Sunday, October 31, 2021

Die einzige Grundlage der wahren Freiheit


Diesen Aufsatz habe ich aus dem Englischen übersetzt. Eine wunderbare Abhandlung über die zweckfreie Muße (im Gegensatz zur zweckorientierten Freizeit) als Grundlage der einfachen Wahrheitserkenntnis qua Teilhabe am engelsgleichen "Schauen". Ein wunderbarer, auf Pieper gegründeter Gedanke. 

Das Original unter: 



Sei still und wisse, dass ich Gott bin. 

Ich will hoch erhaben sein unter den Völkern, ich will hoch erhaben sein auf der Erde.

Psalm 47: 11

Einleitung

In seinem Aufsatz Freizeit als Grundlage der Kultur von 1947 schrieb der deutsche Philosoph Josef Pieper:

"Man könnte sich fragen, ob wir nicht alle Proletarier und damit reif und bereit sind, in die Hände eines kollektiven Arbeitsstaates zu fallen und ihm als Funktionäre zur Verfügung zu stehen"[1].

Piepers Befürchtungen, die er zu einer Zeit äußerte, als der Kommunismus das Nachkriegseuropa zu überrollen schien, sind dabei, sich zu verwirklichen. Die Ereignisse der letzten zwei Jahre haben den moralischen und intellektuellen Bankrott des modernen Westens offenbart. Über Nacht haben die Völker Europas, Amerikas und Australasiens als Reaktion auf die Lügen und die Propaganda einer Elite, die eine totalitäre Kontrolle anstrebt, ihre Grundfreiheiten aufgegeben. Unter dem Deckmantel der Volksgesundheit versucht die politische und wirtschaftliche Elite, die Massen zu versklaven, und die Mehrheit fügt sich, indem sie das, was sie für ihre körperliche Gesundheit hält, ihrer intellektuellen, moralischen und geistigen Integrität vorzieht. 

Wie sollten wir auf diesen beispiellosen Eingriff des Staates in die Rechte der Kirche, der Familie und des Einzelnen reagieren? 

Anstelle einer chemischen "Immunisierung" brauchen wir das, was Pieper bereits 1947 als "geistige Immunisierung gegen die verführerische Anziehungskraft und Macht totalitärer Formen" bezeichnete, die "sicherlich auf einer viel tieferen Ebene des Denkens als auf der Ebene rein politischer Überlegungen gesucht und erhofft werden muss"[2].

In diesem Artikel werden wir Piepers Argument untersuchen, dass die Wurzel der Verzweiflung des modernen Menschen - und seine daraus resultierende Bereitschaft, sich dem Totalitarismus zu unterwerfen - in einer falschen Auffassung des Verhältnisses zwischen Arbeit und Freizeit und zwischen Aktion und Kontemplation liegt. Es gibt, so schlägt er vor, einen entscheidenden Weg, um zur Vernunft zurückzukehren: das heilige Messopfer und die Einhaltung des heiligen Tages, des Sonntags. 

Die Verzweiflung des modernen Menschen

Wenn wir unsere Mitbürger beobachten, wie sie sich feige und doch eifrig dem neuesten Diktat des totalitären medizinischen Regimes unterwerfen - sie tragen Masken, meiden soziale Kontakte, nehmen die Zerstörung der Lebensgrundlagen ihrer Nachbarn in Kauf und unterwerfen sich stolz einer experimentellen Behandlung -, dann erkennen wir leicht Joseph Piepers Beschreibung des modernen Menschen, wie er sich bereits 1947 deutlich manifestierte:

"[D]ie starre, maskenhafte Bereitschaft, in vacuo zu leiden, ohne Beziehung zu irgendetwas. Es ist die Abwesenheit jeder Verbindung mit der Wirklichkeit und den realen Werten, die kennzeichnend ist. Und weil diese Leidensbereitschaft (die man das Herz der Disziplin, welcher Art auch immer, genannt hat) niemals die Frage 'wozu' stellt, unterscheidet sie sich völlig von der christlichen Auffassung des Opfers."[3]

Dies ist eine Beschreibung von Männern und Frauen, die den Bezug zu dem, was wirklich und wahr ist - sowohl zur objektiven Realität als auch zu ihrer authentischen subjektiven Erfahrung der Realität -, so sehr verloren haben, dass sie bereit sind, sich den falschen und antichristlichen Ideologien anzupassen, die von denjenigen gefördert werden, die wirtschaftliche und politische Macht ausüben. Wie auch immer:

"Die christliche Auffassung vom Opfer ist nicht auf das Leiden qua Leiden, nicht in erster Linie auf die Mühsal und die Sorgen und die Schwierigkeiten ausgerichtet, sondern auf das Heil, auf die Fülle des Seins und damit letztlich auf die Fülle des Glücks: 'Das Ziel und die Norm der Disziplin ist das Glück'."[4]

Das heißt, das Leben des Katholiken ist auf das Gute, Wahre und Schöne ausgerichtet, wofür er vielleicht leiden muss - sogar bis zum Tod -, aber es ist nicht auf das Leiden um des Leidens willen ausgerichtet, und schon gar nicht auf das Leiden um der Macht und des Reichtums einer antichristlichen Elite willen.

Die falsche Lehre vom Verdienst des Leidens um des Leidens willen - die leider viele Katholiken beeinflusst hat - steht im völligen Widerspruch zur Lehre des heiligen Thomas von Aquin. 

Der Engelsdoktor lehrt, dass:

"Die Tugend bezieht sich im Wesentlichen auf das Gute und nicht auf das Schwierige. Daher bemisst sich die Größe einer Tugend nach ihrer Güte und nicht nach ihrer Schwierigkeit"[5].

Und weiter:

"Das 'Gute' hat mehr als das 'Schwierige' mit dem Grund des Verdienstes und der Tugend zu tun. Daraus folgt nicht, dass das, was schwieriger ist, verdienstvoller ist, sondern nur das, was schwieriger und zugleich besser ist."[6]

Arbeit vs. Freizeit 

Der Irrtum, dass Leiden um seiner selbst willen wertvoll ist und nicht wegen des Gutes, für das wir leiden, steht in engem Zusammenhang mit einem zweiten Irrtum, der das moderne Denken beherrscht und der unsere Zeitgenossen besonders anfällig dafür macht, im Gegenzug für materiellen Wohlstand grundlegende Freiheiten aufzugeben. Es handelt sich um den Irrtum, dass Arbeit einen Wert an sich hat, losgelöst von dem Zweck, für den sie verrichtet wird.

Dieser Irrtum kommt in einem populären Zitat von Max Weber in seinem klassischen Werk Die protestantische Arbeitsethik und der Geist des Kapitalismus gut zum Ausdruck: "Man arbeitet nicht, um zu leben; man lebt, um zu arbeiten"[7] Diese Ansicht - die von vielen unserer Zeitgenossen als unumstritten angesehen würde - steht genau im Gegensatz zur Lehre des Aristoteles, die den wahren Geist des klassischen und mittelalterlichen Abendlandes darstellt:

"Man glaubt, dass das Glück von der Muße abhängt; denn wir sind beschäftigt, damit wir Muße haben"[8].

Das heißt, wir arbeiten, damit wir die lebensnotwendigen Dinge haben, die es uns ermöglichen, die Freizeit zu genießen. Diese Sichtweise ist für diejenigen unverständlich, die die Schaffung und den Genuss von materiellem Reichtum als die wesentliche Funktion des menschlichen Lebens ansehen. Sie ist sowohl verständlich als auch dringlich für diejenigen, die die Kontemplation - natürliche und übernatürliche - als das eigentliche Ziel der menschlichen Existenz betrachten.

Aristoteles und der heilige Thomas gegen Immanuel Kant

"Der Mensch begehrt zu wissen"[9].

Mit dieser grundlegenden Wahrheit beginnt Aristoteles seine Metaphysik. Doch der Mensch begehrt auch, wie der heilige Thomas lehrt, "von Natur aus und notwendigerweise die Glückseligkeit"[10] Zwischen diesen beiden Aussagen besteht kein Widerspruch: Das höchste Glück des Menschen besteht im Wissen. Die ewige Seligkeit wird erreicht, "wenn wir Gott durch sein Wesen schauen"[11]. Das "vollkommene Glück, zu dem er [der Mensch] bestimmt ist, ... besteht in der Schau des göttlichen Wesens"[12] In unserem gegenwärtigen Leben finden wir das Glück in der Erkenntnis, sei es die Erkenntnis, die wir durch unsere Sinne erlangen, oder die Erkenntnis, die wir durch unseren Verstand erlangen. Die höchste Form des intellektuellen Wissens ist das, was wir Kontemplation nennen.

Wir können hier nicht ausführlich auf das Wesen der Kontemplation eingehen. Wir können jedoch feststellen, dass der menschliche Intellekt zwei Arten der Erkenntnis hat: ratio und intellectus. Die Ratio ist die Form der Erkenntnis, die für uns vernünftige Tiere charakteristisch ist: "Der Mensch wird rational genannt, weil er die Wahrheit durch die Methoden des Diskurses erkennt, da er aufgrund seiner Schwäche, die Dinge zu erkennen, gezwungen ist, diesem Mittel zu folgen"[13], erklärt Pieper: 

"Ratio ist die Kraft des diskursiven, logischen Denkens, des Suchens und der Untersuchung, der Abstraktion, der Definition und der Schlussfolgerungen"[14].

Obwohl die Ratio die "spezifisch menschliche" Form des Denkens ist, die weder Tiere noch Engel besitzen, ist sie dennoch nicht die einzige Form der intellektuellen Wahrnehmung, die der Mensch besitzt.

Der heilige Thomas lehrt:

"Wenn auch die für die menschliche Seele charakteristische Erkenntnis in der Form der Ratio erfolgt, so hat sie doch gewissermaßen Anteil an der einfachen Erkenntnis, die den höheren Wesen eigen ist"[15].

Diese Teilhabe an dem einfachen Wissen, das den höheren Wesen - den Engeln - eigen ist, wird intellectus genannt.

Pieper schreibt:

"Intellectus ... ist der Name für den Verstand, insofern er das Vermögen des simplex intuitus ist, jenes einfachen Sehens, dem sich die Wahrheit wie eine Landschaft dem Auge anbietet. Das Verstandesvermögen, das Wissen des Menschen, ist nach dem Altertum und dem Mittelalter beides in einem, zugleich ratio und intellectus; und der Prozess des Wissens ist das Wirken beider zusammen. Der Modus des diskursiven Denkens wird begleitet und durchdrungen von einem mühelosen Gewahrsein, dem kontemplativen Schauen des intellectus, das nicht aktiv, sondern passiv oder vielmehr rezeptiv ist, die Tätigkeit der Seele, in der sie das, was sie sieht, begreift."[16]

Er fährt fort:

"Unser Wissen enthält in der Tat ein Element der Untätigkeit, des rein rezeptiven Sehens... die Erfüllung der höchsten Verheißung im Menschen"[17].

Entscheidend ist, dass er feststellt:

"Das einfache Schauen des intellectus, die Kontemplation, ist jedoch keine Arbeit. Wenn, wie diese philosophische Tradition meint, die geistige Erkenntnis des Menschen die Frucht der ratio und des intellectus ist, wenn das diskursive Element mit der 'intellektuellen Kontemplation' verschmolzen ist und wenn darüber hinaus die auf das Ganze des Seins gerichtete Erkenntnis in der Philosophie das Element der Kontemplation bewahren soll, dann genügt es nicht, diese Erkenntnis als Arbeit zu bezeichnen, denn das hieße, etwas Wesentliches auszulassen. Das Wissen im Allgemeinen und das philosophische Wissen im Besonderen ist ohne Arbeit, ohne den Arbeitsaufwand des diskursiven Denkens, gewiss nicht möglich. Dennoch gibt es auch etwas, das im Grunde keine Arbeit ist." [18]

Um zur Kontemplation zu gelangen - und damit "die höchste Verheißung im Menschen" zu erfüllen -, müssen wir letztlich Muße genießen. Muße in dem hier verwendeten Sinne ist "eine geistige und seelische Haltung - sie ist nicht einfach das Ergebnis äußerer Faktoren, sie ist nicht das unvermeidliche Resultat von Freizeit, Urlaub, Wochenende oder Ferien."[19]

Im Gegenteil:

"Sie ist in erster Linie eine Geisteshaltung, ein Zustand der Seele... Verglichen mit dem ausschließlichen Ideal der Arbeit als Tätigkeit impliziert die Muße... eine Haltung der Nicht-Tätigkeit, der inneren Ruhe, der Stille; sie bedeutet, nicht 'beschäftigt' zu sein, sondern die Dinge geschehen zu lassen.

"Muße ist eine Form des Schweigens, jenes Schweigens, das die Voraussetzung für das Erfassen der Wirklichkeit ist: Nur wer schweigt, hört, und wer nicht schweigt, hört nicht... Denn Muße ist eine rezeptive Geisteshaltung, eine kontemplative Haltung, und sie ist nicht nur die Gelegenheit, sondern auch die Fähigkeit, sich in die ganze Schöpfung zu vertiefen. [...]

"Muße ist nicht die Geisteshaltung derjenigen, die aktiv eingreifen, sondern derjenigen, die für alles offen sind; nicht derjenigen, die zupacken und festhalten, sondern derjenigen, die die Zügel loslassen und selbst frei und leicht sind... Wenn wir unseren Geist wirklich kontemplativ auf einer knospenden Rose, auf einem spielenden Kind, auf einem göttlichen Geheimnis ruhen lassen, sind wir ausgeruht und belebt wie in einem traumlosen Schlaf. Oder wie es im Buch Hiob heißt: "Gott schenkt Lieder in der Nacht" (Hiob 35,10). Außerdem ist es seit jeher ein frommer Glaube, dass Gott seine guten Gaben und seinen Segen im Schlaf sendet. Und auf dieselbe Weise besuchen seine großen, unvergänglichen Eingebungen den Menschen in den Momenten der Muße"[20].

Leider ist diese höhere, intuitive Form des Wissens genau das, was unsere moderne Lebensweise extrem schwierig zu erreichen macht.[21] Eine der philosophischen Wurzeln des modernen Ansatzes - wie so vieler moderner Irrtümer - ist in der verzerrten Psychologie und Philosophie von Immanuel Kant zu finden, wie Pieper erklärt:

"Kant zum Beispiel hielt Wissen für ausschließlich diskursiv, also für das Gegenteil von rezeptiv und kontemplativ; und seine Meinung zu diesem Punkt ist vor kurzem als 'die dogmatischste Annahme der kantischen Erkenntnistheorie' bezeichnet worden. Nach Kant verwirklicht sich die Erkenntnis des Menschen im Akt des Vergleichens, Untersuchens, In-Beziehung-Setzens, Unterscheidens, Abstrahierens, Folgerns, Beweisens - allesamt aktive Formen der intellektuellen Anstrengung. Wissen, das geistige, intellektuelle Wissen des Menschen (so die These Kants) ist Tätigkeit, ausschließlich Tätigkeit"[22].

