Saturday, December 31, 2022

Statt einer Neujahrsbotschaft: Peter Hahnes Philippika gegen die Kirchen, oder: Christliche Ermpörung und wir

Lieber T, 

Danke für den Artikel von Peter Hahne. 

https://www.achgut.com/artikel/Hanes_weihnachtliche_gardinenpredigt

Ich denke, er ist auf einem guten Weg. Vielleicht sogar dem richtigen. Doch es ist mit Klagen und Philippikas nicht getan. 

Er, Peter Hahne, muss etwas TUN. Und alle müssen das tun, wenn sie sich und der Welt wirklich etwas Gutes wollen. Nämlich: Umkehren. Und das scheint mir für Hahne zunächst konkret darin zu bestehen, in die Katholische Kirche, die unser aller geistige Heimat ist, heimzukehren. Ganz. Herz und Seele. Und ohne Wenn und Aber. Und alle müssen das tun, wenn sie sich und der Welt wirklich etwas Gutes tun wollen. Die protestantischen Gemeinschaften sind letztlich säkulare Veranstaltungen, deren religiöses Erbe nun halt langsam verfeuert ist. (Die materialistisch-atheistische Welt ist ohnehin eine Wüste, die nun langsam zur Hölle wird.) In diesen "Kirchen" glaubt man, was man glauben will. Das ist der ganze Sinn dieser elitären Clubs. Man will nicht gezwungen werden, die Dinge zu glauben, die schwer anzunehmen sind... Aus der Bibel kann man, wenn man will, alles herauslesen. Zur Not lässt man ein paar Bücher weg, wie Luther. Und dann kann man sich prima seine eigenen Ideen bestätigen lassen zu Sünde, Hölle, Fegefeuer, Maria, Realpräsenz, Autorität, Männerpriestertum, whatever... Das begründet man dann mit dem eigenen untrüglichen Gewissen, das ja nie irrt. Heiliger Geist und so. Und dann regt man sich auf, wenn andere es sich halt "nach dem eigenen Gewissen" noch etwas bequemer machen. Tore der Kirchen halt ZU bei Corona. Denn das Gewissen sagt: Bring Dich nicht in Gefahr. Schütze Dich und andere!! Oder die "Last Generation" mit ihrer Gewissensnot. Wie will man etwas dagegen sagen...

Das kann man nur, wenn man eine nicht-subjektive Autorität hat. Und die gibt es nur in der Katholischen und Apostolischen Kirche. Bei Kirche, der von Christus gegründeten Familie, geht es nämlich darum, dass man das glauben lernt, was man glauben soll. Weil Christus es besser weiss. Und weil Er Menschen berufen hat, andere Menschen da hinzuführen. Alle bekommen in der Kirche Hilfe. Nicht bei der Selbstverwirklichung der eigenen Ideen von Christus und dem guten Leben. Sondern dadurch, durch eine familiäre Gemeinschaft in Gehorsam und Glauben eingeführt zu werden. 

Und da muss Peter Hahne sich überwinden. Ich habe höchsten Respekt vor einer solchen Aufgabe. Denn das bedeutet wirklich, den Stolz, das Ego, die „selbst-geschaffene“ Identität und Sicherheit zu überwinden und gegen eine neue, in vielen Fällen wirklich ganz neue, in anderen nur eine reichere Version der alten, einzutauschen. Das ist eine große Tat. Aber ich freue mich schon: Wenn solche Männer heimkommen in die Familie, dann freuen sich alle. Denn diese Menschen haben dann etwas zu erzählen und etwas geleistet… Sie bringen oft einen besonderen Beitrag. So wie eben jeder bekehrte Mensch, egal von welcher Sünde oder welchem Irrtum er umkehrt, besonders wertvoll ist. Es sind gerade die Irrtümer und Sünden, die in der Liebe, dem Opfer und der Auferstehung Gottes zu Edelsteinen werden. Diamonds are made from dust. Die Freude auf allen Seiten wird groß sein...

