Monday, March 28, 2022

10 Punkte zum Krieg in der Ukraine

Anbei sende ich Dir 10 Gesichtspunkte, warum ich gegen Krieg mit Russland, eine massive Unterstützung der Ukraine - und stattdessen für einen umgehenden Frieden und eine Friedenskonferenz mit Russland bin. Der Krieg, schon so wie er jetzt ist, hat jedes Potential zu eskalieren. Wohin das führen könnte, brauche ich gar nicht auszuführen, denke ich. Wir brauchen mindestens einige Jahre Zeit, um unsere eigenen Probleme wenigstens halbwegs mal zu erkennen - geschweige denn zu lösen.

Die Grundlage dafür ist mein eigener 20-jähriger Einsatz für die Sache der liberalen Demokratie (Ideologie) in so unterschiedlichen Institutionen wie den U.S. Foreign Relations Schools, der NATO, der UNO, einem großen internationalen Unternehmen sowie dem Davos Forum (WEF). Ich bin ein Gegner von aggressiver Außenpolitik und Krieg. Wenn ich an uns glauben würde, würde ich mir wünschen, dass wir die Aggression besiegen. Ich habe auch Mitgefühl mit allen, die leiden, insbesondere mit der Zivilbevölkerung, und mit dem großen kulturellen Erbe, das verloren geht. Ich glaube aber, dass Realismus in die westliche/deutsche Außenpolitik zurückkehren muss. Und das bedeutet: Beendigung von Kriegen / Beteiligung an Kriegen, von denen wir weder wissen, wie sie zu gewinnen sind, noch die Mittel dazu haben. 

1. Die Situation ist wesentlich Folge westlicher Provokation (Ideologie der „weltweiten liberalen Demokratie“ als Endzustand der Geschichte) bzw zumindest der unbedachten Arroganz nach dem „Sieg“ im Kalten Krieg. Versailles II statt Friedensordnung sowie Heranrobben an Russland. Vergleich: Mexiko und Canada in eine chinesische Militär-Allianz… Was wären die Folgen? Uns war bei der NATO 1997 ziemlich klar, dass die Osterweiterung wohl Krieg mit Russland bedeuten würde. Dummerweise haben wir uns darauf nicht vorbereitet. 

2. Wir haben die Provokation dann durch unsere geradezu groteske Schwäche / Selbstschwächung vermehrt (Energieabhängigkeit, Gender- und Klima-Irrsinn, Verfallen der Bundeswehr bis hin zu Kabul und der totalen Zerstörung unserer Wehrhaftigkeit / Wehrfähigkeit durch die katastrophale Corona-Lockdown-Politik). „Provokation der Schwäche“ ist eine anerkannte Theorie in den internationalen Beziehungen. DON’T DO IT.

3. China könnte durch den Krieg (und Corona und unsere schlechte Politik) mit den USA gleichauf ziehen. Das hätten wir (in diesem Fall mit den USA) verhindern müssen. Was machen wir, wenn China jetzt Taiwan einkassiert?? 

4. Der Westen könnte russische Ressourcen im Kampf gegen China gut gebrauchen. Nun geschieht das Gegenteil. Die USA wollen nicht, dass D und RUS zu viel miteinander zu tun haben. (NATO: America in, Russia out, Germany down). Lieber schneiden sie sich etwas in’s Fleisch, als dass Deutschland, das in den USA in den letzten 10 Jahren als KONKURRENT (nicht als Alliierter) gesehen wurde und vielleicht wird, mit russischen Ressourcen hantieren kann.

5. Ukraine ist ein korrupter Staat, in etwa gleichauf mit Russland. Selenski ist ein zwielichtiger Mann. Ob der Coup 2014 CIA-Werk war, weiss ich nicht. Aber die Wahlen 2019 waren vermutlich nicht fair. Siehe zB die Artikel aus der SZ u.a., die ich Dir gesendet habe. Selbst wenn sie fair waren... wir haben leider wichtigere Dinge zu tun (s.u.) und andere Interessen, als in der Ukraine „Liberale Demokratie“ und unserer „Werte" (Abtreibung, LGBTQ, Great Reset) zu schützen. Im Gegenteil: Alle diese Dinge sollten wir bekämpfen. Ich würde dafür nicht sterben.