Die Vorstellung, dass alles Wissen das Ergebnis der eigenen intellektuellen Arbeit des Menschen ist, ist, wie Pieper anmerkt, unvereinbar mit der Vorstellung von Wissen als Geschenk:

"[D]ie höchste Form der Erkenntnis kommt dem Menschen wie ein Geschenk - die plötzliche Erleuchtung, ein Geniestreich, wahre Kontemplation; sie kommt mühelos und ohne Mühe. Bei einer Gelegenheit spricht der heilige Thomas in einem Atemzug von Kontemplation und Spiel: 'wegen der Muße, die mit der Kontemplation einhergeht', ist die göttliche Weisheit selbst, wie die Heilige Schrift sagt, 'immer im Spiel und spielt in der ganzen Welt'. (Spr 8,30)"[23]

Die Unfähigkeit, die Gabe der intuitiven Erkenntnis zu empfangen, lässt den Menschen verarmen und unfähig sein, das, was ist, wirklich zu begreifen. Sie verschließt den Menschen vor Gott und der Schöpfung, die von ihm spricht:

Schaut euch den "Arbeiter" an, und ihr werdet sehen, dass sein Gesicht von Anspannung und Spannung gezeichnet ist, und diese sind bei dem "intellektuellen Arbeiter" noch ausgeprägter. Das sind die Zeichen jener immerwährenden Tätigkeit (die alles andere ausschließt), von der Goethe sagt, dass sie "im Bankrott endet". Es sind die Zeichen der intellektuellen Sklerose, die mit der Unfähigkeit zu empfangen und zu akzeptieren einhergeht, mit der Verhärtung des Herzens, das sich weigert, etwas zu ertragen"[24].

Die Muße als Voraussetzung der Kontemplation

In der modernen Welt wird die Muße als etwas angesehen, das notwendig ist, damit der Mensch wieder zu Kräften kommt und bereit ist, wieder zu arbeiten. Für diejenigen, die alt werden, wird die Muße, oder besser gesagt der "Ruhestand", als Belohnung für viele Jahre produktiver Arbeit gerechtfertigt. Muße um ihrer selbst willen zu suchen, scheint gleichbedeutend mit Müßiggang zu sein. Schlimmstenfalls sehen unsere Zeitgenossen Freizeit als: "ein anderes Wort für Faulheit, Müßiggang und Trägheit"[25].

Es mag einige Leser überraschen - aber hoffentlich nicht an diesem Punkt unserer Überlegungen -, dass die authentische Auffassung von Muße eine ganz andere ist. Pieper schreibt:

"Auf dem Höhepunkt des Mittelalters war man im Gegenteil der Meinung, dass Faulheit und Unruhe, 'Muße', die Unfähigkeit, die Muße zu genießen, eng miteinander verbunden sind; Faulheit wurde als Quelle der Unruhe und als letzte Ursache der 'Arbeit um der Arbeit willen' angesehen."[26]

Er fährt fort:

"Es mag paradox erscheinen, wenn man behauptet, dass die Unruhe, die einer fanatischen selbstmörderischen Aktivität zugrunde liegt, aus dem Mangel an Handlungswillen resultiert".

Das kann man jedoch verstehen, wenn man das wahre Wesen der Hauptsünde der acedia verstanden hat. Diese wird im Englischen gewöhnlich mit Faulheit übersetzt, aber ihre wahre Bedeutung ist eine andere als die, die wir gemeinhin unter diesem Wort verstehen. Pieper erklärt:

"In erster Linie bedeutet acedia nicht den 'Müßiggang', den wir uns vorstellen... Müßiggang bedeutet nach mittelalterlicher Auffassung, dass der Mensch es vorzieht, auf die Rechte oder, wenn man so will, auf die Ansprüche zu verzichten, die zu seiner Natur gehören. Mit einem Wort, er will nicht so sein, wie Gott ihn haben will, und das bedeutet letztlich, dass er nicht das sein will, was er im Grunde genommen ist.  Acedia ist die 'Verzweiflung an der Schwäche'... Metaphysisch und theologisch bedeutet der Begriff der Acedia, dass der Mensch letztlich nicht die Zustimmung seines Willens zu seinem eigenen Sein gibt; dass er hinter oder unter der dynamischen Aktivität seiner Existenz noch nicht mit sich selbst eins ist"[27].

Wenn der Mensch sich weigert, so zu sein, wie Gott ihn geschaffen hat, wenn er sich weigert, sich der in der Schöpfung angelegten Ordnung und dem Naturgesetz anzupassen, das ihn zu seinem eigentlichen Ziel führt, kann er nicht mit sich selbst im Reinen sein und keine wahre Muße genießen. Diese Unfähigkeit, er selbst zu sein, führt zur Verzweiflung: "was darauf hinausläuft zu sagen, dass Verzweiflung und Unfähigkeit zur Muße Zwillinge sind."[28]

Öffnet sich der Mensch hingegen der wahren Muße, so wird er seine Fähigkeit, die Wirklichkeit der geschaffenen Natur zu erfahren, wiedererlangen. Wie also kann die moderne Welt zur Muße und damit zur Vernunft zurückkehren?

Die Muße darf nicht aus utilitaristischen Gründen gesucht werden

An dieser Stelle unserer Diskussion muss ein entscheidender Punkt angesprochen werden. Die Art von Muße, die wir - in Anlehnung an Pieper - beschreiben, ist etwas, das dem Utilitarismus grundsätzlich entgegengesetzt ist:

"[L]eisure steht im Gegensatz zum exklusiven Ideal der Arbeit qua sozialer Funktion. Eine Unterbrechung der Arbeit, sei es für eine Stunde, einen Tag oder eine Woche, ist immer noch Teil der Arbeitswelt. Sie ist ein Glied in der Kette der utilitaristischen Funktionen. Die Pause wird um der Arbeit willen und um der Arbeit willen gemacht, und der Mensch erfrischt sich nicht nur von der Arbeit, sondern für die Arbeit."

Echte Freizeit ist etwas ganz anderes. Sie steht außerhalb und jenseits bloßer Zeiten des "Nicht-Arbeitens". Sie ist in der Tat eine höhere Ordnung des Lebens, die auf Kontemplation ausgerichtet ist:

"Es geht auch darum, dass er weiterhin fähig ist, das Leben als Ganzes und die Welt als Ganzes zu sehen; dass er sich selbst erfüllt und in den vollen Besitz seiner Fähigkeiten kommt, angesichts des Seins als Ganzes.

"Das ist der Sinn, in dem die Kräfte, die notwendig sind, um die Muße zu genießen, zu den grundlegenden Kräften der menschlichen Seele gehören. Wie die Gabe der Kontemplation, in der sich die Seele in das Sein vertieft, und die Fähigkeit, den Geist und das Herz zu erheben und im vollen religiösen Sinne des Wortes zu 'feiern', ist die Muße die Kraft, über die alltägliche Welt hinauszutreten und dabei die übermenschlichen lebensspendenden Kräfte zu berühren, die uns fast nebenbei für die alltäglichen Aufgaben erneuern und beleben."[29]

Pieper schlussfolgert:

"Nur in und durch die Muße öffnet sich das 'Tor der Freiheit', und der Mensch kann dem geschlossenen Kreis jener 'latenten Furcht und Angst' entkommen, die ein scharfsichtiger Beobachter als Kennzeichen der Arbeitswelt erkannt hat"[30].

Die göttliche Anbetung als einzige Grundlage der wahren Muße 

Wir haben gesehen, dass die Muße ihrem Wesen nach nicht auf Nützlichkeit abzielt, sondern den Menschen aus den alltäglichen Sorgen herausführt zu einer höheren Form des Wissens, die wir Kontemplation nennen. Bei der Muße geht es nicht um Nützlichkeit, sondern um die "Feier" des Seins selbst und damit letztlich Gottes. Pieper stellt fest:

"Die Seele der Muße, so kann man sagen, liegt in der 'Feier'. Das Feiern ist der Punkt, an dem drei Elemente der Muße zusammenkommen: die Mühelosigkeit, die Ruhe und die Entspannung und ihre Überlegenheit über alle und jede Funktion. 

"Wenn aber das 'Feiern' der Kern der Muße ist, dann kann die Muße nur auf derselben Grundlage wie das Feiern eines Festes ermöglicht und gerechtfertigt werden: und diese Grundlage ist der Gottesdienst."[31]

Es ist im Gottesdienst (göttlichen Dienst) so:

"[Ein] bestimmter Zeitabschnitt wird von den Arbeitsstunden und -tagen abgetrennt, eine begrenzte Zeit, die besonders abgegrenzt ist - und wie der dem Tempel zugewiesene Raum nicht benutzt wird, allen rein utilitaristischen Zwecken entzogen ist. Jeder siebte Tag ist eine solche Zeitspanne: das ist ein Fest, und das ist sein einziger Ursprung und seine einzige Rechtfertigung."[32]

Es ist diese Art von heiliger Zeit, für die die Moderne keinen Platz hat:

"In der Welt der 'totalen Arbeit' kann es keinen Raum geben, der prinzipiell nicht genutzt wird, kein Grundstück, keine Zeit, die dem Gebrauch entzogen ist. In der Welt der 'totalen Arbeit' gibt es in der Tat weder Raum für die göttliche Anbetung noch für ein Festmahl: denn die Welt des 'Arbeiters', die Welt der 'Arbeit' beruht allein auf dem Prinzip der rationalen Nutzung. [...]

"Getrennt von der Sphäre der göttlichen Verehrung, des Kultes des Göttlichen und der Kraft, die es ausstrahlt, ist die Muße ebenso unmöglich wie die Feier eines Festes. Getrennt von der Verehrung des Göttlichen wird die Muße zur Faulheit und die Arbeit unmenschlich. [...]

"Die Feier der göttlichen Anbetung ist also die tiefste der Quellen, aus denen die Muße gespeist wird und lebendig bleibt - obwohl man bedenken muss, dass die Muße alles umfasst, was, ohne nur nützlich zu sein, ein wesentlicher Teil einer vollen menschlichen Existenz ist."[33]

Der Mensch muss die Güte, die Wahrheit und die Schönheit der Schöpfung dankbar annehmen, und "wie die Heilige Schrift uns sagt, dass Gott am siebten Tag ruhte und sah, dass 'das Werk, das er gemacht hatte', 'sehr gut' war, so ist es auch die Muße, die den Menschen dazu bringt, die Wirklichkeit der Schöpfung anzunehmen und sie so zu feiern"[34].

Das heilige Messopfer als einzige Grundlage der wahren Muße

"Und es wurden vollendet der Himmel und die Erde und alles, was sie ausmacht. Und am siebten Tag vollendete Gott sein Werk, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte.  Und er segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen und gemacht hatte." (Gen 2: 1-3)

Um sich vor Unmenschlichkeit und Verzweiflung zu retten, muss der Mensch zur Besinnung und zur Anbetung Gottes zurückkehren.

Doch welche Form der Anbetung soll er wählen? Kann er eine neue Religion gründen, die den Bedürfnissen der modernen Zeit entspricht?

Diese Frage muss entschieden verneint werden, denn "es liegt in der Natur der religiösen Verehrung, dass ihr Ursprung in einer göttlichen Ordnung liegt", weshalb es unmöglich ist, "zu erwarten, dass eine echte religiöse Verehrung, ein cultus, auf rein menschlichen, von Menschen gemachten Grundlagen entsteht"[35].

Es kann "kein Fest geben, das nicht letztlich von der göttlichen Anbetung lebt", und alle Versuche seit der Französischen Revolution, neue Formen der Festlichkeit zu schaffen, sind an den Bedürfnissen der Menschen gescheitert: 

"[F]estivität ist nur dort möglich, wo der Gottesdienst noch ein lebendiger Akt ist - und nichts zeigt dies so deutlich wie der Vergleich zwischen dem lebendigen und zutiefst traditionellen Festtag, der seine Wurzeln im Gottesdienst hat, und einer jener wurzellosen Feiern, die sorgfältig und unvorbereitet vorbereitet werden und so künstlich sind wie ein Maibaum."[36]

Wir müssen also die Religion und den religiösen Gottesdienst suchen, die göttlich begründet sind. Sie allein bietet die Grundlage für wahre Muße, für wahre Kontemplation und für die endgültige Anschauung Gottes. Pieper schreibt:

"Der Gottesdienst ist vorherbestimmt - oder es gibt ihn gar nicht. Es kann nicht darum gehen, eine Religion zu gründen oder einen religiösen Kultus einzuführen. Und für den Christen gibt es natürlich keinen Zweifel: post Christum gibt es nur eine einzige, wahre und endgültige Form der Feier des Gottesdienstes, das sakramentale Opfer der katholischen Kirche... ein Opfer inmitten der Schöpfung, das durch dieses Opfer des Gottmenschen bekräftigt wird".

Das heilige Messopfer ist das einzige Heilmittel gegen das überwältigende Elend und die Verzweiflung des modernen Menschen. Nur die Messe kann den Menschen wirklich frei machen:

"In der Muße, so wurde gesagt, überschreitet der Mensch die Grenzen der alltäglichen Arbeitswelt, nicht in äußerer Anstrengung und Belastung, sondern wie in Ekstase versetzt... Niemand soll auch nur einen Augenblick glauben, dass dies eine private und romantische Interpretation ist. Die Kirche hat auf die Bedeutung der Inkarnation des Logos mit denselben Worten hingewiesen: ut dum visibiliter Deum cognoscimus, per hunc in invisibilium amorem rapiamur, damit wir durch die Sichtbarkeit des ersten und letzten Sakraments, der Inkarnation, in die Liebe zur unsichtbaren Wirklichkeit hineingerissen werden.

"Unsere Hoffnung ist nun, dass der wahre Sinn der sakramentalen Sichtbarkeit in der Feier des christlichen cultus in dem Maße offenbar wird, wie es nötig ist, um den Menschen in uns, der 'zur Arbeit geboren' ist, aus sich selbst herauszuziehen, und ihn aus der Mühsal des Alltags in die Sphäre des unendlichen Urlaubs zu ziehen, und ihn aus der engen und begrenzten Sphäre der Arbeit und der Mühe in das Herz und die Mitte der Schöpfung zu ziehen."[37]

[1] Josef Pieper, Leisure the Basis of Culture, trans. Alexander Dru, (englische Ausgabe, London, 1952), S. 66.

[2] Pieper, s.o., S. 66.

[3] Pieper, s.o., S. 41-42.

[4] Pieper, Freizeit, S. 42. Das abschließende Zitat stammt vom heiligen Thomas von Aquin, ST II.II q. 141 a. 5.

[5] II.II q.123 a. 12.

[6] II.II q. 27. a. 8.

[7] Zitiert in Pieper, s.o., S. 26.

[8] Aristoteles, Nichomacheanische Ethik, Buch X.7, trans. W.D. Ross.

[9] Aristoteles, Metaphysik, Buch I, Zeile 1.

[10] I. q. 94 a.1.

[11] I. q. 94 a.1.

[12] I. q. 94 a.1.

[13] St. Thomas zitiert von Robert Brennan O.P., Thomistic Psychology: A Philosophic Analysis of the Nature of Man, (New York, 1941), S. 197.

[14] Pieper, s.o., S. 33.

[15] Der heilige Thomas, Quaestiones disputate de veritate, zitiert in Pieper, Freizeit, S. 35.

[16] Pieper, s.o., S. 34.

[17] Pieper, s.o., S. 35.

[18] Pieper, s.o., S. 35.

[19] Pieper, s.o., S. 51-52.

[20] Pieper, s.o., S. 53-54.

[21] Die Arbeit des Neurowissenschaftlers Iain McGilchrist ist hier besonders relevant. Er diagnostiziert den Zustand des modernen Menschen als ein Ungleichgewicht zwischen der rechten und der linken Gehirnhälfte. Seine Arbeit kann auch durch die Linse der beiden Arten des Intellekts verstanden werden. Siehe Iain McGilchrist, Der Meister und sein Abgesandter: The Divided Brain and the Making of the Western World, (2. Auflage, 2019).

