche Richtungsänderung. Keine wirkliche Veränderung ohne Anhalten, Nachdenken, Wollen und dann Umlenken (auch wenn andere es Rückschritt nennen mögen).

Wir brauchen einen Wettbewerb innerhalb der Eliten um Exzellenz im Guten. Stattdessen haben sich unsere Eliten zu sehr im persönlichen Mittelmaß eingerichtet. Sie sind entweder im beruflichen oder persönlichen Bereich nicht bereits, das Beste von sich selber zu fordern. Da gibt es tausend Entschuldigungen, die meist etwas mit der Entpersonalisierung von Verantwortung zu tun haben. Entweder ist es der Vorgänger, die Gesellschaft oder das Volk, die Globalisierung oder die amerikanische Außenpolitik, weswegen man keinen Erfolg haben kann. Das alles hält diese Leute, die Privilegien mit der größten Selbstverständlichkeit persönlich nehmen, nicht davon ab, mit anderer Leute Geld und dem Anspruch moralischer Größe und zuweilen Überlegenheit Probleme zu lösen, die sie nichts angehen, oder neue Probleme und Privilegien zu schaffen. Und dazu lassen sich die Mittelmäßigen dann noch feiern. „I did it my way“ heißt es dann. Ja, in Deutschland machen wir schon längere Zeit Sachen „our way“, nämlich indem wir zulassen, dass das Mittelmaß uns „their way“ regiert.

Wir brauchen keine emotionale Politik. Wir brauchen auch keine rationale Politik. Wir brauchen vernünftige Politik. Und vernünftiges Leben. (Vernunft = Summe der Erkenntnisfähigkeit aus Verstand, Gefühl, Erfahrung, Instinkt, Intuition, Glaube)

Ach nein, jetzt müssen Programme zur Integration her. Mit viel fremdem Geld werden dann die Fehler falscher Politik, insbesondere auch von Wirtschaftspolitik, zugedeckt. Was die (jungen) Menschen brauchen, ist Arbeit und ein Ziel, für das sie arbeiten und leben. Es wäre sehr wichtig, wenn die Politik aufhören würde, sich nur um die Interessen der Besitzenden (Arbeiter, Kunden) zu kümmern und endlich auch etwas für die Besitzlosen zu tun. Außerdem gilt es, die Religion nicht weiter zu und ständig zu behindern. Aber um dies zu tun, müssten Politiker erst einmal von ihrer eigenen säkularistisch-materialistischen Staats-Religion, ihrem skeptizistischen Menschenbild und ihrem Glauben an Positivismus und Gesetzgebung als Lösung aller Probleme des Menschen abrücken.

Sowohl Religion als Politikersatz als auch Politik als Religionsersatz sind zum Scheitern verurteilt. Kein Mensch und keine Gesellschaft kann ohne eines der beiden oder mit einer Vermengung der beiden leben.

Elite – eligere = Auswählen. Die Ausgewählten. Doch nicht durch Verdienst. Sondern Gnade. Durch Begabung, durch Umstand, durch Möglichkeit.

The first thing we have to break up is the (elites’) feeling of entitlement and replace it by a feeling of privilege (bein priviledged), which entails gratefulness. And instead of the feeling of deserving we need to have a desire for serving.

Burning hearts. That’s what we need. And we will put them on fire by burning many of the comforts and the things that we possess and that threaten our lives.

Wirkliche Freiheit ist nur die ausgeübte Freiheit. Nur der, der wirklich wählt, ist frei. Was ist Wahlfreiheit, wenn sie nicht wahrgenommen wird (sei es selbst durch bewusstes und klares „Nein“)? Was ist unser heutiges „Vielleicht“ oder „Grundsätzlich ja, aber gerade jetzt“, was ein „Jein“ oder ein „Ja, aber nicht so.“. Der, der alles haben will, wird nichts behalten. Und so sind wir, die wählen können aber nicht wählen, nicht besser dran als die Sowjetbürger, die nicht wählen konnten. Vielleicht sogar noch schlechter, denn viele von ihnen wollten wählen und wählten, sobald sie die Möglichkeit bekamen. Sie waren hungrig nach Freiheit. Aber wir sind satt und der Freiheit oft gar nicht würdig.