6. Die ukrainische Aussenpolitik war seit 2014 revisionistisch (gut, kann ich verstehen, muss ich aber nicht unterstützen…). Die neue ukrainische Militärstrategie von 2021 (oder war es 2020) sieht die gewaltsame „Befreiung“ der Krim vor. Keineswegs sind in der Ukraine Friedenstauben an der Macht. Im Gegenteil. Ukraine war eine Art Wilder Osten - und was die USA dort alles getrieben haben, möchte ich mal gerne wissen (Stichpunkt BIOLABS??)

7. Der Krieg hat für uns kein erreichbares Ziel. Weder haben wir ein Ziel (Regime Change?) noch die Mittel. Er könnte dadurch leicht total werden (wie unsere anderen unsinnigen Kriege - Terro, Klima, Corona…). REGIME-CHANGE war nebenbei der „Haupt-Grund“ weswegen die USA ZEHN Kriege seit 1990 geführt haben (mit ca. 6 Millionen Toten by the way) - funktioniert nicht sondern verschärft und verringert Konflikte.

8. Einen Krieg können wir nicht durchhalten / gewinnen in unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verfassung. Einen totalen Krieg erst recht nicht. In jedem Fall werden wir uns politisch und finanziell weiter extrem verschulden. Inflation und Energie-/Nahrungskrisen könnten katastrophale Auswirkungen für unseren eigenen Staat haben. Könnte der Todesstoß werden. Und das ganze wofür genau?

9. Wir haben existentielle Probleme in D. Krieg bedeutet Ablenkung und löst keines der Probleme. Im Gegenteil. Krieg führt zu einer Schein-Einigkeit in Schein-Heiligkeit. Stattdessen müssen wir rasch diejenigen zur Verantwortung ziehen, die uns in diese beinahe katastrophal verwundbare Situation geführt haben: Ausstieg aus vielen wichtigen Energieträgern, Migrationskrise und weitere Rechtsbrüche, insb. die ganze Corona-Politik, die uns psychologisch und wirtschaftlich und politische VERHEERT hat, totale Abrüstung, etc. Wir sind nicht kriegsfähig. Wir sind zu fast gar nichts mehr fähig. Wir sind demographisch auf der Kippe, unsere Währung zerfällt - ebenso wie die Rechtsordnung, Infrastruktur, etc pp. Nach dem Corona-Krieg können wir keinen echten Krieg gebrauchen. Und dann spreche ich noch gar nicht vorn den Herausforderungen durch KI, Great Reset, Transhumanismus. Was ist damit??

10. Ich traue seit Corona weder der aktuellen US-Regierung (aber auch nicht den US-Absichten generell) noch unserer eigenen (oder der polnischen for that matter). Ebenso wenig wie den Medien. Ich werde ihnen nach unserer Freiheit und unserem Wohlstand nicht auch noch unsere Leben opfern.

Wednesday, March 16, 2022

Memo von Kardinal Brandmüller

Religion: Mono- oder Dialog? Der Modernismus als Atheismus im Christentum

3. März 2022 

Quo vadis, Germania? Von Walter Kardinal Brandmüller

Rom (kath.net/as/wb) „Wohin geshts du, Deutschland?“ – eine intensive historische Reflexion, die deutlich macht: es geht um die Substanz, um das Ja oder Nein zur Kirche und zum Christentum.

Ein „synodaler Weg“? – „Die beängstigende Frage drängt sich auf: Haben denn die all dies mitbeschließenden Bischöfe wirklich nicht wahrgenommen, dass sie sich damit in offenem Widerspruch zu Glaubenswahrheiten begeben haben, deren treue Bewahrung und Verkündigung sie mehrfach mit heiligem Eid geschworen hatten?“.

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Von Walter Kardinal Brandmüller

Nun also hat der deutsche „Synodale Weg“ sein erstes Etappenziel erreicht. In den erarbeiteten Texten werden – wie zu erwarten – Forderungen erhoben, die im klaren Widerspruch zum authentischen katholischen Glauben, zur hierarchisch-sakramentalen Verfassung und zur verbindlichen Sittenlehre der Kirche stehen. All dies wurde mit großer Mehrheit „beschlossen“. Dass von diesen Ja-Stimmen nicht wenige von Bischöfen kamen, lässt den Ernst der Lage erkennen – und wirft grundsätzliche Fragen auf.