[22] Pieper, s.o., S. 32.

[23] Pieper, s.o., S. 41.

[24] Pieper, s.o., S. 36-37. 

[25] Pieper, s.o., S. 48.

[26] Pieper, s.o., S. 48.

[27] Pieper, s.o., S. 49.

[28] Pieper, s.o., S. 51.

[29] Pieper, s.o., S. 57.

[30] Pieper, s.o., S. 57.

[31] Pieper, s.o., S. 71.

[32] Pieper, s.o., S. 73.

[33] Pieper, s.o., S. 75-76.

[34] Pieper, s.o., S. 55.

[35] Pieper, s.o., S. 79.

[36] Pieper, s.o., S. 72.

[37] Pieper, s.o., S. 80-81.




Leben wir in der "spätrömischen Dekadenz"?

Immer wieder hört man unserer Tage, dass wir uns in Zeiten „spätrömischer Dekadenz“ - man erinnert sich an Westerwelle idZ - befänden. Hierzu gibt es mE nach 3 Szenarien:

1) Das Dictum stimmt, und wir gehen den Bach runter. Aber was ist mit dem kostbaren Erbe, das wir für die Welt übergeben / geliehen bekommen haben? Wie wird es weitergegeben? 
2) Das Dictum stimmt nicht, und wir kehren noch um. Dann aber wann, wenn nicht jetzt, kehren wir UM? Umkehr ist radikal, mit allem. Nicht lauwarm...
3) Wir leben in der Endzeit - und der Herr kommt noch in unseren Lebzeiten zurück. Wow… Und dann gilt das Folgende erst recht.

Nämlich was? Ich finde, es gibt in jedem Fall nur eine Antwort: Alles JETZT in die Waagschale werfen.  Ohne Rücksicht auf Reserven und „die Zukunft“, die in jedem Szenario so (Szenario 2: noch) gar nicht existiert. Das hat nämlich niemand von denen, die ich kenne (Ausnahme vielleicht Pater Paulus und solche), bislang getan. Alle haben erhebliche Reserven - Reichtümer im Sinne des Gleichnisses des jungen, reichen Mannes, der dann traurig wegging. Ich auch. Und wir zerbrechen uns den Kopf, wie wir sie in’s Trockene kriegen. Wofür? In keinem der Szenarien macht das ja Sinn... 

Wir alle haben immer noch (mehr denn je?) immensen Reichtum - materiell aber auch an Gaben und Freiheit, die uns große Bequemlichkeit und Eigensinn erlauben. Wir alle haben eine Einsicht und einen Ruf - und folgen auch... vorausgesetzt wir dürfen X oder Y behalten... Aber daran könnte es wohl scheitern. Und X und Y werden wir trotzdem verlieren. Alles. Wir können es geben. Oder behalten und verlieren. Unser ganzes Milieu will weiter die Behaglichkeit unserer bisherigen Leben genießen. Aus Naivität, "Klugheit“, Faulheit oder Feigheit. Wahrscheinlich eine verwirrte Mischung. 

Und da ist das Dictum von der quasi naturgesetzlichen „Dekadenz“ so verdammt praktisch… Denn dann können wir es einfach ausgleiten lassen. Wie ein Segelflieger, bis wir dann irgendwann bequem landen. Ich denke, wir müssen sofort landen und am Boden weiterkämpfen. Denn wir werden in den nächsten Jahren so oder so abgeschossen! Semper ubi ignis - ich wünschte es würde (in mir und uns) schon brennen...


Thursday, October 28, 2021

Ein persönlicher Blick auf die Kirche

Ich möchte Dir gerade noch einige Zeilen zur Kirche schreiben. Weil ich gerade wieder - überglücklich über meine zT übernatürlichen Begegnungen dort - von dort wiederkomme. Nun kann man das alles verlachen, habe ich vielleicht auch einmal. Aber, das was ich erlebe, ist aus meiner Sicht einfach echter und authentischer gut, wahr, schön als alles andere. Nun zeigt sich das von außen oft nicht so. Und erst recht nicht aus der Entfernung. Die Kirche ist vielleicht für die einen von weitem ein Riese, für die anderen ein Monster. Doch alle, die ich drinnen kenne, wissen, dass beides nur Anschein ist. Und dass drinnen der Friede, das Glück und die bedingungslose Liebe für alle wartet (auch für jene, deren Glaube grausam drinnen missbraucht wurde, gibt es sie). Es gibt Vergebung, wie man sie sonst nicht findet. Gleichheit, wie man sie nirgends sonst kennt. Freiheit, nicht alles zu tun, was man will - aber alles zu sagen, zu denken und zu tun, was gut für einen selber ist. Diese Freiheit findet man nirgendwo sonst so.

Ich wollte nicht Google oder die Digitalisierung „dissen“. Absolut nicht. Ich habe kein Urteil darüber. Allerdings auch kein einfach unbesehen positives. Ich habe zu wenig Erfahrung damit. Und keinen Lust und Zeit grundlegend anderes zu suchen, weil ich das Glück schon vor meiner Nase habe. Ich habe keine Zeit mehr, noch einmal rauszulaufen. Ich war fast 30 Jahre da draußen. Habe alles gesehen, was ich sehen wollte - und mehr als das. Und habe nur - und immerhin eins - gefunden: Die Liebe, die mich nicht verlässt. Auch nicht, wenn ich hässlich und sündig bin.

Denn sicher ist die Kirche nicht perfekt. Weit entfernt. Aber sie ist eben aus Menschen wie mir - und auch noch schlechteren (und zum Glück besseren) gebaut. Was hätte ich auch schon in einer „perfekten Kirche“ verloren. Da kann ich gar nicht dazu gehören. Und niemand sonst eigentlich. Sie wäre also sinnlos. Nur zum Staunen am Himmel aufgehängt. Da hängt aber schon eine Sonne. Die Kirche ist die Sonne auf Erden, und wie alles auf Erden NICHT perfekt. Sondern nur der Ort, an dem ich in meinem Leben mehr Gutes, mehr Schönes, mehr Wahres erlebt, gehört, empfangen habe, als überall sonst ZUSAMMEN. Der Ort, von dem ich aufsteigen kann, wo ich überhaupt auf die Leite komme...

So einfach ist das. Das will ich niemandem aufzwingen. Aber mein Herz ist so voll davon, dass es eben manchmal wie bei einem zu voll gestrichenen Marmeladenbrot an den Seiten rausquillt. Das tut mir leid, aber nicht zu sehr. Denn mit Marmelade fängt man Fliegen. ;-)

Was die CDU jetzt noch tun kann

Meine Gedanken und Anliegen sind folgende:

1) Allgemein

Wir dürfen den Kairos des Wechsels, insb. des Abgangs von Frau Dr. Merkel und des Verlustes der Macht nicht vergeuden. Jetzt ist die Chance, nach 16 Jahren Stillhaltens zum Zweck des Festhaltens an der Macht, gemeinsam und ohne bösen Willen, aber doch ernsthaft, nüchtern und realistisch über die großen Entscheidungen der letzten 16 Jahre zu diskutieren, Rechenschaft einzufordern und abzulegen - und hierbei alle Meinungen voll anzuhören.

2) Konkret bezieht sich dies insbesondere auf:

Euro-Rettungs-Versuche und ihre Auswirkungen u.a. auf die Inflation und Steuergerechtigkeit in D/EU.
Den Atomausstieg und die sog. „Energiewende“ - inkl. der Vorreiterrolle im Bereiche Klimapolitik.
Die Grenzöffnung von 2015, inkl der Vorstellungen zu Integration von (großteils moslemischen) Migranten
Die Staatsverschuldung, Wachstum der Staatsquote und Bürokratie, Auswirkungen auf Staatslegitimation, Rechtsstaat, Wirtschaft, Renten, soziale Gerechtigkeit, etc.
Die gesamte Corona-Politik
Die Außen- und Sicherheitspolitik, insb. Zukunft der EU, Brexit, Zustand der NATO und der Bundeswehr, Verhältnis zu Russland, China und der Türkei
Desweiteren die Anpassung an neo-marxistische Spaltungsideologien wie Identitätspolitik, Gender, Quoten - insb. in der CDU selber, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, etc. - und die Besinnung auf Vernunft, Leistung, christliches Menschenbild und Soziallehre
Das Verhältnis zu anderen Parteien und Partei-Organisationen 

Hierbei müssen wir möglichst viel Sachverstand aus der Partei und außerhalb motivieren, aktivieren und einbeziehen. Und endlich wieder so eine Art Programm und Richtung / Ziele formulieren.

Sehr gerne würde ich Ihnen meine Gedanken in einem persönlichen Gespräch weiter ausführen. Hierzu sind bspw die monatlichen BKU-Unternehmergespräche, die wir im International Club Berlin durchführen. Das nächste Treffen ist am 9.11. um 1215h. Gerne würde ich Sie hierzu einladen.

Jetzt geht es los. Alle Christdemokraten müssen sich, glaube ich, der eigene Verantwortung für die aktuelle Situation bewusst werden. Eine Republik und ein Rechtsstaat können ja ohne persönliche Tugend gar nicht existieren. Die Lösung unserer Probleme wird also zunächst ohnehin nicht in der politischen sondern der individuellen Sphäre liegen, wo ja auch ihre Ursachen herrühren.


Saturday, October 23, 2021

Angela Merkels Vermächtnis

Eine These, die mir einfiel, als ich heute durch die Ausstellung der rheinischen Expressionisten (1909-1914) in der Bundeskunsthalle ging. Sie lautet: 

1. Ich werde auf Merkel zurückblicken wie auf eine Art Reichskanzler von Bethmann-Holweg, über den ich (an der Harvard Divinity School ausgerechnet) meine zweite Magisterarbeit geschrieben habe. Vermutlich habe ich das Vor-Urteil bislang, dass es sich bei Bethmann um einen edleren Menschen handelte als bei der Frau aus der Uckermark. Aber gleich wie sie, war ihm die Niederung (auch der eigenen Herkunft im Vergleich zum Umfeld) zuwider. Eine sozial behindernde Misanthropie wie bei Merkel hatte er zwar nicht. Er war kosmopolitisch gebildet, doch auch nicht stark in Beziehungen zum Menschen. Im Ergebnis meiner damaligen Gedanken blieb höchste Ambivalenz angesichts Kriegsausbruch und Kriegsführung (Stichwort: Gaskrieg, U-Boot-Krieg / Kriegseintritt USA, von der Heeresleitung - den „Experten“ - als „alternativlos“ deklariert), die er mit zu verantworten hat. Ähnlich geht es mir bei Merkel: Sie hat unter Abspielen von Liedern über die Vernunft und praktische Aspekte entscheidende Weichen in unserem Staatswesen und in unserer Politik verstellt - und eine Schieflage zumindest mit verursacht, die das Ende der aktuellen Republik bedeuten kann. 

 2. Beispiele für diese Entscheidungen: Mit der „Kriegskanzlerin" Merkel ist Deutschland in aussichtslose, weil nicht gewinnbare, kriegsähnliche Zustände hineingetaumelt, die dieses verwöhnte und bequeme Volk bis an die Leistungsgrenze spannt. Da meine ich gar nicht einmal das geradezu symbolische Afghanistan-Experiment-Ende. Was Merkel zumindest mitzuverantworten hat, sind die großen Schlachten Deutschlands der Jahre seit 2009-21. Die Stabilität der Zeit lege ich dabei als „Stellungskrieg“ relativ aus - die Sehnsucht nach „Stabilität"- statt nach Wahrheit und Gerechtigkeit - als Symptom des Krisengefühls und Angst vor dem Aufwachen. Diese Schlachten sind u.a.: Euro-Schulden-Kampf und das Russische Roulette zunehmender Energieunsicherheit, das Zuwanderungs-Chaos, die einseitigen Klima- und Corona-Offensiven in den "freien Raum“ - bei gleichzeitiger unilateraler Abrüstung Deutschlands - militärisch und infrastrukturell. 

3. Das alles, ohne irgendeine Klarheit, was genau das realistische Ziel ist (Annexion Belgiens ist es jedenfalls nicht, Lebensraum ist Osten ist ebenfalls kein solches Ziel, wie wir festgestellt haben…), was Kosten sein werden (finanzielle, politische, soziale, wirtschaftliche), ohne zu wissen, wer mit und wer eigentlich genau gegen uns kämpft (Briten, Franzosen, Italiener - Feinde oder Freunde? USA?? Russland, China??). Wer vermag es zu sagen? In welcher fremden Staatsspitze hätten wir noch einen Freund - egal, ob das alles böse Buben sein mögen? Alles, was sie angestoßen hat, wird mE scheitern. Euro-Rettung, EU-wasauchimmer, Energiewende, Klima-Vorreiterrolle und Atom-Ausstieg, you name it. Und dabei ist zugleich der soziale Frieden durch Corona, Rentenabbau und Inflation immer mehr bedroht. 

4. Das alles geschah zunehmend autoritär, alternativlos und zT auf Kommando einer Heeresleitung wie weiland Hindenburg und Ludendorff (Drosten und Lauterbach meinetwegen, oder IPCC). Und wie in jedem „Krieg“ ist die Wahrheit das erste Opfer und die Lüge bzw auch die gutwillige Unwahrheit der wahre Feind. Folglich diskutieren wir kaum noch etwas, ausser dem Vollzug von Maßnahmen — dem „Wie“. "Was, warum, wozu?“, kaum noch. Alternativlos. Deterministisch. Marxistisch eigentlich. Wir quittieren Exekutiv-Entscheidungen mehr oder weniger willig. That’s all. Das alles geht mit auf das Konto dieser ex-kommunistischen Funktionärin. Und entspricht vielleicht sogar dem lehmig-staubigen Charakter „des deutschen Volkes“, das sich in seiner Masse mit Republik und Parlament schon immer etwas schwer getan hat, weil sie persönliche Verantwortung und Tugend verlangen. Wie zu Zeiten Bethmann-Holwegs auch. 

5. Nun ist das alles nicht „ihre Schuld“. Ganz klar. Man darf die Rolle nicht überbewerten. Die Rolle ist groß, die Frau war klein. Wir alle haben dabei gestanden. Und wer weiss, in jedem Niedergang und Ende steckt auch immer schon eine Aufstiegsgelegenheit und ein Neubeginn. Bis auf beim letzten Ende. Damit rechne ich für die nächsten 5 Jahre nicht. Daher freue ich mich darauf, diese noch mit Euch in dieser und anderen Diskussionen zu verbringen. Gestern hatten wir ein Beispiel dafür, wie gut eine offene und kritische Diskussion tun. VALERE!

Thursday, October 31, 2019

All Hallows' Eve

Ich liebe die Nächte der fallenden Nebel, die durch die Kronen der Bäume sinken und die kalten Hände des Frostes an ihre Stämme legen. Und an unsere Herzen. Ich liebe die klare Luft, die ohne Schatten die Kamine der Brust durchfegt wie eine Bürste aus Kristall. Ich liebe den Raureif, den die Kälte der feuchten Luft fallen lässt, wie knuspriges Krokant, das im milchigen Mondlicht schimmert wie silberner Sand. Dies sind die Nächte, wo die Feuer eines heißen Sommers ausbrennen, und wo doch die kleinste noch glimmende Glut mehr zu wärmen vermag als ein Scheiterhaufen des sommerlichen Übermutes der Sonne. Diese Nächte, in denen einst ehrgeizige Vorsätze fallen wie die letzten Blätter, und die Äste leer zurücklassen - und die Zweige zitternd im Wind. In denen die Natur und der Stolz gemeinsam in’s Grab steigen - und nur die reine Hoffnung übrig bleibt auf einen Frühling und ein Auferstehen.