Wie soll man geben, wenn man nicht weiß, dass nur im Geben wirkliches (Er)Halten liegt?

Wir müssen etwas abgeben. Das ist doch eindeutig. Wir müssen dazu beitragen, dass wieder mehr Menschen mitmachen dürfen. All das Potential, das jetzt brachliegt und für das Stillhalten beim Brachliegen subventioniert werden, sozusagen Stillhaltegeld bekommen muss… Das müssen wir heben. Und das bekommen wir nur gehoben, indem die, die besitzen, die die mitspielen dürfen, abgeben an die, die nicht mitspielen dürfen. Und zwar Spielchancen. So wie es unfair ist, beim Schüler-Fußball die Nummer 12, 13 und 14 nicht einzuwechseln, so ist es unfair – und dumm – 5 Millionen Menschen und 60 % der Über-Sechzig-Jährigen nicht einzuwechseln.

Ja, sie sind groß in Personalpolitik. Sie sind bewandert in sachpolitischen Fragen. Sie sind schwach an Strategie. Und sie haben gar keine Ahnung vom Menschen und seiner Anthropologie, die seit Jahrhunderten – ja vermutlich Jahrtausenden - unverändert ist, von seiner Suche nach Liebe, die er doch nur in der Freiheit wirklich finden kann. Deswegen vermögen sie es auch nicht, Ziele zu definieren, die dieser Suche Raum und eine Chance geben. Sie kennen nur sich selber und kennen sich selber doch nicht. Sie reduzieren daher den Menschen auf das Materielle, das Durchschnittliche, Nicht-Individuelle, die „Liberalen“ nennen es „das Wirtschaftliche“, und glauben, das sei genug. Aber der Staat muss Möglichkeiten zum Mitmachen schaffen, zum Mitgestalten, Mitschöpfen. Und ein Deutschland, das das schafft, wird alles schaffen, was es schaffen muss.

Verdammter Stolz, der den Mensch alles haben wollen lässt, sogar die eigene Erlösung – aber nur autark. Ohne "bitte" sagen zu müssen. Alles, aber nichts in Abhängigkeit von Gott. Dabei ist das ganze eigene Leben abhängig von Gott.

„Ich bin zu böse, um in den Himmel zu kommen.“ Welche „klugen Worte“. Welch zugleich arroganter, reflektierter und dummer Bullshit. Wie sollte irgendjemand zu böse sein, wenn Gott gekommen ist, die Sünden – egal welche … alle – zu erlösen. Die einzige Schuld, die übrig bleibt, ist die, diese Erlösung nicht anzunehmen. Aus „Reflektion“, Dummheit oder Arroganz.

Wer von uns will nicht in der großen Schlacht kämpfen? Wer von uns will sich nicht auszeichnen? Aber wo ist die Schlacht, fragt Ihr? Um Euch herum. Sie ist in vollem Gange. Die Schlacht tobt, aber unsere Truppen stehen noch verwirrt und warten „auf den großen Angriff des Feindes“. Dabei ist der schon lange da. Aber die Unsrigen stehen noch verwundert und wollen es erst in der Zeitung lesen, auf CNN sehen, von der Regierung gesagt bekommen. Aber die Regierung sagt nichts. Und auf CNN wird man es nicht sehen. Doch wer mit dem Herzen sieht, sieht, dass überall jeden Tag bereits hunderttausende von Duellen ausgefochten werden. Überall wird gewonnen und verloren, gelacht und geweint, wird gefallen und aufgestanden, gelebt, gestorben und wieder aufgestanden. Und vom Himmel sieht man das ganze Bild. Doch Du wirst immer nicht viel mehr sehen als auch ein Ritter oder Soldat in der Schlacht. Der sah nämlich auch nicht das „ganze Bild“ oder die „große Schlacht“. Er sah immer nur, dass um ihn herum gekämpft, gestorben, verloren und gesiegt wurde. Und irgendwie wandte sich das Schlachtenglück in die eine oder andere Richtung. Doch der, der tapfer dort gekämpft hatte, wo er stand, wird nie wirklich Verlierer sein, sondern erhobenen Hauptes die Stätte des Kampfes verlassen. Das ist alles, was zählt.