Solange er Protestant, bleibt, ist er eben zum Teil draußen - und ein Teil seiner Gaben und Energie fällt neben den fruchtbaren Boden. Das ist nicht ganz seine Schuld. Nur kann er sich auf der Verantwortung seiner Vorfahren (die ja oft von Königen oder Fürsten zum Abfall von der Kirche gezwungen worden sind, oder eben nie katechetisiert oder auch wegen einer der vielen Katastrophen in unserem Land den Glauben halt aufgegeben haben,) nicht endlos ausruhen. Hahne muss sich genauso entscheiden. Und die einzige richtige Entscheidung ist, auf’s Ganze zu gehen und katholisch zu werden. Nur dort sind Zukunft und Hoffnung verbürgt. Egal wie shitty der Nachfolger Petri und seine Handlanger und Helden sein mögen. Ich bin aber sicher, dass ihm ein solcher Schritt gut tun würde. Es würde ihm Sicherheit, Hoffnung und Frieden in's Herz legen, die man jetzt manchmal bei ihm (und bei wem nicht...) noch vermisst. Da ist viel Predigen, wo einfach Lieben sein sollte. Ich schlage mich da auch an die eigene Brust... Auch ich muss umkehren...

Aber lass uns noch etwas tiefer gehen… Denn ich höre ja immer wieder Empörung und Abkehr, Resignation und sogar Flucht - insbesondere auch von jenen, die die Fähigkeiten hätten, etwas zu ändern. Oder zumindest Maulhelden sind...

Unser Land und seine Familien sind geschlagen, mißbraucht und verkrüppelt. Durch Deutsche und durch Fremde. Das muss man in Rechnung stellen bei dem, was man erwartet. Du kannst Einbeinige nicht immer wieder einen Hügel hochjagen und dann anschreien, wenn sie nicht so schnell oben sind. Alleine die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts, die ganze Vergewaltigung der Glaubensfähigkeit durch einen Idealismus. Dann als Reaktion auf das Verglühen von soviel guten Menschen, so viel gutem Willen und Energie natürlich Materialismus und Sinnleere. Dann das Füllen dieser Leere durch Hedonismus, kleinsten gemeinsamen Nenner (Hyper-Individualismus) und das Abschaffen der Reste von Autorität, die sich ja von 1914-1945 ohnehin delegitimiert hatte. Als Zwischenspiel darf man auch die Weimarer Republik mit ihrer Promiskuität und Sittenlosigkeit - u.a. als Folge der Kriegswunden und Traumata - nicht vergessen. Das entscheidende Versagen liegt wohl lange zurück. Es ist letztlich die Erbsünde. Das ständige Spalten, auch die Reformation, die zur Erblast (nicht nur, aber eben besonders auch) Deutschlands gehören.

Doch die Nachkriegsgenerationen - auch Deine - haben eigene Sünden draufgesetzt. So ist ethnologisch erforscht, dass sexuelle Promiskuität und Zügellosigkeit zu einem Aufwachsen einer neuen Generation führt, die gotllos ist - konkret, die keinen rationalen Vater-Gott kennt… Die nächste Generation, in etwa die von Annalena und Robert und so, kann nicht mehr rational denken. Ich habe dazu von einer Studie eines Oxford-Ethonologen (J.D. Unwin) von 1935 gelesen, der den Niedergang von mehr als 70 Kulturen erforscht hatte… So geht das. Promiskuität und voreheliche Unkeuschheit - dann Verlust des rationalen Gottesglaubens und dann des rationalen Denkens. Und ich denke, da sind wir jetzt: Stufe 3. Und da hat Deine Generation ihre Rolle in der Mitte ganz schön missverstanden - und alles getan, damit wir eben weiter  in den Wahnsinn geraten. Denn, um ehrlich zu sein, damals geschah einfach viel schlechtes und vieles, für das sich jetzt noch nachgeschämt werden muss. 