Nun hat es gewiss nicht mehr überrascht, unter den dort beschlossenen „Reformen“ die Abschaffung des Zölibats zu finden, ebenso wie die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion etc. All dies schwebt schon seit der – vom Heiligen Stuhl nie bestätigten – Würzburger Synode der Jahre 1971-1975 im Untergrund. Neu ist hingegen, dass praktizierte Homosexualität als sittlich erlaubt anerkannt wird. Dass nunmehr auch kein wirklicher Unterschied zwischen geweihten Bischöfen, Priestern, Diakonen und „nur“ Getauften und Gefirmten anerkannt werden soll, entspricht hingegen ganz der Lehre Martin Luthers. Das II. Vatikanische Konzil jedoch lehrt, dass das Priestertum des Dienstes, das heißt das hierarchische Priestertum der Geweihten, sich vom Allgemeinen Priestertum der Getauften nicht bloß dem Grade, sondern dem Wesen nach unterscheidet. So also setzt die Frankfurter Versammlung eine zweitausendjährige Praxis und ein Allgemeines Konzil außer Kraft! Und fordert darüber hinaus auch, Frauen das Weihesakrament zu spenden – was in zweitausend Jahren niemals für möglich gehalten wurde, weil, wie Johannes Paul II. mit unfehlbarem Urteil festgestellt hat. die Kirche keine Vollmacht besitzt, Frauen das Weihesakrament zu spenden.

Dies, also, sind die spektakulären Forderungen der Frankfurter Weggenossen, die in den Kreisen des Funktionärskatholizismus ebenso lebhaften Enthusiasmus wie bei normalen Katholiken Entsetzen hervorgerufen haben.

Die beängstigende Frage drängt sich auf: Haben denn die all dies mitbeschließenden Bischöfe wirklich nicht wahrgenommen, dass sie sich damit in offenem Widerspruch zu Glaubenswahrheiten begeben haben, deren treue Bewahrung und Verkündigung sie mehrfach mit heiligem Eid geschworen hatten? Diese Frage von letztem existenziellem Ernst muss in aller Härte gestellt – und von jedem Bischof beantwortet werden. Darauf hat die Gemeinschaft der Gläubigen ein Recht!

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Um Ernst und Tragweite dieser Frage zu ermessen, gilt es nun, den Wurzeln der mit „Frankfurt“ zu Tage getretenen Krise nachzuspüren.

Bei diesem Beginnen treffen wir rückblickend im ausgehenden 19. Jahrhundert auf das Phänomen des „Modernismus“. Worum es hierbei wirklich geht, ist die ganz grundsätzliche Frage nach dem Wesen der Religion: Was eigentlich ist Religion?

Für eine Reihe um die Wende zum 20. Jahrhundert besonders in Frankreich und England diskutierter Versuche, darauf zu antworten, fand Pius X. den Sammelbegriff „Modernismus“. Dabei handelte es sich um einen heterogenen Komplex von Ideen, Denkansätzen, die mit dem katholischen Glauben in unterschiedlicher Weise unvereinbar waren – und sind.

Dabei mochte man an Versuche zur Sinnerhellung menschlicher Existenz, zur Bewältigung der Erfahrung der Endlichkeit des Menschen denken, an die Urerfahrung der Tiefen der Person, des Un- bzw. Unterbewussten etc. Hinzu kommt ein weiteres konstitutives Element: das der Evolution: In je eigener Weise sind auch Person wie Gesellschaft Subjekt von Evolution. Diese aber ereigne in diesen Fällen sich nach Hegel im Dreischritt von These, Antithese und Synthese. Das aber bedeute, dass heute wahr sein könnte, was gestern falsch war, und umgekehrt, um im nächsten Schritt wieder in Frage gestellt zu werden – und so fort. So also vollziehe sich Entwicklung, auch des religiösen Bewusstseins, auf die immer höhere Ebene der jeweiligen Zeit. Das aber heißt, dass Glaubensinhalte, Glaubens- bzw. Lebenspraxis auf ihrer augenblicklichen Entwicklungsstufe auszuformulieren und in Lebensvollzug auszudrücken sind.

Wie auch immer: in jedem Falle geht es dabei um das Ich, das sich selbst erfährt, versteht, artikuliert. Auf sich selbst fixiert und um sich selbst kreisend – in sich eingeschlossen. Ein einsamer Monolog.

Nun wäre es eine höchst dringliche Aufgabe der Theologie gewesen, sich mit diesen Strömungen und der Reaktion des kirchlichen Lehramtsauf diese – man denke an die Enzyklika Pascendi und das Dekret Lamentabili Papst Pius’ X. – in seriöser, unaufgeregter Weise auseinanderzusetzen.