Monday, November 14, 2005

Europa bildet sich im Charakter - wer bildet diesen?

The battle for Europe’s future will be won in the hearts of the faithful. Do we have the faith to put this continent in God’s hands? Who is really so serious about wanting a free and virtuous Europe that he or she really entrusts this mission to the Lord, who is the only one who can give it. Because He has truly triumphed over the forces of death. Who has that faith?

Who has the faith to put his life in God’s hands? Wer hat den Glauben? Sola fide...

Die Menschen wollen das machen, was Ihnen Ansehen (oder eine andere Form der Liebe und Achtung durch andere Menschen) einbringt. Was wird das wohl sein, wenn allenthalben der "Gott des Geldes" gepredigt wird? Liebe geht nach dieser Lehre vom Geld aus, denn mit Geld kann man die vielen schönen Sachen kaufen. Geld bekommt man nur durch Lohnarbeit. Das ist die Logik. Wer sie durchbrechen will, und sie lässt sich durchbrechen, muss den Weg finden, Menschen auf andere Weise und für andere Tätigkeiten als nur Lohnarbeit Respekt und Achtung zu zeigen. Menschen eben nicht darüber alleine zu definieren, das ist die Kunst und der Schlüssel zu einer neuen Zeit, die durchaus von Deutschland ausgehen kann.

Die Menschen in den Ländern um Deutschland herum haben hohe Achtung vor und hohe Erwartungen an uns. Sie wollen, dass wir Erfolg haben. Sie erwarten es sogar von uns. Was erwarten wir von uns? Und was sind wir bereit zu tun und zu geben? Das ist die erste Frage. Sind wir bereit jeden Tag fünf Minuten wenigstens für das Gebet zu geben? Wer ist bereit?

Wir müssen endlich Schluss machen mit dem Quatsch des chauvinistischen Geschlechterkampfes, der genauso lächerlich ist wie der Nationenkampf des 20. Jahrhunderts. Wir müssen Menschen werden, eine einheitliche Vision entwickeln, in der aber jeder als individuelles Geschöpf Gottes zählt. Nicht nur als Mann oder als Frau, als weiß oder schwarz. Sondern als einzigartiges Wunder aus Gottes Wesen. Soll mir doch niemand erzählen, dass wir in der Abkehr davon und der sogenannten „Emanzipation der Frau (gegen den Mann)" oder dem Pendant, einer „männlichen Herrschaft über die Frau", glücklicher wären.

Defeat and suffering are strange substances. Some distill into wisdom, others into hatred…

Die Leute, insbesondere die jungen Menschen, wollen doch dienen... Warum gebt Ihr ihnen keine Aufgabe, warum fordert und fördert Ihr diesen Willen nichts. Warum traut Ihr Euch - vor lauter Sünderstolz - nichts Edles zu?

Fürchte nicht den Tod. Sonst fürchtest Du das Leben.

Charakter und Persönlichkeit, Passion und Einzigartigkeit sind heute zu wenig gefragt. Stattdessen allenthalben Management: Politikmanagement, Kulturmanagement, etc. Anstelle von unverwechselbaren Persönlichkeiten stehen nur noch austauschbare Personen.

Nicht Wissen bildet den Charakter sondern die Tugenden, so wie die Freude, die Höflichkeit und Freundlichkeit, Freundschaft, und Loyalität, Gewissenhaftigkeit, das klare Wort und das klare Urteil, Ehrfurcht, Anteilnahme, Dienstbereitschaft und Wahrhaftigkeit. Alles in allem eben die Güte des Menschen. Diese müssen wir die jungen Menschen zuvörderst lehren. Denn nicht irgendwelche Fakten, die sich ohnehin stets ändern, bringen den Menschen näher zu Gott, sondern die ewigen Wahrheiten: Liebe, Hoffnung und Glaube, die auf den natürlichen Tugenden aufbauen.