Tuesday, August 06, 2019

Die Zeit

Die Zeit hat drei Geschwindigkeiten... Langsam wie eine auf dem Ozean rollende Welle kommt die Zukunft daher, pfeilschnell fliegt die Gegenwart vorbei, still steht die Vergangenheit...

Sunday, August 04, 2019

Würden wir das tun?

"Ich würde bis an die Grenzen der Erde gehen, um einen Menschen für Christus zu gewinnen", so beschrieb Maria Magdalena Postel (1756-1846 - Gründerin der Kleinen Schwestern der Barmherzigkeit) einmal ihre Überzeugung. Und wir... Was würden wir tun??? 10 Euro spenden?

Friday, August 02, 2019

Wir können nicht mehr

Der berühmte französische Flieger Antoine de Saint-Exupéry hat einmal in einem Brief an seinen General geschrieben: „Es gibt nur ein einziges Problem in der Welt. Wie kann man den Menschen eine geistige Bedeutung, eine geistige Unruhe wiedergeben; etwas auf sie herniedertauen lassen, was einem gregorianischen Gesang gleicht? Sehen Sie, man kann nicht mehr leben von Eisschränken, von Politik, von Bilanzen und Kreuzworträtseln. Man kann es nicht mehr.“

Saturday, May 25, 2019

Heutzutage - Wille ohne Gnade

Es ist doch das eigenartige an unserer Zeit, dass unsere Philosophie den Menschen zugleich in die Mitte stellt, aber eben auch entwürdigt und zugetraut. Er ist da anscheinend alleine im Weltall - das Zentrum allen Handelns und die Quelle der Aktion. Menschlichem Willen wird fast alles zugetraut und zugleich zugemutet - auch so etwas wie das Anhalten des Klimawandels. Und dabei und dadurch wird er zugleich klein gemacht, fühlt sich angesichts des Anspruches an sich selber an seinen Willen ausgeliefert und überfordert. Ein Menschenbild, das den Menschen alleine im Weltall, als zufällig durch Evolution entstandenen Abkommen von Tieren betrachtet und sich eher mit Quallen und Schnecken vergleicht denn mit Engeln und Himmelsbewohnern… Dieser Zeit ist qua Evolution nur der eigene (winzige) Wille geblieben und die Idee der und die Hoffnung auf Gnade völlig abhanden gekommen… Das ist das wahre Leiden, das auch in so Videos wie Rezo und der armen Replik von Ziemiak zutage tritt und das sich in der Angst vor Klimawandel links und Migration / Islam rechts niederschlägt. Was dem einen nämlich seine Naturkatastrophe ist dem anderen die Überfremdung und der Zivilisationskampf - beides Götzen.

Friday, May 17, 2019

Ende des Endes der Geschichte - und der Party von 1989/90

Das Ende des Endes der Geschichte. Die Siegesfeiern im Westen von 1989/90 sind vorbei. Friedensdividende verfeuert. War ne gute Zeit. Aber jetzt geht das Licht an im Partykeller Europa... Die Eltern Amerika und digitale Revolution / Internet werden fremd... Grow Up Germany!

Denn sie wissen nicht, was sie tun

"Im Rahmen der umstrittenen Aktion „Maria 2.0“ hat die Fachschaft der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg an der Außenfassade der Universitätskirche ein Plakat angebracht, auf dem die Gottesmutter Maria unter der Überschrift „Maria 2.0“ in Form eines weiblichen Genitals dargestellt wird." - Diese Leute sind in ihrer Verwirrung und Empörung, dass „irgendetwas nicht stimmt“ ganz verrückt. Es stimmt am meisten nicht in ihrem Kopf und Herzen. Man kann über vieles reden, vielleicht sogar diskutieren, manchmal abstimmen. Aber über vieles dann irgendwann nicht mehr. Beim Marsch für das Leben sieht man Kreuze mit angenagelten Baby-Puppen. Über Kopf. Mit Tierblut übergossen… Da ist alles möglich, in den „Fachschaften“ und antifaschisten Zellen, extreme Feministinnen etc pp… So viele Wunden haben diese Leute, soviel Selbsthass, den sie auf andere projizieren… Wir müssen viel mehr beten um die richtige Sicht auf diese verletzten Schwestern und Brüder. Nicht alle Wunden sind ihre Schuld. Wir müssen sie verbinden...

Thursday, May 16, 2019

Die undemokratischen Wächter der Demokratie

Ist es nicht interessant und lustig, dass sich insbesondere relativ undemokratische Institutionen wie (öffentlich-rechtliche) Medien und Gerichte zum Wächter über die Demokratie in anderen Institutionen oder Gemeinschaften wie der Kirche aufschwingen? Selbst bei noch relativ demokratischen Institutionen (die immerhin von Zeit zu Zeit gewählt werden): Parlamenten - kann man nicht einmal von wirklich 100% Demokratie im eine puristischen Sinne ausgehen. Aber alles andere, ja unser ganzes System, ähnelt doch mehr einer feudalen Plutokratie als einer echten Demokratie. Also warum sollen Menschen, gerade in Zeiten von Unsicherheit und eines hohen Bedürfnisses nach Leitung und Verlässlichkeit, nicht freiwillig in Vereinigungen sein, die ganz offen zugeben, nun einmal nicht demokratisch verfasst zu sein. Warum müssen sie den "Demokratie-Wächtern" und ihren meist lauten Minderheitengruppen, die sie stützen, Rechenschaft ablegen? Und warum auch? Warum sollte man überall ein Prinzip der Mitbestimmung für Ungebildete, Verbrecher, Charakterlose durchsetzen, ohne zugleich deren Qualifizierung und Besserung zu fordern? Das erschließt sich nicht...

Gedankenfreiheit? Echt jetzt...

Es geht nicht um Gedankenfreiheit. Die Gedanken kann sowieso niemand kontrollieren. Es geht um REDE-Freiheit. Seine Gedanken auch äußern zu dürfen... Da zählt.

Tuesday, May 14, 2019

Eine zentrale Antwort auf die demographische Frage

In der demographischen Frage geht es doch nicht nur um Auswanderung (von Leistungsträgern) und Einwanderung (von Nicht-Leistungsträgern) bremsen. Wir haben ein mächtiges Problem. Und in diese Lage sind wir selber und sehend hineingeraten. Der wahre Schlüssel ist doch der: Wir müssten Frauen zur Mutterschaft animieren und inspirieren. Helfen, wenn sie nicht können. Lehren, wo sie nicht wollen. Aber wir tun und taten das Gegenteil… (Das selbe natürlich soweit anwendbar bei Männern und Vaterschaft)... Es geht letztlich nicht darum, zwanghaft Mutterschaft mit Erwerbsarbeit zu ersetzen, noch zu „verbinden", sondern um die (finanzielle und ideelle) Anerkennung der in Schwangerschaft, Geburt und Erziehung geleisteten Hingabe und Arbeit, die mehr zu unserer Zukunft beiträgt als Marketing, Call Center, irgendwelche Bürojobs und sonstiger Bullshit, der meist nur irgendeinen Konsum erlaubt und sich darin erschöpft. Davon hängt nicht unsere "heilige Wettbewerbsfähigkeit" ab. Und selbst wenn. Was würde sie nutzen, wenn es unseren Staat, unser Volk unsere Nation in 30 Jahren gar nicht mehr erkennbar gibt? Wir hätten Halt ein Leben lang vor uns hin gearbeitet und konsumiert. Bravo. Wir müssen endlich den Verführungen und der Anbetung des „Wohlstands-Gottes“ entsagen. Heute wieder in einer Talk Show gehört: "Ein Problem ist, dass Frauen die Kinder kriegen müssen.“ Das ist nur dann ein „Problem", wenn Frauen sich der Aufgabe nicht würdig / fähig zeigen… Aber so war das dort nicht gemeint. Nein, das ist ein Wunder und ein spezifisches Privileg - ebenso wie natürlich auch oft eine Last, eine Verantwortung und ein Opfer. Aber eine Gesellschaft kann nur so weit kommen, wie die Frauen (und Männer) ihre UNERSETZLICHEN PRIVILEGIEN und PFLICHTEN annehmen und leben. Wenn das nicht geschieht, geht Zukunft verloren. Und die Guten werden hoffnungslos und wandern aus - in die Innerlichkeit oder in’s Ausland. Das kann man nicht staatlich "bremsen"...

Friday, May 10, 2019

Himnos Akathistos

"Könnten wir dir selbst eben so viele Loblieder opfern, wie Sandkörner sind, Heiliger König, nichts vermochten wir zu vollenden, dem angemessen, was du uns geschenkt hast, die wir zu dir rufen: Halleluja, Halleluja, Halleluja!"

Was die Laien in der Kirche wirklich wollen...

Wir haben die Nase voll von Machtgerede und Identitäts-Ideologien. Auch wenn Kluge und Dumme, Weisse und Schwarze, Deutsche oder Nicht-Deutsche, Männer und Frauen, Gesunde und Behinderte, Große und Kleine unterschiedliche Berufungen und Aufgaben haben können, werden diese alle gleichwertig, wenn sie sich - dem Gleichnis der Körperteile gemäß - EINORDNEN unter Christus den KÖNIG - nicht, "den Vorsitzenden oder den Präsidenten..." Das ist etwas völlig anderes. Vater und Mutter sind ja auch nicht Vorsitzende von einem Staat oder Club, sondern die ELTERN einer Familie, ohne die es die Familie nachfolgend gar nicht gäbe!!! Da gibt es eine natürliche Autorität, in der alle, wenn sie sich einordnen, glücklich wachsen können und aufgehoben sind. Das Prinzip dieser Familie (Kirche) ist die Liebe, nicht die Macht, das Prinzip des Einander Dienens und SICH DIENEN LASSEN (oft schwerer...). DAS ist das besondere an der Kirche. Machtgerede und Abstellen auf Gender / Geschlecht, Alter, Rasse etc sind NICHT CHRISTLICH. Wir sind müde der darauf abgestellten, primitiven Weltsichten, die uns immer in Konflikt bringen und Mißtrauen säen. Wir wollen nicht, dass über Wahrheit und Strukturen „abgestimmt“ wird, insbesondere nicht von besonders undemokratischen Gremien - seien sie Bischofskonferenzen oder das ZDK. Schluss damit. Wir glauben an die Autorität der LIEBE. Wir glauben an das Evangelium, keine sonstigen Revolutionsprogramme menschlicher Herkunft. Solo Dios basta. Christus ist König.

Tuesday, May 07, 2019

Katholisch

Natürlich ist Jesus in den evangelischen Gemeinden präsent, je nachdem wie sehrEr angebetet wird. Aber nach meiner Erfahrung wird man in der katholischen Kirche immer ein bisschen mehr Jesus finden...

Friday, May 03, 2019

Die Objektivität der Sakramente als Anker des Glaubens

Ich wünschte, alle Christen hätten einfach die Sakramente, zu denen sie sich zumindest nur durch Willen von Zeit zu Zeit bewegen könnten. Oft schon habe ich nur dadurch meinen Glauben und meine Liebe am Leben erhalten… Sie sind ein solches Geheimnis, dass der Mensch sie mit dem Verstand und Gefühl gar nicht voll erfassen kann und willentlich gar nicht immer zustimmen muss - aber eben auch nicht durch subjektive Abneigung ganz abgehalten werden kann teilzunehmen… Es muss nur genug Wille da sein, UM HINZUGEHEN und ANZUNEHMEN. Das Subjektive, das innere "JA" hat immer zwei Seiten: Entweder erhebt es - oder es drückt nieder. Das Objektive, wenn es einmal geglaubt wird, ist in der Mitte, neutral, voller Frieden. So wie es Christus vermutlich eben auch gemeint und gewollt hat. Keine Aufwallung, aber eben auch keine innere Abneigung und deswegen Fernbleiben von der Kirche insgesamt, "weil man sich und anderen eben nichts vormachen will". Gott sei Dank!

Sozialstaat

Aus der NZZ vom 26.4. - gilt auch, oder noch mehr, für Deutschland: Die Debatte ist Ausdruck einer wachsenden Anspruchsmentalität. In der Schweiz gehörte es lange zum guten Ton, dass nicht jeder staatliche Leistungen bezieht, der darauf Anrecht hätte. Die Wirtschaftsprofessorin Monika Bütler sprach von Hemmungen, dank denen das grosszügige Sozialsystem finanzierbar geblieben sei. Der «Anstand» bröckle hierzulande aber ebenfalls, konstatierte sie. Tatsächlich gelten mittlerweile gerade in urbanen Kreisen Annehmlichkeiten wie subventionierte Kinderkrippen, verbilligte Krankenkassenprämien oder Wohnungen, natürlich an angesagter Lage, zusehends als Selbstverständlichkeit – und das auch unter Hochschulabsolventen, zu deren Ausbildung der Staat entscheidend beigetragen hat. Sicher, falsche Anreize und Schwelleneffekte mögen dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Leistung lohnt sich nicht mehr in jedem Fall. Doch die Entwicklung geht grundsätzlich in die falsche Richtung. Statt Schutz vor wesentlichen Risiken wie Altersarmut, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Invalidität zu bieten, wird der Sozialstaat zusehends umfassender definiert. Er soll nicht nur für gute Rahmenbedingungen sorgen, sondern auch individuelle Lebensentwürfe mitfinanzieren.