Eben dies geschah jedoch nicht. Dies war eine wahrhaft tragische Folge jener rapiden politisch-kulturell-wirtschaftlichen Entwicklung der westlichen Welt, die alsbald in der Urkatastrophe des 1. Weltkriegs unterging. An die Stelle der alten Mächte traten kommunistische – faschistische - Diktaturen, deren Zusammenprall im 2. Weltkrieg zum nahezu völligen Zusammenbruch Europas führte.

Folge davon war auch „Inter arma silent musae“ – d.h., wo die Waffen sprechen, schweigen die Musen -, dass die Theologie sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weniger dem Grundsätzlichen als dem augenblicklich-Aktuellen zuwandte. So aber kam es nicht zu einer gründlichen und umfassenden Auseinandersetzung mit dem komplexen Phänomen des Modernismus. Das Problem schwelte jedoch im Untergrund weiter.

Zum Ausbruch kam die Krise schließlich schon im Vorfeld des II. Vatikanischen Konzils, gefolgt von schwerwiegenden Einbrüchen in Glauben und Leben der Kirche. Es sei nur auf die nouvelle théologie verwiesen, auf die Pius XII. mit seiner Enzyklika Humani generisantwortete.Bald darauf versuchte die mittlerweile ergraute Generation der 68er, die wiederum in Frankfurt den Ton angibt.

So etwa der „klinische Befund“ für den Patienten „Deutsche Kirche“: Eine Non Governmental Organization – NGO – mit humanitären, kulturellen Zielen. Ein stattliches Artefakt, beschränkt auf das Hier-und-Jetzt, kreisend um sich selber – überflüssig.

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Der Mensch aber – so ein Vergleich aus der Mathematik – ist weder eine Gerade ohne Anfang und Ende, noch gleicht er der Strecke, die von Beidem begrenzt wird. Er ist vielmehr wie der Strahl, der wohl einen Anfang hat, jedoch kein Ende. Der Mensch erschöpft sich nicht in seinem Erdenleben. Nach jüdisch-christlicher Überzeugung ist er Geschöpf und Ebenbild jenes unendlichen Geistes, dessen Wille alles was ist ins Dasein gerufen hat, Religion aber ist die Art und Weise, wie das Geschöpf Mensch darauf antwortet, seinen Schöpfer erkennt und ihm begegnet. „Religion“ ist nicht Mono- sondern wesentlich Dialog.

Mit solchen Überlegungen bewegen wir uns, gewiss, immer noch auf der Ebene natürlicher Religion, die sich aus der Erkenntnis der Endlichkeit, des Geschaffenseins des Menschen ergibt und ein existentielles Verhältnis der Anbetung und Ergebenheit gegenüber dem Schöpfer begründet. Dabei ist von Christentum noch immer nicht die Rede.

Sind diese Selbstverständlichkeiten – so fragt man sich verwundert, bestürzt, den Frankfurter Weggenossen tatsächlich abhanden gekommen?

Merken die „Synodalen“ nicht, dass sie sich auf einem Holzweg befinden, der sich im Nichts verliert?

Am Ende ergibt sich für das Unternehmen „Synodaler Weg“ eine fatale Bilanz: Es geht in den Frankfurter Papieren längst nicht mehr nur um Irrlehre, Häresie. In diesen Texten wird zwar kaum Falsches über Gott gesagt. Aber: Gottvater, Sohn und Heiliger Geist kommen darin einfach nicht mehr vor. Das aber bedeutet „Atheismus im Christentum“ – so schon der Titel des Buches von Ernst Bloch aus dem Jahre 1968 – auch er, Bloch, ein „Frankfurter“.

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Dem gegenüber halten wir fest: Religion im jüdisch-christlichen Verständnis ist nicht Ergebnis menschlicher Selbsterfahrung oder existentieller Reflexion, sondern Antwort des Geschöpfes Mensch auf die Selbstmitteilung, Offenbarung des Schöpfers an sein Geschöpf Mensch. Ein Anruf von jenseits des Geschaffenen, der als solcher erkennbar im Laufe der Geschichte an die Menschheit, an das „Auserwählte Volk“ Israel, ergangen ist. Im Rückblick wird sichtbar, wie in der religiösen Überlieferung dieses Volkes aus anfänglichen eher schattenhaften Ahnungen ein immer klareres, erhabeneres Bild des Schöpfers von Mensch und Universum erkannt wurde.