Was wir also dringend brauchen, ist ein Vater-Gott. Und den bekommen wir nicht ohne Zucht und Keuschheit. Ganz klar. Zur Ordnung eines rationalen Vater-Gottes gehören u.a. vernünftige Institutionen - klassischerweise Kirche und Staat (getrennt - nicht, wie in den protestantischen Ländern, vermengt). Kirche (als Institution), Staat und die sie tragenden Vereine sind zunächst als eher abstrakte Dinge Gabe und Aufgabe der Männer. Wenn sie unkeusch sind, dann braucht man sich nicht wundern... Kinder - Küche - Kirche (konkret) hingegen sind vornehmlich die Gabe und Aufgabe der Frauen. Davon hängen letztlich Leben und Kultur ab. Das ist also nicht irgendwie Bullshit, sondern das absolut Notwendige. Die Institutionen schützen das nur nach außen. Und nehmen nebenbei überschüssige Männer-Energie auf... 

Du kannst ja mal nachzählen, wer aus Deiner Generation da seiner Pflicht nachgekommen und hingegangen ist. Ja, wusste niemand anscheinend. Und doch: Jetzt heulen und klagen und urteilen und sich empören ist feige… Also: Aufhören damit. B und ich, wir waren die einzigen, die damals im Team um eine Art übernatürliches Fundament gekämpft haben. Und dafür sieht es nun wieder in D (noch) ganz gut aus. Meistens genügen auch 15% Katholiken, um die Sache zu stabilisieren. Die sind wir aber nicht mehr, nicht zuletzt, weil so viele gute Leute zwar erkennen, doch lieber quasi vor den Türen der Kirche in "Freikirchencamps" herumlungern, wo sie dem Christentum weniger Gewicht geben, als wenn sie die eine starke Kirche stärken würden...

Und noch etwas: Ich bilde mir nichts darauf ein, dass ich aufwachte und schon im Haus des Vaters - also der Kirche - war. Es ist wirklich nicht meine Leistung. Es ist reine Gnade, die durch Generationen von Menschen übertragen (tradiert) wurde, mehr oder minder - aber anscheinend immer ausreichend - treu. Das ist unglaublich demütigend. Unfassbar. Vor allem, weil ich wirklich so ein Cretin bin... Umgekehrt trifft alle jene, die „draußen sind“ oft nicht alleine die „Schuld“ - also die Verantwortung dafür, dass sie in Wind und Wetter stehen - und das warme Feuer, das in jeder Kirche als kleines rotes Licht immer brennt, nicht kennen. Manchmal trifft sie kaum Schuld. Aber eben oft doch. Denn alle haben wir einen freien Willen. Und früher und später muss die Frage nach dem Woher / Wohin, nach dem Warum aufkommen. Und sei es in Leiden, Schuld und Tod. Wer dann nicht anfängt, die wichtigsten Fragen des Lebens zu stellen und nach Antworten zu suchen - und ihnen im Falle von guten Antworten auch gehorsam zu sein… Dem fehlt es im Entscheidenden an Mut, Aufrichtigkeit, Ernst, überhaupt an allen Dingen, die sie oft in anderen, weltlichen Dingen fordern und manchmal auch zeigen. Ich kann Männer nur schwerlich ernst nehmen (ich kann sie allerdings dennoch als Brüder lieben!), die in einem halben Leben nicht über die materiellen Dinge herausgekommen sind. Denen Besitz, Reisen, Schönheit von Frauen und Natur, Abenteuer an Stränden, auf Meeren und in Bergen letztes Ziel sind… Das sind doch nur die Hinweisschilder auf das Ziel. Du kannst doch nicht beim erstbesten Autobahnschild "München" anhalten und Oktoberfest feiern. Klar, kannst Du. Aber das ist dann eben eine Feier an der Autobahn. Wird man kaum bessere Erlebnisse haben als beim Fest selber. 