Saturday, November 12, 2005

Zwischen Einkehrabend und Gala-Dinner mit Eliten

Politik ist das Ringen um die gute Ordnung. Wie viele Politiker wissen heute alles über Ordnung und konkrete Vorhaben und nichts über das Ziel, über Gut und Böse? Wie viele haben Taktik und Strategie und tausend Sachfragen studiert und kein bisschen den Grund und das Ziel des politischen Handelns: Die Menschen und die gute Ordnung, die das gute (und rechte) Leben ermöglichen soll.

What good is freedom that is not committed and spent? Freedom to choose, not freedom from choosing is the issue. The saddest person is the one who lives like a pauper and saves all his money under his pillow. And then dies.

How many people want good things to happen, but not at the cost of even their slightest convenience, comfort, habit or privilege? All those conditional prayers… In vain.

Wieviel Hochmut müssen die Leute besitzen, die wirklich glauben, sie hätten sich alles verdient, was sie haben. Die denken, nur weil sie gesät und geerntet haben, wäre das, was dazwischen liegt, selbstverständlich und ihr eigener Verdienst. Dabei geht ihnen so viel Liebe und Dankbarkeit, Freude im Herzen verloren, die der empfindet, der sich beschenkt und gesegnet weiß.

Zu viele deutsche Konservative verhalten sich im Bezug auf das letzte Jahrhundert defensiv. Sowohl im Bezug auf die dt. Verbrechen als auch auf die der anderen Seite. Dabei müssen wir neu anfangen. Weder unsere Schuld noch unsere Opfernatur können uns heute helfen noch wirklich schaden. Sie schaden nur dem, der sich von der Vergangenheit nicht lösen kann, der nicht anerkennen kann, dass seine Weste nicht rein ist. Unsere ist nicht rein. So what? Das ist normal. Jetzt lasst uns das Gestern, der Ort, an dem sich so viele Deutsche gerne aufhalten, verlassen.

Nicht Wissen bildet den Charakter sondern die Tugenden, so wie die Freude, die Höflichkeit und Freundlichkeit, Freundschaft, und Loyalität, Gewissenhaftigkeit, das klare Wort und das klare Urteil, Ehrfurcht, Anteilnahme, Dienstbereitschaft und Wahrhaftigkeit. Alles in allem eben die Güte des Menschen. Diese müssen wir die jungen Menschen zuvörderst lehren. Denn nicht irgendwelche Fakten, die sich ohnehin stets ändern bringen den Menschen näher zu Gott, sondern die ewigen Wahrheiten, Liebe, Hoffnung und Glaube, die auf den natürlichen Tugenden aufbauen.

Politik als Marke. Blödsinn. Politik ist der Versuch, die gute Ordnung zu verwirklichen. Das hat mit Ökonomie und Marken nur sekundär zu tun.

Spürst Du nicht auch, dass es anfängt? Spürst Du nicht, dass der Heilige Geist wirkt?

Lass uns gut und selbstbewusst mit denen streiten, die die Menschen verführen.

Wir brauchen keine emotionale Politik. Wir brauchen auch keine rationale Politik. Wir brauchen vernünftige Politik. Und vernünftiges Leben. (Vernunft = Summe der Erkenntnisfähigkeit aus Verstand, Gefühl, Erfahrung, Instinkt, Intuition, Glaube)

Ach nein, jetzt müssen Programme zur Integration her. Mit viel fremdem Geld werden dann die Fehler falscher Politik, insbesondere auch von Wirtschaftspolitik, zugedeckt. Was die (jungen) Menschen brauchen, ist Arbeit und ein Ziel, für das sie arbeiten und leben. Es wäre sehr wichtig, wenn die Politik aufhören würde, sich nur um die Interessen der Besitzenden (Arbeiter, Kunden) zu kümmern und endlich auch etwas für die Besitzlosen zu tun. Außerdem gilt es, die Religion nicht weiter zu und ständig zu behindern. Aber um dies zu tun, müssten Politiker erst einmal von ihrer eigenen säkularistisch-materialistischen Staats-Religion, ihrem skeptizistischen Menschenbild und ihrem Glauben an Positivismus und Gesetzgebung als Lösung aller Probleme des Menschen abrücken.