Der judenchristliche Verfasser leitet seinen Hebräerbrief mit den Worten ein: „Vielfältig und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten“; dann aber fährt er fort: : „am Ende dieser Tage hat er zu uns gesprochen durch den Sohn“.

„Der Sohn“ aber ist der historische Jesus von Nazareth, dessen letzte Lebensjahre, dessen Tod am Kreuz sich im hellsten Licht der Öffentlichkeit ereigneten, und umso vieles umfangreicher dokumentiert sind als jene seiner prominentesten Zeitgenossen. Diese Zeugnisse sind die Schriften des Neuen Testaments.

Die Forschung stimmt darin überein, dass diese zum größeren Teil noch zu Lebzeiten von Zeitgenossen der berichteten Ereignisse verfasst und verbreitet worden sind. An ihren historischen Aussagen ist darum kein begründeter Zweifel möglich. Kurzum: Der Glaube an Jesus Christus, den menschgewordenen „Sohn des Lebendigen Gottes“, beruht nicht auf Ideen, Mythen etc., sondern auf nachprüfbaren historischen Tatsachen. Aus der Zahl und der Begeisterung der Augen- und Ohrenzeugen der Ereignisse um Jesus von Nazareth erbaute der Auferstandene Christus auf Petrus, den Felsen, seine Kirche, die der Apostel Paulus bald als Leib Christi, als lebendigen, vom Geist Gottes beseelten Organismus darstellen sollte: Die neue Weise der Gegenwart des Auferstandenen in dieser Welt. Und: von Tod, Gericht und ewigem Leben ist mit keinem Wort die Rede.

Und nun die erstaunliche und bestürzende Feststellung: all dies spielt in „Frankfurt“ keine Rolle.

Was aber versteht man dort unter Religion, Christentum, katholischer Kirche?

In der Tat: Atheismus im Christentum“, „Kirche“ – ist sie dann in der Tat nicht nur eine sozio-kulturelle – und unter so vielen anderen überflüssige NGO?

„Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott“ (Hosea 14,2).


Wednesday, March 09, 2022

Ukraine - Nur Gebet und Umkehr können helfen.

Liebe Freunde, allenthalben hört man nun, wir müssten uns in der Ukraine "engagieren". Mit Waffen und eventuell auch militärisch. Ich denke, das ist falsch. Weil wir es nicht können. Und nicht sollen. Positiv ist an alledem, dass wir es nun endlich mit einer echten Gefahr zu tun haben, in der wir ALLE in den nächsten Monaten umkommen könnten. Das schärft vielleicht die Sinne und bringt uns zur Umkehr. 

Doch auf der anderen Seite: Vielleicht kommen die Menschen doch nicht zu Sinnen, weil sie - nicht zuletzt wegen der verrückten „moralischen Kriege“ gegen Terror, Klimawandel und Corona - bereits entzündete und verzweifelte Seelen haben. Es könnte also völlig in den Wahnsinn gehen. Und dann ist totale Zerstörung (Europas) nicht nur "nicht ausgeschlossen". Sie ist sogar wahrscheinlich. 1914 haben sie sich 1918 nicht ausmalen können. Und 1939 nicht 1945. Und jetzt nicht 2022/3. Also lasst uns einmal nur Ruhe bewahren. Nicht, um uns wieder feige davon zu machen wie bei Corona. Aber eben auch nicht, um nun durch "eine richtig gute Tat" für Freiheit und ukrainisches Vaterland alles wieder "gut zu machen". Nichts dergleichen können wir. Denn was wollen wir überhaupt? Was machen wir, wenn uns die Sache entgleitet. Was machen wir dann?  

WAS erzählt Ihr Euren Kindern (oder WANN erzählt Ihr ihnen darüber, dass DAS nun wirklich das Ende sein könnte… Alles, was Klima und Covid NIEMALS angerichtet hätten… Oder sind aller Ernst, alle Glaubwürdigkeit - und alles Vertrauen in Gott - schon verbraucht…? Wann gehen wir auf die Knie? Vergessen wir dabei nicht zu erwähnen, dass das alles natürlich kommen MUSS. Ein Gericht MUSS ja kommen. Und es ist gut! Es ist das "Richtig-Machen". Von daher ist es auch vielleicht gar nicht so schlimm, und wir sollten einfach weiter eskalieren…?? Aber wir wissen alle, dass es selbst für gläubige Christen nicht „einfach“ ist… Und für den Rest??)