Dieser plumpe Materialismus erscheint mir mit jedem Tag immer armseliger und mein Mitleid steigt. Aber eben auch mein Unverständnis, dass die Flucht und die Betäubung der Einsichten durch technologischen "Fortschritt", epikureischen Genuss oder stoische Gleichgültigkeit immer noch die Antwort sein sollen. Es ist dieser Nihilismus, der sich auch noch überlegen fühlt, der viele begabte Männer blendet - und sie der Gemeinschaft / der Nation / der Kirche, die sie ja brauchen, wegnimmt. 

So. Das war mal eine etwas weitergehende Tour de mon horizon.

Es grüßt Dich herzlich und fest! Auf ein Wiedersehen und ein echtes Gespräch mit Fragen und Antworten in 2023 freue ich mich!

Dein JP

Empfohlen:

Und unbedingt lesen: Richard Weaver - Ideas have consequences. 

Auf Youtube dazu auch Bishop Barron mit gleichem Titel.

https://www.youtube.com/watch?v=8KQcm0Mi5To&t=441s

Tuesday, December 13, 2022

Das Angelus-Gebet gibt Euch göttlichen Frieden in friedloser Zeit

Warum das Beten des Angelus die tägliche Praxis ist, die Sie brauchen, um Frieden zu kultivieren

Seit Jahrzehnten steigt die Zahl der Menschen, bei denen klinische Angstzustände diagnostiziert werden. Auch wenn wir auf einer tieferen Ebene erkennen, dass Ängstlichkeit Teil des menschlichen Zustands ist, hilft uns unser aktueller Zustand der Welt nicht weiter. Wir sind überwältigt von der Zahl der täglichen Entscheidungen, die wir treffen müssen - sei es, was wir essen, was wir anziehen oder welche Medien wir konsumieren -, was wiederum weitere Ängste auslöst und zu einer Glaubenskrise oder einer Panikstörung führen kann. Als Katholiken glauben wir jedoch, dass Gott unsere Angst in Mut verwandelt, wenn wir auf ihn vertrauen. Aber wie können wir dieses Gefühl des Friedens und der Ruhe in unserem inneren Leben erlangen?

Durch Routinen - insbesondere solche, die sich auf das Gebet konzentrieren - können wir uns die Beständigkeit geben, die wir brauchen. Auch wenn nicht alle Christen zu den strengen Gebetsgewohnheiten des geweihten Lebens berufen sind, gibt es doch einige Praktiken, die sich leicht in unsere Tage als katholische Laien einflechten lassen.

Eine dieser Gewohnheiten ist der Angelus - ein traditionelles, gesungenes Gebet, das demjenigen, der es täglich betet, Frieden schenkt. Jahrhundertelang wurde die Angelusglocke in Europa und darüber hinaus geläutet, um die Katholiken in der Morgendämmerung, am Mittag und am Abend (genauer gesagt um 6 Uhr morgens, 12 Uhr mittags und 18 Uhr abends) zum Gebet aufzurufen, und in Westeuropa wurde sie sogar "Friedensglocke" genannt.

Letztes Jahr habe ich angefangen, das Angelus täglich zu beten, und nach sechs Monaten habe ich mir angewöhnt, es ein zweites Mal zu beten, weil es so beruhigend wirkt. Es fühlte sich an, als würde ich mich Gott hingeben, und mit der Zeit hat mir das geholfen, mich insgesamt weniger ängstlich zu fühlen.

Das Gebet beginnt mit drei Versen, die von Passagen aus den Evangelien inspiriert sind, und drei Ave Maria, die als Antwort darauf gebetet werden. Die Verse erinnern an die Menschwerdung, als die selige Jungfrau in Gnade und Demut "Ja" zur Mutter Gottes sagte, während Gott selbst demütig Mensch wurde:

Vers 1: Der Engel des Herrn sprach zu Maria, und sie wurde schwanger durch den Heiligen Geist (vgl. Lk 1,26-37).