Sowohl Religion als Politikersatz als auch Politik als Religionsersatz sind zum Scheitern verurteilt. Kein Mensch und keine Gesellschaft kann ohne eines der beiden oder mit einer Vermengung der beiden leben.

Wir brauchen einen Wettbewerb innerhalb der Eliten um Exzellenz im Guten.

Elite – elicere = Auswählen. Die Ausgewählten. Doch nicht durch Verdienst. Sondern Gnade. Durch Begabung, durch Umstand, durch Möglichkeit.

The first thing we have to break up is the (elites’) feeling of entitlement and replace it by a feeling of privilege (and thus gratitude). And instead of the feeling of de-serving we need to have a desire for serving.

Burning hearts. That’s what we need. And we will put them on fire by burning many of the comforts and the things that we possess and that threaten our souls.

There is grace in suffering. Germany knows. And shall know more.

Keine Wende ohne Umkehr. Keine Umkehr ohne wirkliche Richtungsänderung. Keine wirkliche Veränderung ohne Anhalten, Nachdenken, Wollen und dann Ausführen des Umlenkens.

Wirkliche Freiheit ist nur die ausgeübte Freiheit. Nur der, der wirklich wählt, ist frei. Was ist Wahlfreiheit, wenn sie nicht wahrgenommen wird (sei es selbst durch bewusstes und klares „Nein“)? Was ist unser heutiges „Vielleicht“ oder „Grundsätzlich ja, aber gerade jetzt“, was ein „Jein“ oder ein „Ja, aber nicht so.“. Der, der alles haben will, wird nichts behalten. Und so sind wir, die wählen können, aber nicht wählen nicht besser dran als die Sowjetbürger, die nicht wählen konnten. Vielleicht sogar noch schlechter, denn viele von ihnen wählten, sobald sie die Möglichkeit bekamen, waren hungrig nach Freiheit. Aber wir sind satt und der Freiheit oft gar nicht würdig.

Wie soll man geben, wenn man nicht weiß, dass nur im Geben wirkliches (Er)Halten liegt?

Wir müssen etwas abgeben. Das ist doch eindeutig. Wir müssen dazu beitragen, dass wieder mehr Menschen mitmachen dürfen. All das Potential, das jetzt brachliegt und für das Stillhalten beim Brachliegen subventioniert werden, sozusagen Stillhaltegeld bekommen muss… Das müssen wir heben. Und das bekommen wir nur gehoben, indem die, die besitzen, die die mitspielen dürfen, abgeben an die, die nicht mitspielen dürfen. Und zwar Spielchancen. So wie es unfair ist, beim Schüler-Fußball die Nummer 12, 13 und 14 nicht einzuwechseln, so ist es unfair – und dumm – 5 Millionen Menschen und 60 % der Über-Sechzig-Jährigen nicht einzuwechseln.

Ja, sie sind groß in Personalpolitik. Sie sind bewandert in sachpolitischen Fragen. Sie sind schwach an Strategie. Und sie haben gar keine Ahnung vom Menschen und seiner Anthropologie, die seit Jahrhunderten – ja vermutlich Jahrtausenden - unverändert ist, von seiner Suche nach Liebe, die er doch nur in der Freiheit wirklich finden kann. Deswegen vermögen sie es auch nicht, Ziele zu definieren, die dieser Suche Raum und eine Chance geben. Sie kennen nur sich selber und kennen sich selber doch nicht. Sie reduzieren daher den Menschen auf das Materielle, das Durchschnittliche, Nicht-Individuelle, die „Liberalen“ nennen es „das Wirtschaftliche“, und glauben, das sei genug. Aber der Staat muss Möglichkeiten zum Mitmachen schaffen, zum Mitgestalten, Mitschöpfen. Und ein Deutschland, das das schafft, wird alles schaffen, was es schaffen muss.