Krieg gegen Russland ist ebenfalls so ein "moralischer Krieg“ - zwischen unmoralischen Akteuren, zu denen auch wir gehören. Unser Problem sind WIR. WIR sind moralisch übergriffig und hochmütig. So viel Ungerechtigkeit, Lüge, Ausbeutung und Tötung Unschuldiger, die bei uns täglich geschehen… (und was die Bildung auch von „integrierten" Jugendlichen angeht… btw - die Zahlen 1914, 1918, 1919, 1933, 1939, 1945, 1989, 1990, 1991 kannst Du einem deutschen Gymnasiasten geben - und würdest Dich wundern wieviel Nicht-Wissen Du fändest). 

Wir haben keine Chance zu siegen, da wir weder materiell noch spirituell die Kraft haben, unsere „Ziele" (welche eigentlich?) gegen so viel Opfer, Leid und Tod, wie sie uns bevorstehen, durchzustehen. Stichworte: Zerstörung der Bundeswehr und des Wehrgedankens (remember die Corona-Helden-Kampagne "auf der Couch"…?), (absichtliche und fahrlässige) Abhängigkeit von zig Faktoren (auch Russland). Und das ist jetzt alles egal? Weil wir ja den Willen haben, das „Richtige“ zu tun. Ich bezweifle unsere Fähigkeit, das Richtige zu erkennen und durchzuhalten. 

Ich könnte so viel dazu schreiben, nicht zuletzt aus meinen Zeiten bei NATO und BMvG. Aber lieber lasst uns beten, dass es schnell zu einem Frieden kommt, dass alle, die Verantwortung für soviel Angst, Leid, Tod haben (seit vielen Jahren), gerecht gerichtet werden. Jeder in seinem / ihrem eigenen Land. Und dass dann Versöhnung und Vernunft eine Chance bekommen. Ansonsten sehe ich schwarz. Aber dann wieder hell. :-)

Wahrheit - Gerechtigkeit - Barmherzigkeit: LIEBE. Nichts anderes hilft, weil nichts anders bleibt.


Lage:

Deuteronomium 30,15-19.

Mose sagte zum Volk: Hiermit lege ich dir heute das Leben und das Glück, den Tod und das Unglück vor. 
Wenn du auf die Gebote des Herrn, deines Gottes, auf die ich dich heute verpflichte, hörst, indem du den Herrn, deinen Gott, liebst, auf seinen Wegen gehst und auf seine Gebote, Gesetze und Rechtsvorschriften achtest, dann wirst du leben und zahlreich werden, und der Herr, dein Gott, wird dich in dem Land, in das du hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen, segnen. Wenn du aber dein Herz abwendest und nicht hörst, wenn du dich verführen lässt, dich vor anderen Göttern niederwirfst und ihnen dienst - heute erkläre ich euch: Dann werdet ihr ausgetilgt werden; ihr werdet nicht lange in dem Land leben, in das du jetzt über den Jordan hinüberziehst, um hineinzuziehen und es in Besitz zu nehmen. Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. Liebe den Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme, und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben. 

Weg:

Buch Joel 2,12-18.

So spricht der Herr: Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen. Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte und es reut ihn, dass er das Unheil verhängt hat. Vielleicht kehrt er um und es reut ihn und er lässt Segen zurück, so dass ihr Speise- und Trankopfer darbringen könnt für den Herrn, euren Gott. Auf dem Zion stoßt in das Horn, ordnet ein heiliges Fasten an, ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde! Versammelt die Alten, holt die Kinder zusammen, auch die Säuglinge! Der Bräutigam verlasse seine Kammer und die Braut ihr Gemach. 
Zwischen Vorhalle und Altar sollen die Priester klagen, die Diener des Herrn sollen sprechen: Hab Mitleid, Herr, mit deinem Volk und überlass dein Erbe nicht der Schande, damit die Völker nicht über uns spotten. Warum soll man bei den Völkern sagen: Wo ist denn ihr Gott? Da erwachte im Herrn die Leidenschaft für sein Land und er hatte Erbarmen mit seinem Volk.

Verheissung:

1 Petrus 1,3-9.

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung haben und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist. Gottes Macht behütet euch durch den Glauben, damit ihr das Heil erlangt, das am Ende der Zeit offenbart werden soll. Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müsst. Dadurch soll sich euer Glaube bewähren, und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist. So wird eurem Glauben Lob, Herrlichkeit und Ehre zuteil bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn habt ihr nicht gesehen, und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude, da ihr das Ziel des Glaubens erreichen werdet: euer Heil.