Vers 2: Siehe, ich bin die Magd des Herrn. Es geschehe mir nach deinem Wort (vgl. Lk 1,38).

Vers 3: Und das Wort ist Fleisch geworden. Und hat unter uns gewohnt (vgl. Joh 1,14).

Schließlich gedenkt die Kollekte der Auferstehung, indem wir beten, "dass wir ... durch sein (Jesu) Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit seiner Auferstehung geführt werden".

Es ist schön, wie der Angelus die Heilsgeschichte auf eine Weise zusammenfasst, die weder pädagogisch ist wie das Glaubensbekenntnis noch langatmig wie der Rosenkranz, dessen Geheimnisse traditionell über mehrere Tage hinweg gebetet werden. Das soll kein Vergleich sein, sondern nur sagen, dass das Beten des Angelus uns ein bisschen anders tröstet, weil es so komprimiert ist.

Diese Praxis hilft uns, Ängste zu bekämpfen, indem sie uns in der Gegenwart verankert, denn die Angst hält unseren Geist in der Vergangenheit oder in der Sorge um die Zukunft gefangen. Die katholische Mystik hingegen lehrt uns, dass wir Gottes Stimme nur im gegenwärtigen Augenblick hören können. Die heilige Katharina von Siena sagt: "Für einen Diener Gottes ist jeder Ort der richtige Ort und jede Zeit die richtige Zeit." Man kann sagen, dass wir immer dann, wenn wir darauf bedacht sind, Gottes Stimme in der Zukunft zu hören, ängstlich sind, weil wir ihn im Augenblick nicht hören.

Die Verse des Angelus erinnern uns auch daran, dass jeder neue Anfang auch ein Ende ist: Wenn Maria "Ja" zu der Botschaft sagt, die sie von Gott durch den Erzengel Gabriel erhält, sagt sie auf paradoxe Weise auch "Nein" zu dem Leben, das sie vorher gelebt hat und das sie hätte weiterleben können, wenn sie sich anders entschieden hätte. In einem Moment setzt sie ihre ganze Hoffnung auf Gott, und er schenkt ihr Frieden - eine Erinnerung daran, dass er auch uns diesen Frieden schenken wird, wenn wir seinen Willen im gegenwärtigen Augenblick annehmen. In ähnlicher Weise werden wir beim Nachdenken über die Auferstehung Christi von den Toten in der Kollekte mit Hoffnung erfüllt - Hoffnung auf ewiges Leben. Seine Auferstehung hat eine erneuernde Wirkung auf unsere Seelen, wo und wann immer wir sie betrachten.

Wenn ich den Angelus bete, schließe ich gerne mit dem Requiem Aeternam. Das Requiem Aeternam, das auch als Gebet der ewigen Ruhe und als Gebet für die verstorbenen Gläubigen bekannt ist, beleuchtet, wie Christus für uns gestorben ist, damit wir das ewige Leben haben können. Diese Wahrheit wird in den Worten des eigentlichen Angelus nicht ausdrücklich erwähnt, aber es ist eine gute Erinnerung, vor allem, wenn die Angst vor dem Tod die Wurzel unserer gemeinsamen Sorgen über die Gegenwart ist.

Obwohl einige Ordensgemeinschaften den Angelus immer noch dreimal täglich zu festgelegten Zeiten beten, können Sie es jederzeit beten, und einmal täglich reicht aus. Die Ordensleute dürfen den Angelus nicht mehr öffentlich läuten, aber Sie können einen Alarm auf Ihrem Telefon einrichten, wenn Sie eine konkrete Erinnerung wünschen. 

https://radiantmagazine.com/2021/11/04/why-praying-the-angelus-is-the-daily-practice-you-need-to-cultivate-peace/?utm_source=Newsletter&utm_email=Omeda&utm_campaign=OSV-NL+Catholic+Bookstore&utm_term=8020A4606590E0C&oly_enc_id=8020A4606590E0C