Verdammter Stolz, der den Mensch alles haben wollen lässt, sogar die eigene Erlösung – aber autark. Alles, aber nichts in Abhängigkeit von Gott. Dabei ist das ganze eigene Leben abhängig von Gott.

„Ich bin zu böse, um in den Himmel zu kommen.“ Welche „klugen Worte“. Welch zugleich arroganter, reflektierter und dummer Bullshit. Wie sollte irgendjemand zu böse sein, wenn Gott gekommen ist, die Sünden – egal welche … alle – zu erlösen. Die einzige Schuld, die übrig bleibt, ist die, diese Erlösung nicht anzunehmen. Aus „Reflektion“, Dummheit oder Arroganz.

Wer von uns will nicht in der großen Schlacht kämpfen? Wer von uns will sich nicht auszeichnen? Aber wo ist die Schlacht, fragt Ihr? Um Euch herum. Sie ist in vollem Gange. Die Schlacht tobt, aber unsere Truppen stehen noch verwirrt und warten „auf den großen Angriff des Feindes“. Dabei ist der schon lange da. Aber die Unsrigen stehen noch verwundert und wollen es erst in der Zeitung lesen, auf CNN sehen, von der Regierung gesagt bekommen. Aber die Regierung sagt nichts. Und auf CNN wird man es nicht sehen. Doch wer mit dem Herzen sieht, sieht, dass überall jeden Tag bereits hunderttausende von Duellen ausgefochten werden. Überall wird gewonnen und verloren, gelacht und geweint, wird gefallen und aufgestanden, gelebt, gestorben und wieder aufgestanden. Und vom Himmel sieht man das ganze Bild. Doch Du wirst immer nicht viel mehr sehen als auch ein Ritter oder Soldat in der Schlacht. Der sah nämlich auch nicht das „ganze Bild“ oder die „große Schlacht“. Er sah immer nur, dass um ihn herum gekämpft, gestorben und gesiegt wurde. Und irgendwie wandte sich das Schlachtenglück in die eine oder andere Richtung. Doch der, der tapfer dort gekämpft hatte, wo er stand, wird nie wirklich Verlierer sein, sondern erhobenen Hauptes die Stätte des Kampfes verlassen.

So wie man nicht Sexualität leben kann, bevor man Identität gefunden hat, kann Deutschland sich nicht in der Außenpolitik hervortun bevor es nicht zu sich selber gefunden hat. Es ist wie ein Teenager. Entweder zu schüchtern oder zu laut.

Let your ambition be to change yourself, so that He can better change you.

No value-creation without values-creation.

Großzügigkeit bis zur Selbstaufgabe… Wer soll sie erbringen, wenn er nicht den Glauben hat, dass Gott ihm das gibt, was er braucht?

So gesegnet wie dieses Land war, es war doch nie zufrieden. Nur weil es anders – und vielleicht ausgewählt - war, kam es spät, und weil es spät kam, fühlte es sich zurückgesetzt und benachteiligt. Und dann wurde es ungeduldig. Mit sich selber und den anderen. Was wir jetzt brauchen, ist Geduld. Einmal in der deutschen Geschichte, von 1949-1989 hat es sie gegeben. Geduld. Wir brauchen mehr, denn es wird vielleicht nochmals 40 Jahre dauern. (Vielleicht auch nicht…)

Free Germany – unified Europe – better world.

Don’t judge. And don’t let yourself be judged by others.

Real faith carries people. If you see a person who says he is faithful, ask that question: Does faith carry him?

Personalizing responsibility – realizing freedom.

No freedom without responsibility – no duty without conscience. And neither responsibility nor conscience without values and commitment.

Jeder, der gedacht hat, am 18.9. käme ein Regierungswechsel war hemmungsloser Optimist. Die, die dachten, damit käme eine Wende, waren Träumer. Die, die meinen mit diesem Regierungswechsel käme die Wende sind Verrückte.