Tuesday, March 01, 2022

Ukraine - Kein Grund zur Zynik

Krieg ist Teufelswerk. Und doch tun sowohl der Napoleon des Ostens als auch der tEuFeL letztlich unwillig Gottes Werk. Deswegen bin ich gar nicht zur Zynik aufgelegt. Auch nicht zum Optimismus. Sondern zum Realismus. Krieg und Frieden: Darum geht es letztlich in jeder Politik. Nur nicht der deutschen. Jetzt vielleicht wieder. Freut Euch, Diplomaten, Soldaten und Männer werden wieder gebraucht, vielleicht Helden und Heilige gemacht… Mir wäre es ohne Krieg auch lieber, aber helas... 

Zum Zynismus und Nihilismus führen nur Idealismus und Materialismus. Ich habe schon zuviel gesehen und erlebt, von der UNO in Afrika, der NATO-Osterweiterung (habe beim NATO-GS gearbeitet, als das beschlossen wurde - gegen die Stimme meines Büros. Ohne Freundschaftsverträge / besondere Stellung Russlands in der Sicherheits-architektur war das ein "Vertrag von St Germain II"). Dann BMVg, DAX, BDI, WEF etc pp. Der säkularen Religion konnte ich schon sehr früh abschwören - aus Erfahrung. Also: Keine Sorge wegen der Zynik! Mich kann das, was jetzt kommt, nicht schocken. Alles mit Ankündigung!

Seit 15 Jahren wussten wir doch, dass wir im Schiefen Turm zu Pisa sitzen. (Mit der Abtreibung haben wir ein Fundament - Würde und Menschenrechte - gesprengt. Jedes Jahr so viele Tote wie im 2. WK. Hallo?) Und mit jedem Jahr wurde der Wahnsinn größer: Unbegrenzte Kriege gegen Staatsbankrotte, Terror, Klimawandel und - der Gipfel der Absurdität - gegen ein Virus. Diese unverantwortlichen Kriege haben uns ausgezehrt, erschöpft, fertig gemacht. Wo soll etwas herkommen in den nächsten 10-20 Jahren… falls wir nicht ohnehin alle in den nächsten Monaten/Jahren die Hausaufgaben abgeben müssen. Ein Szenario, das man nicht außer Acht lassen darf.

Am entscheidendsten aber: Der Westen hat die falsche Weltanschauung, dank falscher Religion / praktischem Atheismus. Was haben wir nicht alles vergessen und missachtet:

1. Es gibt einen Gott. Er ist Schöpfer. Wir sind Geschöpfe. 
2. Es gibt eine Schöpfungsordnung. Diese besteht aus Männern und Frauen. Klar bio-logisch und psycho-logisch getrennt, wenn auch aufeinander ausgerichtet und nur zusammen Mensch-heit. Wir haben klare separate Aufträge.
3. Wir haben nur auf Gott gerichtete Freiheit (ein Baum kann nicht in die Erde wachsen, nur zur Sonne). 
4. Wir scheitern in dieser Freiheit. Das nennt man Erbsünde. Auf das Gute gerichtet, zum Bösen neigend.
5. Wir brauchen einen Erlöser: Christus, der Herr, der Logos, durch dessen Tod und Auferstehung wir gerettet sind. Er ist alle Liebe, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in Person. Er ist und will Beziehung, dh Verantwortung / Bekenntnis. 
6. Wir alle müssen sterben. Das ist nicht nur schlimm. Denn dann kommt das richtig-machende Gericht. 
7. Wir erstehen alle auf zum Gericht. Die einen zur Ewigen Verdammnis, die anderen zur Ewigen Herrlichkeit. Die Möglichkeit, sich zu entscheiden, hat jeder Mensch bis zum Tod. 

Ohne, dass wir diese Dinge wieder entdecken, verkünden und leben, kommt Armageddon. Denn wenn wir uns nicht bekehren, wird die Ukraine echt nur der Anfang sein. Und Eure Kinder sind dann die Generation, die das Licht ausmacht. Es steht also einiges auf dem Spiel. 

Grüße Euch sehr herzlich und zuversichtlich. Richtet Euch auf und erhebt Eure Gesichter zum Himmel, wenn Ihr diese Zeichen seht! Lest Lukas 21...