Wednesday, May 01, 2019

Joseph, oder: Väterliche Männlichkeit (im Gegensatz zu toxischer)

Unser Problem mit Missbrauch hat viele, viele Gründe. Zu viele, um sie alle in einem kurzen Impuls auch nur anzusprechen. Heute nehme ich einen Aspekt, der mir wichtig erscheint, heraus: Das Problem, der ungebundenen und damit verantwortungs-losen Männlichkeit. Sozusagen eine Männlichkeit, die das Vater-Sein ablehnt, oder nicht mehr Vater sein darf und soll. Beides geht Hand in Hand, oft befördert auch durch solche, die sich von der Autorität - in moderner Sprache: Der Macht - des Vaters befreien und emanzipieren wollen. Man hat vielfach das Kind, oder in diesem Fall: Den Vater - mit dem Bade ausgeschüttet. Was aber ist Vater-Sein bzw. väterliche Männlichkeit: Nicht nur etwas biologisches. Tatsächlich ist der Vater-Aspekt für das biologische Leben zwar existentiell aber nur punktuell (und oft gar nicht nötig - auch bei Joseph). Väterliche Männlichkeit beginnt das Neue / zeugt Leben, nimmt dann aber Leben und Verantwortung an, beschützt und erzieht es, und macht es weltoffen und Gott-orientiert. Sie erniedrigt und vermindert den Wert der Mütterlichkeit nicht. Im Gegenteil. Väterlichkeit gibt Mütterlichkeit in Gegenseitigkeit Sein, Sinn und Bestand. Wenn man die schützende Rolle des Männlichen zerstört, zerstört man seine Bindung, die ohnehin mangels der engen biologisch-natürlichen Bindung, die die Mütterlichkeit ausmacht, immer etwas geistiges und vorsätzliches hat. Vater-Sein ist außerhalb der Zeugung – und selbst da – ein Akt des Willens – und daher nicht zuletzt der Sinnhaftigkeit. Ein Akt der Entscheidung. Nicht zufällig ist der Hl Josef auch der Patron derer, die vor Entscheidungen stehen. Der Patron gegen Zweifel und Zaudern, Versuchung und Verwirrung. Ohne diese Bindung, ohne den Willensakt, der natürlich Motivation benötigt, bleibt nur das „Schaffen“, das „Neues Beginnen“. Rastlosigkeit und stets neuer Anfang, aber ohne Vollendung und Frucht, ohne Gestalt – wie der Satan selbst. Nimmt man auch die Hoffnung auf Vollendung (Sinn) weg, bleibt richtungslose Rastlosigkeit, was letztlich Wahn-Sinn ist („Bewegung ohne Richtung“). Das Gegenteil von väterlicher Männlichkeit ist also wahnsinnige Männlichkeit. „Jede aus ihrem Zusammenhang gerissene Tugend marodiert durch die Gegend wie eine Sünde“ (G.K. Chesterton). Es wird hier wohl klar, was einer der Gründe für Mißbrauch ist – und was auch seine Natur ist: Vaterlosigkeit. Diese ist nicht immer zufällig. Unsere gesellschaftliche Entwicklung hat unter dem Mythos der „Befreiung und Emanzipation“ sehr an der Abschaffung des Vaters (letztlich ja Gottes) gearbeitet. Viele Formen und Ausprägungen von Emanzipation lassen die Folgen, die ein Loslösen einer so großen und starken Kraft wie der Männlichkeit von (gegenseitigen) Bindungen hat, völlig außer Acht: So nicht zuletzt die Sexuelle Revolution mit ihren verschiedenen Stufen, die heute mit der pornographischen Flut eine neue Dimension erreicht hat, deren Folgen in Bezug auf Missbrauch wir noch nicht erkennen. Fest steht, dass Pornographie Missbrauch auf jeden Fall nicht „ersetzt“, sondern vielfach befördert, wie man nicht zuletzt an der großen Zahl von (sexuellen) Sklaven (Frauen und Kinder) und Menschen- / Kinderhandel sehen kann. DASS wir die Folgen der Abschaffung des Vater-Seins nicht gerne besprechen, zeigt auch die Diskussion der Missbräuche, in denen immer wieder Strukturen und zu strenge (sic!!) Sexualmoral, aber nicht das Problem bindungs- und damit ziel- und richtungsloser Sexualität (Männlichkeit) beklagt wird. Man zerstört Väterlichkeit, indem man sie für nicht notwendig oder schädlich erklärt. Man zerstört sie auch, indem man die zur Ausübung nötige Autorität durch (ständiges Kritisieren bspw.) untergräbt und abschafft. Man zerstört sie, indem man gegen sie Rechte deklariert, die die neuen Rechtsträger selber nicht dauerhaft durchsetzen können. Zum Beispiel Selbstbestimmung für Kinder oder ein „Recht auf Abtreibung“ (sowie die künstliche Verhütung) geben doch nur Pseudo-Freiheiten, auf deren Rücken eine ganz neue Ausbeutung ungeahnter Härte und Ausbreitung möglich wird. So geht zB wegen Verhütung und Abtreibung die Verantwortung f Empfängnis und Schwangerschaft letztlich voll auf die Frau über. Kurzfristig Selbstbestimmung – langfristig Ausbeutung. Denn: Wenn Frauen sich aus dem gegenseitigen Bezug: Weibliche Fruchtbarkeit und Schönheit des Lebens - männliche Kraft und Verantwortung für Sicherheit und Wohlstand des Lebens, einseitig lösen (zB "selber für die eigene Sicherheit sorgen und Freiheit wie Männer genießen wollen"), dann können sie das ja letztlich gar nicht, sondern enden maximal in ausbeuterischen Doppelrollen. Zudem: Frauen können nicht wirklich Väter sein, so wenig wie Männer Mütter - und selbst wenn und wo, lösen sie den Mann durch Annahme der Doppelrolle nur aus einer gegenseitigen Bindung (denn er kann ja nicht in die umgekehrte Rolle)... Damit bekommt Männlichkeit Gelegenheit zu marodieren. Und an die Stelle „väterlicher Männlichkeit“ tritt dann immer öfter knallharte „Männlichkeit“, die nur eigene Interessen im Blick hat und sie durchsetzen kann. Gegen sie gibt es dann letztlich keinen Schutz (durch Väter und Väterlichkeit nämlich) gibt... Männer und Frauen haben von Gott aus deutlich unterschiedliche, aber komplementäre und gleichwertige Aufgaben. Frauen gebären Kinder. Männer zeugen sie und nehmen Sie an. Insofern unterscheidet sich Vaterschaft von Mutterschaft immer durch die Art der Annahme. Vaterschaft ist immer neue Annahme von Verantwortung. Vaterschaft und Mutterschaft, Menschlichkeit sogar, ist Annahme der eigenen, spezifischen Geschöpflichkeit. Unsere Sünde besteht darin, nicht annehmen zu wollen, was wir sind (Menschen. Als Frau oder Mann.) oder sein zu wollen, was wir nicht sind. Das ist im Einzelfall oft verständlich und kein Urteil. Aber es ist eine nüchterne Feststellung der Dinge, wie ich sie sehe. „Ich kann alles sein, was ich will.“, ist eine teuflische Lüge, die die einen zu Ausgebeuteten, die anderen zu Ausbeutern macht. Joseph wurde ausgewählt, der Vater der Heiligen Familie zu sein, der die Familie dienend und betend führte und schützte. Eine Person dieser Familie war die Zweite Person der Dreifaltigkeit, die andere die Braut des Heiligen Geistes. Und dennoch ließen sie sich führen und beschützen durch einen Mann des Gebetes und Vertrauens, der die Rolle als Vater, die er hatte, annehmen musste. Immer wieder. Über die Trümmer seiner eigenen Pläne... Aber so wenigstens nicht über die Trümmer fremder Leben ging und sie ruinierte. Auch Maria und Jesus nahmen ihre Rollen an. Als Mutter und Sohn. So erlaubten sie väterliche Männlichkeit. Alle zusammen.

Selbstmitleid vs Selbstliebe

Selbstmitleid ist nicht das gleiche wie Selbstliebe - das eine stammt aus dem Stolz und das andere aus der Liebe. Mitleid hingegen ist eine echte Tochter der Liebe.

Friday, April 19, 2019

B16 - The Importance of Confession

Guilt must not be allowed to fester in the silence of the soul, poisoning it from within. It needs to be confessed. Through confession we bring it into the light, we place it within Christ’s purifying love. In confession, the Lord washes our soiled feet over and over again and prepares us for table fellowship with him. —Pope Benedict XVI

Thursday, April 18, 2019

Gleich-Heits-WAHN

In Katalanien ist jetzt beschlossen worden, alte Märchen aus Schulen zu verbannen und nicht mehr in Bibliotheken einzuführen. Stattdessen sollen Werke bevorzugt und gelesen werden, die keine Geschlechterstereotypen vermitteln... Was dahinter steht, ist ein wesentliches Unverständnis und eine Interpretation der Welt durch ein männliches Prisma des Tuns und letztlich der Macht. Keinesfalls ein wirklich das Weibliche schätzendes und emanzipiertes sondern nur ein von Unterschieden durch Wegwurf befreites Weltbild. Alle natürlichen Hierarchien, Ordnungen und Zusammenhänge falsch... Sie müssen aufgelöst werden. Hier liegt volles Unverständnis unterschiedlicher Gaben und Werte und ihrer Gleich-Wertigkeit für das menschliche Zusammen- und Überleben vor. Die, die Gleich-Wertigkeit nicht verstehen, werden alles gleich machen und der totalen Gleich-Heit unterwerfen. Was wir verlieren ist halt nur die Wirklichkeit. Aber die werden wir technisch dann manipulieren. Maschinen, IT, Pharmazeutika, Gen-Manipulation. Und am wichtigsten erstmal: Gehirnwäsche. Da sind wir mitten dabei. Wofür Zeugung und Fruchtbarkeit? Gleich-wertig, aber nicht gleich. Wofür noch Mut und Vorsicht? Wofür Stärke und Schönheit. Alles gleich… Alles tot am Ende. Denn wahre Gleichheit der Formen gibt es nur im Tod.

Tuesday, April 16, 2019

Adel

Was wirklich zählt ist natürlich Adel des Herzens. Aber auch ansonsten ist Adel kein Problem per se. Was ein Problem mit dem Phänomen des Adels, wie wir ihn haben, sein dürfte, ist, dass viele Familien ihn in der ersten oder in irgendeiner andere Generation natürlich nicht verdient hatten, wenn man christliche oder demokratische Maßstäbe anlegt. Ja, demokratische Maßstäbe, denn selbstverständlich bräuchte auch eine Demokratie eine Art Adel - von verdienten und einer Ehre verpflichteten Familien. Das wirklich Problem mit Adel heute ist eigentlich nur, dass es keinen neuen gibt, der den, sagen wir mal (aktuell) unverdienten Adel, verdünnen könnte. Es ist also im wesentlichen ein republikanisches Problem...

Saturday, March 30, 2019

Das Beispiel des reuigen Zöllners zeigt, dass wir trotz und gerade wegen unserer Unzulänglichkeiten und Sünden zu Gott gehen können und aus dieser Begegnung als Gerechte zurückkehren. Das größte Hindernis in unserem Leben ist also nicht unsere mangelnde Tugendhaftigkeit, sondern das Auf-unseren-Sünden-Sitzenbleiben, nicht zu Gott zu laufen und ihn wirken zu lassen. Eric Briemle

A woman's eyes

A man has only one escape from his old self: To see a different self in the mirror of some woman's eyes. Clare Booth Luce

Hopelessness

There are no hopeless situations, there are only men who have grown hopeless about them. Clare Booth Luce

Thursday, March 28, 2019

Learn something new

God knows your sins far better than you do. You don’t confess them to teach God anything new, you confess your sins so that God can show you something new: not only what you have done, but what Christ has done to set you free from your sins. SCOTT HAHN

Kardinaltugenden

Die Klugheit lehrt, das Leben zu werten. Die Gerechtigkeit lehrt, das Leben zu meistern. Der Starkmut lehrt das Leben zu opfern. Kardinal Faulhaber

Tuesday, March 26, 2019

Hoffnung und Glaube

Mir scheint, dass Hoffnung eine starke Zeit- und Glaube eher eine starke inhaltliche und umfassende Komponente hat. Wir glauben, was wir nicht sehen (und was war und ist und sein wird). Wir hoffen auf die Freude, die noch kommt.

Deutschland ist wie Jonah

Wie Jonah läuft Deutschland - von Gott seit 1989 mit Gnaden überschüttet und zum Dienen gerufen - von seinem Gott und seiner Berufung weg. Die Frage ist nur, ob wir schon im Wal sind - oder noch an Bord des Schiffes, bevor wir über Bord gehen...

Die echte "Goldene Regel"

Wir Menschen haben nicht irgendetwas Gutes gemeinsam, irgendetwas, wo wir alle "Recht haben" in unseren Überzeugungen und Antworten. Auch unsere Philosophien und Religionen nicht. Diese Art von "Gleichheit" und "Einheit" wäre eine Einheit im Recht-Haben, Stolz und Andere-Ausschließen. So ist es aber nicht. Wir sind deswegen "gleich", weil wir alle den gleichen geheimnisvollen Ursprung und alle die gleiche einzigartige Gestalt und würdevolle Natur besitzen. Und weil wir alle Sünder sind. ALLE. Und alle verwundet durch die Sünde und den Tod. Eigene und fremde. Fremde und eigene. Alleine diese Wahrheit ist echt. Und wenn wir sie bekennen, sind wir IN DER WAHRHEIT. Und nur diese Wahrheit bringt uns in eine Gemeinschaft der Demut und Barmherzigkeit. Nur dies. DAS ist die echte Goldene Regel. Und nur die Philosophie und die Religion, die das anerkennen (und bestenfalls auch lieben lassen), sind echt geeignet, Einheit unter allen Menschen zu stiften. Mir fällt da nur eine ein.

Monday, March 25, 2019

Mutter und Vater und DER MENSCH

Unsere ganzen philosophischen Irrtümer und Halbwahrheiten (als da wären : Materialismus / It's the economy, stupid!, Determinismus und Fortschrittsglaube / End of History, Scientismus / Science knows best - aber nur empirische..., Darwinismus / Fortschritt durch Auslese - die besten bleiben übrig, Subjektivismus / Ideen sind stärker als Natur) haben bei uns nicht zuletzt einen Kult einiger männlicher Tugenden (insb. der Härte, Rationalität, Kontrolle, Fehlerlosigkeit, Faktenkult) hervorgebracht. Diese sind - losgelöst aus dem Gesamten - jahrzehntelang als Laster herum-marodiert und hatten schlimme Folgen: Neben der Verhärtung und dem Kult des "Erfolges" wird auch die Weiblichkeit aus dem Kontext gerissen und zu einem Kult der Schönheit - einer von Verantwortung und Fruchtbarkeit (Sinn) losgerissenen Weiblichkeit, die auf die verantwortungslose Männlichkeit antwortet. Aber, selber nur ein Torso, eben nicht auf die Ganzheit des Männlichen. Außerdem sehen wir eine Denkbewegung, die für Frauen die gleichen männlichen "Rechte" fordert. Problem: Ein Fehler wird durch Duplizieren nicht besser. Denn der Kult der nicht-väterlichen männlichen "Tugenden" ist zutiefst unchristlich und heidnisch. Alles Schwache, Sich-Hingebende, Verwundbare wird verlacht. Dabei ist gerade dies zentral für die Botschaft Gottes. Und diese Gegenbewegung auf dem Gebiet der Macht - "Gleichberechtigung" und die Macht der Schönheit - sind ziellos und zerstörerisch (siehe Missbrauch und MeToo). Wir sehen die Folgen in allem - von Scheidungen / Familienzerstörungen bis Prostitution, Pornographie und Menschenhandel. Sexus, der sich als Eros ohne Charis herumtreibt, schadet. Was wir brauchen, sind nicht überall biologische Frauen (oder Männer), sondern Frauen mit mütterlichem und Männer mit väterlichem Herzen. Wenn wir Mutterschaft nicht schützen und Vaterschaft nicht schätzen - beides heute der Fall - verlieren wir beide und damit den MENSCHEN.

Saturday, March 23, 2019

Anti-Materialismus

Es ist ganz klar, dass man sich Anti-Materialismus auch leisten können muss...

Worum es im Leben geht

Das EINZIGE, worum es im Leben geht, ist doch, dass und wie sehr wir Gott lieben - in uns selber, im Nächsten, insbesondere den Armen, Kranken, Obdachlosen, Traurigen und unseren Feinden. Alles andere ist egal. E-G-A-L.

Ungehorsam

Der Grund für unseren Ungehorsam ist doch nicht, dass Gott uns nicht gibt, was wir brauchen, sondern das er uns nicht gibt, was wir zu brauchen MEINEN (mit anderen Worten: Was wir wollen).

Liebe(n)

Liebe ist nicht ein abstraktes Wissen - auch wenn sie manchmal (oft) ganz passiv ist.Im Aktiven aber geht es eben nicht nur um Erkenntnis per se, sondern um aus Erleben und Handeln entstehende Erkenntnis. Deswegen ist Liebe ohne Aktion nicht wirklich denk- und erlernbar. Liebe und LiebeN sind also untrennbar verbunden.

Geduld ist Gottes Perspektive

Wie wichtig doch die Geduld ist, um Verzweiflung zu vermeiden... Wie oft sinken wir in Traurigkeit oder gar Verzweiflung herab, weil wir die Erhörung unserer Gebete nach eigenen Zeitmaßstäben erwarten (sofort, heute, morgen)... Ist verständlich, da wir ja so endlich sind und uns immer über den Lauf der Dinge zum Ende hin ängstigen... Aber Gott hört und setzt in Gang. Die Ergebnisse kommen dann, wenn es richtig ist. Lasst uns also die aus Ungeduld geborenen Sorgen über Bord werfen, beten, warten und wissen, dass die Erhörung aller guten Bitten zur rechten Zeit kommt.

Motherhood is not a trap

Der Teufel bekämpft die Mutterschaft, die Fruchtbarkeit, das Leben-zur-Wel-Bringen unter Selbstaufgabe. eR redet uns allen (Männern und Frauen) ein, dass man Chancen vergibt, wenn man sich für ein anderes Leben hingibt, dass man keinen "Impact" hat. UNSINN. Wer beeinflusst denn die Welt mehr als Mütter? Und je mehr Kinder (also je mehr Selbsthingabe), desto mehr Einfluss. So ist es doch. Der selige Bischof Sehen sagte einmal: "A Woman's life is sad if she is unable to give. It is hell, if she is not willing to give." Das gilt natürlich auch für Männer, für Frauen gilt es aber anders und besonders. Lebenswichtig für die Menschheit.

Saturday, March 16, 2019

Sakramente Aberglauben?

Wenn Freunde sagen, die Sakramente seien katholischer Aberglaube, kann ich nur sagen... Ich glaube eher, dass der Teufel versuchen würde, jemandem einzureden, dass irgendeine Wahrheit und Zusage Gottes nicht stimme (was eR kann wie wir seit dem Sündenfall, als eR dies schon einmal erfolgreich tat), als das es iHm gelingen könnte, eine falsche Sache für tausend Jahre durchzuziehen. Solange halten sich sEiNe Werke nicht.

Leben und Tod

Nur wer ein Leben nach dem Tod hat wirklich eines vor dem Tod.

Ein Augenblick

In nur einem Augenblick kann Dir Gott mehr geben, als DU DIR WÜNSCHEN KANNST.

Wednesday, March 13, 2019

Freiheit

Da, wo noch ein Funke katholischen Glaubens existiert, wird es immer noch eine Freiheit von staatlichem Zwang geben. Natürlich unterwirft man dafür dem Zwang des eigenen Gewissen gegenüber Gott (ehrlich). Aber was sind schon die 10 GEBOTE gegen staatliche VERBOTE.

Opfer und Täter

Viele Menschen - insb. Christen - sehen sich als Opfer - der Gesellschaft, des Systems, der Medien, der schlechten Bischöfe etc pp... Der Nachteil dieser Sicht ist, dass einem nur Protest bleibt. Besser - und auch näher an der Wahrheit - ist wohl, dass wir alle zumindest auch Mittäter sind. So bleibt uns nicht nur Protest, sondern auch die Möglichkeit zur Umkehr und Veränderung.

Wahrheit

Wahrheit wird weder von Mehrheiten noch von Weisen (und auch nicht von Waisen wie uns) abgestimmt bzw. erfunden. Sie wird GE-funden.

Tuesday, March 12, 2019

Tod ohne Leben

Niemand lebt, ohne sterben zu müssen. Traurig aber die, die sterben, ohne gelebt zu haben.

Anti-Dieselige Misanthropie

Von Richard Schütze: Die neue Öko-Moral zeichnet sich durch einen rabiaten Rigorismus und eine absurde pseudoreligiöse Ethik aus. Die Reduktion des Lebens nach allein ökologisch definierten Kriterien vom Energie-, über den Atmosphäre-Verbrauch bis hin zu Ernährung und Mode bedeutet, dass in der Konsequenz das Leben des Einzelnen von einem Kollektiv, dem Staat oder auch einer supranationalen Staatengemeinschaft quasi entliehen und seine Existenz gegenüber der Obrigkeit und den verordneten Grenzwerten gerechtfertigt werden muss. China lässt grüßen. Die sog. „Ostdeutschen“ scheinen diese Entwicklung zu erspüren; hier findet eine massenhafte Zuwanderung zur AfD als Protestpartei statt. Im 30. Jahr des Falls der Mauer befindet sich die Republik unversehens wieder via eine ordnungsbehördliche Diktatur auf dem Weg zu einem gesellschaftlichen Totalitarismus. Wer die Macht dazu hat, kann Grenzwerte definieren. Die „Natur“ wird zur Schimäre einer neuen Gottheit, deren Propheten und Exegeten die sog. Umweltschützer sind. Die Republik befindet sich mitten in einer ganz neuen Art eines „Clash of Cultures“.

Rätsel

Wie kann es sein, dass ich IHN so gut kenne. Und so wenig liebe...

Pain - Suffering

Pain is weakness leaving the body... Suffering is pain without meaning: You give up weakness for nothing... That is sad. Christianity teaches us to suffer successfully. Erfolgreich leiden - as we say in German.

Friday, March 08, 2019

Charles Dickens zur aktuellen Lage

“It was the best of times, it was the worst of times, it was the age of wisdom, it was the age of foolishness, it was the epoch of belief, it was the epoch of incredulity, it was the season of Light, it was the season of Darkness…” Charles Dickes - Tale of two cities

Wednesday, March 06, 2019

Denn nur wenn wir mit dir sterben, können wir mit dir auferstehen

Herr, dein Tod am Kreuz und deine Auferstehung mögen uns lehren, den Angriffen des täglichen Lebens die Stirn zu bieten und die Angst vor dem Tod zu überwinden, damit wir in einer größeren und kreativeren Fülle leben. Demütig und geduldig hast du die Nackenschläge des menschlichen Lebens wie auch die Qualen deiner Kreuzigung hingenommen. Hilf uns, die Nöte und Kämpfe, die jeder Tag uns bringt, wahrzunehmen als Chancen, zu wachsen und dir gleichförmiger zu werden. Mach uns fähig, ihnen geduldig und mutig zu begegnen, voll Vertrauen auf deinen Beistand. Lass uns begreifen, dass wir zur Fülle des Lebens nur gelangen, wenn wir unablässig uns selbst und unseren egoistischen Wünschen sterben. Denn nur wenn wir mit dir sterben, können wir mit dir auferstehen. Hl Teresa von Kalkutta

Monday, March 04, 2019

Werte SIND

Es ist notwendig, dass wir belastbare und lebbare Werte haben - und sie dazu zunächst erkennen! Werte werden von Menschen nicht ausgedacht / er-funden, sondern GE-funden / erlebt. Die Menschenwürde ist zB nicht ausgedacht, selbst gemacht oder vom Staat gegeben. Wir können ihr nichts „hinzufügen“ sonst könnten wir nämlich auch beliebig etwas wegnehmen. Philosophie und Religion sind nicht irgendwelche Luxus-Extras oder gar hinderlich. Sie lassen uns den Boden erkennen, auf dem wir stehen - und diesen Boden verteidigen. Unsere Positionen sind willkürlich und können leicht als unmenschlich angegriffen werden, wenn wir kein klares und zugleich barmherziges Bild vom Menschen haben, das sich zunächst in unserer Sprache, unserem Auftreten und unseren Verfahren - und letztlich in unseren Positionen - widerspiegelt.

Saturday, March 02, 2019

Commitment is mutual dependence

Commitment means allowing yourself to be dependent, and more importantly, allowing others to be dependent upon you. The interplay of dependence is what defines and solidifies our bond. (Joe Duncan)

Tuesday, February 26, 2019

Kurze Wahrheit

Es gibt Gott. Ich bin es nicht.

Beziehung - aber mit wem

Wir Menschen leben in und mit und durch Beziehungen. Deswegen ist es gut, solche zu haben. Unser Fehler ist nur, dass wir Beziehungen und daraus Sinn und Energie in Beziehungen zu anderen Geschöpfen suchen, die letztlich genauso unvollkommen wie wir selber sind. Wir lieben also Menschen (oder Tiere oder Sachen), in der Hoffnung, aus diesen Beziehungen Kraft zu schöpfen, in ihnen Sinn und Erfüllung zu finden. Das ist aber falsch. Denn Menschen können weder alles nehmen, was wir zu geben haben, noch alles geben, was wir brauchen. Wir überfordern uns und andere also ständig, wenn wir in Beziehung zu ihnen denken, wenn wir Dinge für sie tun (und sie uns vor diesem Hintergrund überlegen - andere beeindrucken, andere glücklich machen, bedienen, kommandieren, begleiten, verfolgen, etc pp...). Für sollen die Dinge - zB uns bessern - für GOTT tun. Nur, indem wir diese Beziehung leben, pflegen und im Auge haben, werden wir jemals das bekommen, was wir suchen: Frieden, Erfüllung, Glück, Freiheit.

Monday, February 25, 2019

Absolut vs relativistisch

Absolutheit ist zumeist eine emotionale Ungeduld. Relativismus eine intellektuelle Trägheit. Beide sind essentiell Formen von Dummheit. (Mir die erste eher bekannt als die zweite...)

Autorität, die wir brauchen

Wir müssen weg von einem territorialen Autoritätsbegriff, der uns selber durch Ausschluss anderer Macht garantiert. Die Energie geht dann für Ausschluss und externen Kampf verloren. Stattdessen brauchen wir einen Autoritätsbegriff, der auf Sein und Haltung beruht. Hier geht die Energie auf Einschluss und inneren Kampf, ist also nie verloren, sondern wird immer gespeichert - steht also dann zur Verfügung, wenn es keine Alternative zum externen Kampf geben kann.

Freiheit

Nur wer böse sein kann, kann gut sein. Das ist die Essenz der Freiheit - und warum wir sie bekommen haben. Wir sollen gut sein, nicht alternativlos.

Warum Leiden so gut ist

Das Leiden führt uns zur Einsicht unserer eigenen Sündigkeit oder zumindest Verwundet- und Beschränktheit. Und nur diese Einsicht führt uns zur wahren Bedürftigkeit und zur Liebe, die größer ist als unsere Möglichkeiten. Und nur diese Liebe - die Liebe des Schöpfers und Erlösers - kann uns wirklich befreien, heilen, glücklich und unsterblich machen.

Saturday, February 23, 2019

Pope Francis about the Church

Pope’s off-the-cuff remarks, following Dr. Ghisoni’s address: “Listening to Dr. Ghisoni, I heard the Church speaking of itself. That is, all of us have spoken about the Church. In all our talks. But this time it was the Church Herself who spoke. It’s not only a question of style: it’s the feminine genius that is mirrored in the Church who is woman. “To invite a woman to speak does not mean to speak does not mean to enter into an ecclesiastic feminism, because all feminism ends by becoming chauvinism in a skirt. No. To invite a woman to speak about the wounds of the Church is to invite the Church to speak about itself, the wounds it has. And I think this is the step we need to take most strongly: the woman is the image of the Church, who is woman, wife, and mother. A style. Without this style, we will speak of the people of God, but as an organization, maybe as a union, but not as a family birthed by the mother Church. “The logic of Dr. Ghisoni’s thought was precisely that of a mother, and it ended with a story of what happens when a woman brings a child into this world. The feminine mystery of the Church that is wife and mother. It’s not about giving women more roles in the Church –yes, this is good, but you do not resolve the problem–it’s about integrating women as a figure of the Church in our thoughts. And to also think of the Church with the categories of a woman. Thank you for your testimony.”

Die rote Ampel bei Nacht: Schule der Obrigkeit

Volksverdummungsmaschine Nr. 1... der überflüssige Verwaltungsakt. Sieht klein aus. Ist riesig groß in der Wirkung der Unterwerfung der Vernunft des Einzelnen unter eine dumme Maschine, nur, weil sie den Staat symbolisiert...

Friday, February 22, 2019

Warum Kirche?

Kirche muss sein, wenn man glaubt, dass Christus, als Gott Mensch geworden, für uns gelitten, gestorben und auferstanden, die grundlegende und zuweilen einzige Antworte auf die Fragen des Lebens und Leidens, der Sünde und des Todes ist. ER lebt in Seiner Kirche. In der Vielzahl der Menschen, Begabungen, Taten und Heiligen, die es bei allem Fehl und Versagen dort eben in einzigartiger Anzahl gibt... Ohne diese Gemeinschaft als Quelle kein dauerhaftes Christentum (außer vielleicht im heroischen Umstand...).

Thursday, February 21, 2019

Die modernen Götzen der Sicherheit und Freiheit

Unsere modernen Götzen heissen wahlweise - selten kumulativ - Freiheit oder Sicherheit. Und Freiheit und Sicherheit kommen entweder von unserer Arbeit, Ausbildung (also uns selber) oder dem Staat oder unserem Arbeitgeber (also einem mehr oder minder anonymen Dritten). Beide, das Ego und der Staat / das Unternehmen verlangen, wie jeder Götze Opfer: Zeit, Träume, Leben - manchmal sogar Freunde und Familien. Der einzige, der keine Opfer verlangt, ist Gott.

Männer und Frauen

Was Männer und Frauen oft nicht verstehen, ist, dass das andere Geschlecht nicht das Gleiche sucht... Frauen suchen Beziehungen und denken in ihnen. Männer suchen keine Beziehungen. Sie suchen oder jagen Schönheit, Wahrheit und "das Gute". In irgendeiner Form. Und sie werden nur durch das "Gesuchte" in Beziehung gebunden...

Wednesday, February 13, 2019

Freiheit

"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeuten soll, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, wassre nicht hören wollen." George Orwell

Sunday, February 10, 2019

Reality

"When you argue with reality, you lose, but only 100% of the time." Byron Katie

Women's protection

Actually it should be ok to say, women need protection. Men and women are not and need not be "equal" in their life perspectives. Women have a great gift for being open and vulnerable. So that this gift becomes fruitful for others they need protection for their vulnerable openness - some of which they must provide themselves, some their families and friends and some simply men. Because they profit a lot from women... :-) No harm in saying that.

Groß werden in der Liebe

Groß in der Liebe wird man nicht durch Können, Wollen und Verdienen, sondern durch Geliebt-Werden und Sich-Lieben-Lassen.

Friday, February 08, 2019

Gott + Gebete + Glück

"Die Nächte werden uns zum Tag, wenn Gott in unserem Herzen ist. Und die Tage werden zur Nacht, wenn Er nicht da ist." Franz v Sales "Gebete ändern nicht die Welt. Aber Gebete ändern Menschen. Und Menschen ändern die Welt." Albert Schweitzer "Das Glück kommt oft durch eine Tür, von der man nicht wusste, dass man sie offen gelassen hatte." John Barrymore "If you attempt to be everything, do everything, choose all the options, then you will in effect fail to to be or do any of them really." Tyler Kleeberger

Kirche + Freiheit

Kirche ist nicht die Gemeinschaft der Heiligen - sondern der zu Heiligenden... Zeit, die Erwartungen anzupassen. "Wenn Freiheit überhaupt irgendetwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." George Orwell

Echte Probleme

Die echten Probleme sind nicht die, die uns, wenn wir an sie denken, Angst machen. Klimawandel zum Beispiel. Denn das ist keines der Themen im Keller unserer Seelen. Echte Probleme sind die, vor denen wir zuviel Angst haben, um überhaupt an sie zu denken... in diesem Land zum Beispiel Demographie, an der alles hängt, unsere Leistungsfähigkeit, Verteidigungsfähigkeit, Innovationsfähigkeit, Sozialsysteme. Aber statt in den Keller zu schauen, tapezieren wir lieber die Zimmer an den feuchten Wänden weiter über. Kann ja nicht aus dem nicht so stark frequentierten Keller unserer Ängste kommen, das klamme Gefühl.

Das Kreuzesopfer - nicht nur Gipfel der Schuld - sondern Gipfel der Liebe

Wie oft wird uns der Tod Christi am Kreuz nur noch one auf den eigenen Kalvarienberg gestellt: Sieh an, was Du verbrochen hast. DEINE Schuld hängt dort. Aber wir nehmen es eben wörtlich - UNSERE SCHULD, dass Er da hängt. Aber das soll der Kreuzestod ja gar nicht zeigen. Er soll zeigen, wie sehr Gott uns liebt... So sehr, dass Er bereit ist, trotz aller unserer Sünde für uns sterben. Lass Dir das nicht durch den Teufel und sEiNe Stricke kaputtmachen (siehe unten).

Tuesday, February 05, 2019

Offener Brief der 9 Waisen

Auffällig ist, dass bei diesen öffentlichen Aufregungen niemals von persönlicher Verantwortung / Schuld (außer natürlich der bösen „Täter", wenn es welche gibt) die Rede ist. Zu dieser Verantwortung gehört auch das Nicht-Wissen von und Sich-Nicht-Bemühen um Glaubenswissen, und die Nichtpraxis der Glaubenswahrheiten. Da ist die Kirche in Deutschland scharlachrot vor Sünde (Irrtum). Es liegt hier immer an „falschen Regeln und gesichtslosen Institutionen", die sich ändern müssen. Immer an den „anderen“. Lächerlich, wie man jetzt wieder die alten Kamellen Frauen-Priestertum und Zölibatsabschaffung rausholt. Die Menschen müssen umkehren. Sonst nix. Dafür braucht es weder das eine noch das andere. Kein Laie kann sich damit herausreden. Ich denke: Die „Personalität“ (Individualität) der Sünde / Fehlerhaftigkeit ist verloren gegangen - weil der persönliche Glaube an einen personalen Gott verloren gegangen ist. Ohne Glaube aber ist unsere Hoffnung leer, wie schon der heilige Paulus sagt. Und ohne diese beiden kann auch das Wichtigste, die LIEBE, nicht bestehen. Ohne das Wissen um die Vergebungsbedürftigkeit jedes einzelnen, besonders auch der Hirten, und die Vergebungswürdigkeit stirbt die Glaubensnotwendigkeit, -möglichkeit und -erfahrung. An der Frequentierung der BEICHTE werden wir sie letztlich erkennen. Denn ohne Versöhnung und Wahrheit ist auch die Eucharistie kein Segen sondern Fluch! Denn dem, der nicht um Vergebung bittet und nicht an Vergebung glaubt, kann nicht vergeben WERDEN. Alles weitere ist dann Gerede oder gar Lüge. DIESE Frage ist der Schlüssel, den man all den „Modernisieren“ entgegenschleudern muss. Wie ist es mit DEINER SCHULD? Was glaubst Du? Hast Du sie? Kannst Du sie loswerden? Wie? REDE! Und dann sprich Dich mit Deinem Bruder aus… Es ist wohl klar, dass letztlich das Thema, um das es geht, die Sexualmoral der Christen sein wird. Und was wir darüber zu glauben haben. Es ist wohl weiterhin klar, dass ein großer Knackpunkt darin die Enzyklika "Humane Vitae" sein dürfte, und die Weigerung der deutschen Bischöfe, dieses prophetische Wort zu predigen und zu lehren. Stattdessen dank Verhütung irgendwer mit irgendwem irgendwann und egal ob irgendetwas vorliegt Sex haben kann, ja eigentlich sollte. Massenabtreibung ist da natürlich im Preis inbegriffen. Und all das spielt keine Rolle in den Skandalen der Kirche und der Trennung der Menschen von der Beichte und Christus... Wer es glauben kann... Ich nicht.

The Devil's Snares - die Stricke des Teufels

Der Teufel verspricht uns zuerst falsche Freiheit und Glück, oder gibt uns falsche Hoffnung oder Verantwortung, dann werden daraus falsche Abhängigkeiten oder Pflichten und dann letztlich falsche Schuld, Scham, Trennung von Gott, die ALLE VON ANFANG AN LÜGE SIND, und unseren Ungehorsam, unsere Unerfahrenheit oder unsere Verwundung und Verlorenheit ausnutzen.

Friday, February 01, 2019

Trump und der Tod: Relativismus total - und das eine Bollwerk

Alle Aufregung über Trump ist künstlich und umauthentisch. Der US-Präseident zeigt nur sehr persönlich, was Relativismus bedeutet. Man kann alles sehen, wie man will. Dass man dazu mal Argumente brauchte... Egal. Es war nur eine Frage der Zeit, bis diese kleine Einschränkung fallen würde. Jetzt kann jeder alles sehen, wie er oder sie es will. Nur eine Sache steht zum Glück wie ein Bollwerk zwischen uns und dem vollkommen willkürlichen Wahnsinn... Fast alle von uns müssen irgendwann den eigenen Tod wahrnehmen. Er steht allem Erfinden, Fantasieren und Relativieren im Weg. Gott sei Dank!

Brandenburg ist Vorreiter im Land der Vorreiter - Parlament wird endlich gleichgeschaltet!

Nach 30 Jahren freiem Parlament reicht es Brandenburg schon wieder. Das freie Parlament gibt erstaunlicherweise nicht die Bevölkerungsstruktur zu 100% wieder. Also zurück zur Volkskammer - diesmal aber wenigstens mit halbwegs unterschiedlichen Listen. Allerdings müssen auf denen ab der nächsten Wahl 50% Frauen aufgestellt werden. Hört sich zunächst einmal sehr rücksichtsvoll an. Irgendwie wie "Affirmative Action". Und doch ein Schritt zurück in die Bevormundung. Das nette Wort für Totalitarismus. Affirmative Action ist manchmal sinnvoll. Wenn vorher eine absichtliche ungerechte Benachteiligung vorgelegen hat, die dauerhafte Nachteile bei den Chancen verursacht hat, kann man das evtl rechtfertigen. Insbesondere dann, wenn dadurch keine neue Nachteile für die Gemeinschaft entstehen (Verlust wichtiger Ressourcen an Intelligenz oder Wehrhaftigkeit), die den ehem Benachteiligten nun auch neue Nachteile bringen würden. Interessant, dass die Forderungen auch nicht damit begründet werden, dass jemand sich besonders ausgezeichnet hat oder Verantwortung übernehmen will - schwer, wie das ist. Nein. Man hat irgendjemand hat ein "Recht" im Parlament zu sitzen. "Entitlement" nennt man das. Man hat also neue Rechte aus der Verletzung alter Rechte. Bei der Wiedergutmachung der Sklavenhaltung ist das eher eindeutig. Es war willkürlich und ungerecht Sklaven dumm zu halten, sie zu misshandeln und umzubringen. Das wussten eigentlich alle. Nicht zuletzt wurden für die Abschaffung der Sklaverei große Opfer an Blut gebracht. Die Ungerechtigkeit der Sklaverei und die daraus resultierende Schuld verdient Sühne - also auch Entschädigung. Schwarze (oder in Deutschland Juden) bspw. in der Verwaltung zu bevorzugen ist eine Sache. Sie deswegen in den Parlamenten zu bevorzugen eine andere (gibt es in den USA auch nicht - und in D wurden auch nicht Juden nach dem 2. WK in Parlaments-Positionen gezwungen / geschickt, in der Armee bevorzugt etc pp.. Strafe in Form von Geld ist ok - wir haben auch Milliarden an ISR gezahlt. Ohne diese Hilfe gäbe es den Staat nicht). Bei Formen natürlicher „Benachteiligung“ (im Gegenzug - so ist die Natur - zu Vorteilen in anderen Bereichen) ist das vollkommen anders. Frauen und Männer unterscheiden sich in puncto Fähigkeiten und Interessen (intellektuell und physisch) sehr. Frauen wurden selten - und erst recht nicht staatlicherseits - willkürlich und gesetzlich benachteiligt. Selbst „kein Wahlrecht“ ist keine Benachteiligung, die hundert Jahre später noch Sühne verlangen würde. Ohne Technologien, die wir für sie entwickelt haben, wäre vielen Dinge, die heute als Rechte gefordert werden, rein praktisch undenkbar. Und unsere Technologien - wie die künstliche Verhütung und die Massen-Abtreibung - haben Probleme geschaffen, die es denkbar erscheinen lassen, dass wir schon zu viele emanzipatorische Technologien haben. Sie sind tiefe Eingriffe in die Natur der Frauen und auch die Natur unseres Zusammenlebens (sowie die demographische Zukunft unserer Kultur). Was wir als Schöpfung 2.0 bezeichnen (also die vom Menschen gemachte), ist insbesondere hier keineswegs kultiviert - oder kultivierend. Es gibt hier keinen Grund für neue Benachteiligungen - erst Recht durch Eingriff in die Grundrechte anderer! Auch das Absenken von Standards in der Armee zum Beispiel ist eine schlechte Reaktion auf eine gefühlte „Benachteiligung", die keine war (und vermutlich keine ist). Die Kosten für unsere Zukunft sind riesig. Der Nutzen gegen NULL. Sorry, diese Sache ist ein Eingriff in Grundrechte (passives Wahlrecht) ohne echte Basis. Und ein Rückschritt in finstere Zeiten bzw ein Fortschritt in sie - nämlich dem Bewerten von Menschen nach Eigenschaften, die sie nicht ändern können. GAANZ schlecht. Aufgebaut auf Schuldgefühlen und Komplexen, die nicht Reich Gottes begründen. Meine Meinung.
Ja, am 10.2.2010 ging es wirklich los. Zu viel um es alles aufzuschreiben. Nach gefühlt 100 Jahren, fast genau, nach Weltreisen, Ehe und tausend Abstürzen und Aufstiegen geht es jetzt weiter. Richtung Himmel. Hoffentlich!

Thursday, February 11, 2010

2010 - Es geht los!!

Die Krise unseres Volkes und unserer Gesellschaft ist eine Krise der Christen. Und deswegen ist auch ihre Überwindung die Überwindung der Christen – ihre eigene Selbstüberwindung nämlich. Endlich wieder zu glauben. Endlich wieder zu hoffen. Endlich wieder zu LIEBEN. Die Frage ist nicht mehr ob. Es wird geschehen. Die Frage ist auch nicht wann. In den nächsten fünf Jahren sicher. Die Frage ist auch nicht wie. Durch die Mission, die Weitergabe des Feuers der Frohen Botschaft von Freund zu Freund, von Mensch zu Mensch. Die Frage wird nur sein: Bist Du dabei gewesen? Hast Du mitgemacht? Wirst Du die Früchte des Sieges mit Christus teilen? Oder wirst Du zaudern und zagen und andere behindern? DAS IST DIE EINZIGE FRAGE. AN DICH!!!

Ist es doch die Aufgabe der zur Herrschaft Gerufenen, alle Kräfte zu verstehen, sie zu binden im höchsten Dienst und den Glaubensmut der Menschen vor Enttäuschung zu bewahren. (Reinhold Schneider)

Es ist die Klage der Wahrheit, dass der Mensch sich ihrer bedient anstelle ihr zu dienen und sie nicht in’s Recht zu setzen vermag, ohne schuldig und mitschuldig zu werden. (Reinhold Schneider)

Die große Gefahr des abendländischen Geistes, das er sich eigenmächtig erheben und die Wirklichkeit der Schöpfung verachten könne – um für wirklich zu nehmen, was er selber gedacht oder glaubt, geschaffen zu haben – ist in der Gestalt des Heiligen Franz von Assisi schon bezwungen. (Reinhold Schneider)

Christentum ist Wirklichkeit. Deswegen kann man auch nur Christ sein, indem man erlebt, also wie Christus handelt, sieht, einordnet. Und man kann vom Christentum eigentlich auch nicht allgemein herumphilosophieren („man wüsste oder müsste“, oder: „was wäre, wenn“) sondern man muss konkret von ihm, konkret eben von Christus, sprechen.

Du sollst nicht schlecht von den Menschen denken. Denn wer schlecht vom Menschen denkt, denkt auch schlecht von Gott. Die Menschen konsumieren doch zum Beispiel meist nicht aus blankem Materialismus, d.h. purer Lust an einem Objekt, sondern wegen der Versprechungen von Idealen, Hoffnungen und Träumen, die hinter den Produkten vermeintlich stehen.

Wenn Du verstehen willst, wie weit Deine Selbstentäußerung für die Liebe, wie weit die Hingabe gehen soll… dann schau’ Dir das neugeborene Kind an. Und den Mann am Kreuz. Dann beginnst Du zu verstehen, wie weit es gehen soll… Aber hab’ keine Angst… Es geht. ER hilft Dir. Er geht sogar noch weiter und sperrt sich für Dich mit all Seiner Herrlichkeit im Brote ein. Sei also unverzagt und gehe Schritt für Schritt näher darauf zu. Und erkenne Dich selber.

Der größte Moment Deines Lebens ist der Tod. Denn es dreht sich wirklich alles um das Ewige Leben und unseren Übergang darein. Und deswegen auch um unsere Beziehung mit Gott jetzt. Durch Christus, den Gehorsam gegenüber der Liebe in Person, haben wir das Vorbild, den Helfer, die Möglichkeit überhaupt. Habe keine Angst vor dem Tod. Er ist wirklich nur ein Tor zu einer wunderbaren und unglaublichen Liebe…

Glaube ist eben nicht Vertrauen auf Gott. Glaube ist nicht subjektiv. Die Hoffnung ist das Vertrauen auf Gott. Der Glaube ist die Einsicht und das Für-Wahr-Halten nicht sichtbarer Wirklichkeit auf ein Zeugnis hin.

Zerreiss Deine Pläne. Sei klug, halte Dich an Wunder. (Mascha Kaleko)

Einer soll herrschen… Christus! Das geht der Menge, die gewohnt ist, Rechte und Privilegien unabhängig von Leistung allesamt gleich zu besitzen, gegen den Strich. Aber überlege einmal, ob es wirklich schlechter ist als die Plutokratie aus nicht-gewählten, nicht-bekannten, nicht-verantwortlichen Journalisten, Parteifunktionären, Lobbyisten und NGOlern, Richtern, Beamten, etc pp. Und die ideale Demokratie, von der Du sprichst, ist doch eine Illusion. Setzt sie doch gleiche Chancen zur Teilnahme voraus. Die kann es aber aufgrund unterschiedlicher Begabungen, Willenskraft und Selbstüberwindung nicht geben. Denn davon hängt Bildung ab. Und zudem… Wie sollte ein Materialist die gleichen Chancen haben wie ein Christ. Wer in einer flachen Welt ohne alle Kontinente und am Himmelszelt aufgehängten Sternen lebt… Wie könnte der die gleichen Möglichkeiten haben wie der, der weiss, dass die Welt eine Kugel ist, eine Atmosphäre hat und bspw. Amerika keine Legende oder böse Geschichte ist, die die Menschen unterdrückt oder ablenkt, sondern Wahrheit.

Ohne konkrete Erkenntnis der eigenen Schuld und ohne konkretes Bekenntnis der eigenen Schuld keine Vergebung, keine Erlösung, keine Dankbarkeit, keine Freude, kein persönlicher Glaube, kein konkretes Leben.

Nein, Jesus war nicht von irgendetwas „fest überzeugt“… Er WUSSTE. Er ist GOTT.

Herr, bewahre uns vor Verwirrung und SÜNDE - nicht "Des-Orientierung". Er soll uns ja nicht davor bewahren, uns in Berlin mal zu verirren. Sondern im Leben. Und die Verirrung heisst nun einmal Sünde.

Unser Leben – ein lebenslanger Advent

Wie soll ich leben ohne die Hoffnung auf den Tod? (Theresa von Avila)

No Guts no glory!

Das beste Gebet sind immer noch die Worte „Danke“ und „Bitte“.

Schlechter Geschmack und selbstverschuldete Hässlichkeit sind durchaus nicht zur Ehre Gottes und nichts, worauf man stolz sein sollte. Christus war zwar arm, aber legte durchaus keinen Wert darauf, besonders hässlich zu sein.

Glaube ist keine Leistung. Glaube ist Anerkennen der unsichtbaren Wirklichkeit.

Der Mensch sündigt, weil er glaubt, dass es ihm mit der Sünde besser ginge.

Alles Glaube. Ok. Aller Glaube nur Gnade. Ok. Und Gnade vermittelt wodurch? Gibt es denn bei Euch irgendeine Art von Gewissheit, Gnade empfangen zu können und so im Glauben wachsen zu können. Nicht in freier Disposition durch den Menschen selber, aber irgendwie doch gewiss. Denn Gottes Liebe schenkt ja Gewissheit. Gott hat sich ja gerade offenbart, um Gewissheit zu geben. Liebe lässt nicht im Ungewissen. Deswegen hat Gott uns auch die Sakramente gegeben. So WISSEN wir, dass wir Seine Gnade, Seine Liebe, Seine Kraft, Vergebung, Sein Leben erhalten. Das ist die Sicherheit, die die Liebe gibt. Und die Ihr einfach abschaffen könnt. Sonst glauben die Menschen nachher, dass Reichtum (oder etwas anderes) Gewissheit eines gnadenvollen Lebens ist.

Seid Euch sicher, es war nicht so gedacht. Aber wir Menschen haben es so gewollt.

Christlich mit den Menschen über die letzten Dinge zu sprechen, ist doch keine Belastung. Im Gegenteil. Es ist ultimative Befreiung für die vorletzten Dinge, die Befreiung vom Ende her – dem Ende nämlich, das alle belastet und der Grund für alle Angst ist.

Das Evangelium ist die Verfassung des Ewigen Lebens der Seele. Aber nicht sein Inhalt. Der Inhalt ist die Liebesbeziehung zu Gott. Diese kann ohne akute und detaillierte Kenntnis des Evangeliums, nicht aber ohne Jesus Christus, den absoluten Gehorsam gegenüber der Liebe, gelebt werden.

Überwinde Babylon zunächst in Dir selber. Immer wieder. Jeden Tag!

Das Schlimme ist nicht, dass die Menschen sich so oder so entscheiden. Das Perfide ist, dass man ihnen nicht einmal mehr erzählt, dass sie eine Wahl haben.

Wir versuchen uns immer wichtig zu machen im Werk Gottes. Wir sind aber in Seinem Reich nur Kinder. Unsere selbst-geplante „verantwortungsvolle Mitarbeit“ am Erlösungswerk ist zumeist nur eine Störung, schlimmstenfalls Grund für Unfälle. Oder wer würde bei einem Festmahl seinem 4-jährigen Sohn die Einladungen, die Gestaltung des Menüs, den Einkauf, das Kochen, das Tischdecken, das Öffnen der Champagner und Weine, etc pp. übertragen…??

Gott ist ein schöpfender Gott. Zugleich zeugend und gebärend sozusagen. Idee, Hingabe und Substanz fallen zusammen.

Ohne Kampf kein Mann.

Wir sollen nicht kommen wie die Lehrmeister oder gar Richter der Menschen – sondern wie Freunde und Geschwister.

LEBEN in Frieden – nicht ruh’n.

Gott ist nicht nur barmherzig, d.h. Er will helfen und Schuld vergeben. Er ist auch allmächtig, d.h. Er kann helfen und Schuld vergeben.

Es geht nicht nur darum, Gott zu spüren. Es geht vor allem auch darum, Gott zu WISSEN. Glaube ist nicht nur subjektiv. Sondern auch objektiv. Glaube ist der Zugang zu den Dingen, die wir selber nicht gesehen haben. Alles das ist Glaube. Das Für-wahr-Halten nicht gesehener Dinge, Geschehnisse und Zusammenhänge. Und doch nur logisch, wenn man dann auch diesen Glauben (ebenso wie das, was man persönlich weiss) als Prämisse für das eigene Handeln sieht.

Der Relativismus, der alles gleichsetzt, ist eine Absage an die Intelligenz. Denn Intelligenz heißt Unterscheidung. Überhaupt haben wir es heute mit einer großen Absage an die Vernunft zu tun, die selbstverständlich eng mit der Absage an den Glauben zu tun hat.

Ich saß wie ein kleiner Funke in Gottes großer Hand. Und Gott hauchte mich an, damit ich mehr glühte. Herr, ich will ein Feuerball werden…

Man lebt nicht das Christentum – wie eine Philosophie oder eine Technik. Man lebt im Christentum – einer Wirklichkeit, einem Licht.

Der Wille Gottes ist das Wohl der Menschen. Man kann die beiden nicht unterscheiden. Sie sind eins.

Härte in letzten Entscheidungen ist Güte. (Friedrich der Große)

Wir sind unruhig unser Leben lang. Immer wieder Abschied. Ja, unser Leben fängt ja mit Abschied an. Danach immer wieder neue Begierde, neues Gewinnen, neue Heimat. Und doch immer wieder Abschied. Und auch am Ende steht ein Abschied. Und unser Herz bleibt deswegen unruhig und heimatlos. Bis es ruht in Gott, in dem alles Ursprung und Ziel hat, in dem alles Heimat hat und ist. Wenn wir Gott finden, dann kann unser Herz ruhen. Denn es weiss, dass am Ende nicht Abschied sondern eben Ankunft steht.

Glauben bedeutet, eine Musik hören, die man mit den Ohren nicht hören kann. Und Hoffnung ist der Mut, danach zu tanzen.

Gott ist katholisch (und eigentlich auch nur ER). Denn ER ist wirklich all-umfassend.

Liebe ist nicht nur ein Gefühl. Sie ist Wille, Entscheidung, Gewissheit, Heimat, Hoffnung, Glaube, Perspektive.

„Wenn die Heiligen im Himmel nochmals auf die Erde zurückkehren könnten, würden sie, von Liebe entflammt, unermüdlich darauf bedacht sein, für die Ausbreitung des Glaubens in der ganzen Welt zu sorgen, in der Absicht, der ganzen Welt die unendliche Liebe Gottes zu den Seelen kundzutun. Denn viel mehr als jeder Erdenbewohner wissen die Heiligen, wie sehr der Vater, der Sohn und der Heilige Geist würdig sind, erkannt zu werden. Sind sie doch hingerissen, wenn sie sehen, mit welcher Herrlichkeit im Himmel jede, auch die kleinste Tat für die Verbreitung des Glaubens belohnt wird.” (Hl. Vinzenz Pallotti, 1795 - 1850)

Es geht nicht darum, ob Du jetzt theoretisch fähig bist, alles zu geben. Sondern es geht darum, dass Du im richtigen Moment fähig bist, das Richtige zu geben. Das bedeutet Hingabe. Darum musst Du bitten.

Die Menschen würden sich schon führen lassen (natürlich, wer würde sich eben nicht dienen lassen). Aber wir leiden an der kindischen Führungsverweigerung der Eliten. Ein bisschen dienen…? Ja, das schon. Aber dann machen sie es durch ein Übermaß an „Kompensation“, Privilegien und „Sich-Entziehen“ „im Austausch“ oder als „Entschädigung“ wieder kaputt, so dass eben die Beziehung zwischen Führern und Geführten nie entstehen kann.

Das Problem der verlorenen Heimat ernstnehmen, der Verbindung aus Mensch, Ort und Beziehungen, die heute immer wieder aufgelöst werden. Das Thema müssen wir zuerst ernstnehmen.

Was und wie wäre mein Leben ohne die Geburt Christi? Hast Du Dir das einmal vorgestellt? Ohne Seine Geburt vor 2000 Jahren und ganz konkret in Dir vor x Jahren.

Christus beweist Du nicht durch Worte und Argumente sondern durch Dein Leben.

Sunday, December 20, 2009

Weihnachten - Menschwerdung - Gott und Mensch

Ohne Menschwerdung keine Vereinigung der Sphären von Gott und Mensch, des Übernatürlichen und Natürlichen. Ohne Menschwerdung keine Erlösung des Menschen. Ohne Menschwerdung keine Eucharistie... Kein Leben. Danke Herr. Danke Christus. Halleluja...

Sine timore. Seid ohne Furcht. Immer.

Wir wollen Wirklichkeit voll erleben – nicht über Möglichkeiten philosophieren. Deswegen „JA“ zu Christus. "JA" zu Seinem "JA" zu uns.

Gott muss uns so sehr lieben. So sehr, dass ER werden wollte, wie der Geliebte und die Geliebte selber. So sehr sucht ER unsere Nähe und unser Heil. Ist das nicht unglaublich? Manchmal geht es uns ja selber so. Manchmal begehren wir die Nähe eines anderen Menschen so sehr… Aber meist sind wir doch nicht interessiert genug, um alles Eigene – ALLES – aufzugeben und ganz die Natur des anderen anzunehmen. Welche Liebe Christus zu uns hat… DANKE!

Christen sind Menschen, die absolut „Ja“ sagen können zu jeder Realität, jedem Problem, Fehler, Leiden ebenso wie zu jedem Geschenk. Denn sie können es einordnen und in der Hoffnung auf das Ewige Leben und Gottes allmächtige Liebe eben aus dieser Liebe annehmen, teilen, überwinden, ertragen, ändern…

Eine andere Welt ist möglich. Ja, sie existiert bereits. Das Reich Gottes ist unter uns längst präsent. Es lebt und brennt in Millionen von Herzen. Und im Herzen Gottes.

Christentum ist nichts anderes als die authentische Spielanleitung für das Spiel, das sich Leben nennt. Es enthält Sinn und Zweck, Ziel und empfohlene Schritte und Verhaltensweisen. Und Du siehst: das Leben ist ein Ballerspiel. Ein Ballerspiel der Liebe.

Wenn Du verstehen willst, wie weit Deine Selbstentäußerung für die Liebe, wie weit die Hingabe gehen soll… dann schau’ Dir das neugeborene Kind an. Und den Mann am Kreuz. Dann beginnst Du zu verstehen, wie weit es gehen soll… Aber hab’ keine Angst… Es geht. ER hilft Dir. Sei unverzagt und gehe Schritt für Schritt näher darauf zu. Und erkenne Dich selber.

Das Strahlen eines Heiligen ist nicht so sehr das Strahlen großer Menschlichkeit sondern das Strahlen Gottes, zu dem ein Mensch völlig „Ja“ gesagt hat und in dem Gott daher besonders strahlen kann. Das wiederum allerdings ist dann Vollendung wahrer Menschlichkeit…

Der Katholische Glauben hilft einem, das Wunderbare und Wundersame an, in und vor allem hinter den materiellen Dingen und Ordnungen zu sehen. Dem Menschen, der katholisch sieht – also allumfassend, wird klar, dass das Reich Gottes bereits existiert. ALLES IST REICH GOTTES. Schon jetzt sind alle Dinge, die ER gesagt hat, Wirklichkeit und erfahrbar für den, der eben übernatürlich sieht (ein anderes Wort für „glaubt“). Und diese Sicht, diesen Glauben, empfängt der gläubige Mensch in der Eucharistie, wo ihm klar wird, dass GOTT tatsächlich die Macht hat, das geringste zu heiligen – alles also von Seiner Gegenwart erfüllt werden kann. Und da ER es auch will, eben auch erfüllt IST. IM BROT GOTT. Wer dies glaubt, ist selig zu preisen. „Selig, die nicht sehen und doch glauben.“ So erkennt man, dass das Übernatürliche und das Natürliche eben nicht getrennt, sondern in IHM verbunden sind. Und so ergibt sich eine Art der Bejahung des Materiellen und der Welt, die dem Materialisten und Rationalisten (und auch den meisten Christen, die nicht daran glauben) nur auf ungleich kindischere und unbegründetere Art möglich ist. Wenn überhaupt. Es ergibt sich eine Bejahung durch GOTT.

Draufhalten und durchhalten (und manchmal Maul halten ;-).

Das Reich Gottes kommt in’s Rollen. Trotz uns, den manchmal viereckigen Rädern…

Ich, Herr, ein treuloser Sünder… brauche Dich. Hilf mir aufzustehen, denn ich bin gelähmt vor Angst, vor Erinnerung an meine bösen Taten und feigen, faulen, dummen Unterlassungen, vor Stolz und Trägheit, ich traue mich nicht zu Dir zu gehen, weil ich so blind bin. Herr, mach’ mich sehend! Hilf mir, oh Herr!

Es gibt nur ein “Need to have” – Deine Beziehung mit Gott.
Alles andere ist “nice to have“.

Der Gelähmte auf der Trage… Das bin ich. Und Ihr, meine Freunde, seid die, die mich zum Herrn gebracht haben… DANKE!

Das absolut Entscheidende ist nicht, dass wir immer jung bleiben sollen… Sondern immer lebendig. Und es auch immer mehr werden.

Die Heiligen Orte sind nicht Orte aus Stein, an denen einmal dies oder jenes passiert ist. Die entscheidenden Orte sind die aus Fleisch, die Herzen derer, die lieben.

Christentum: Erleben – erkennen – Erkanntes leben

„Wie soll ich leben ohne Hoffnung auf den Tod?“ (Teresa von Avila)

Unser Problem: Wir verwechseln Knappheit und Überfluss / Überschuss im Bezug auf Mensch und Materie / Ressourcen: Wir denken nämlich, Ressourcen seien knapp und Menschen zu viele / überflüssig. Das ist aber nur das dumme Denken der Materialisten und Darwinisten. Tatsächlich ist es genau umgekehrt. Natürlich wird es schwierig, wenn man eben die Menschen durch Entmutigung quasi zu Schluckern und passiven Phlegmatikern macht, die sich für überflüssig halten und glauben, nur im Wettbewerb einen Moment des Atems erkämpfen zu können. Diese Entmutigung nennt sich allzu häufig „Wissenschaft“ – Darwinismus, Evolutionstheorie, oder jede andere materialistisch-verkürzte Version von Naturwissenschaft. Diese geben den Menschen jedoch – durch die Verkürzung der Sicht auf das Messbare – eine halbe und somit falsche Sicht auf das Ganze. Stattdessen muss man die Menschen annehmen, Ihnen sagen, dass sie geliebt und gewollt – und somit sinnvoll und unersetzlich sind, man muss sie ausbilden und anleiten, das Ganze zu erfassen und zu erleben – dann könnte man mit ihnen alles erzielen. Und wir würden sehen, dass wir eher zu wenig Menschen und zu viele Möglichkeiten haben als umgekehrt. Die Menschen sind der Reichtum.

Ist es nicht erstaunlich: Gerade in der ja so körperbewussten modernen Gesellschaft gilt der Körper letztlich so wenig. Er wird gehegt und gepflegt, um ihn dann wie Perlen vor die Säue zu werfen und zu entehren…

Auf und aus Zahlen kannst Du kein Leben bauen…

Ich zittere vor Deinem Blick. Jedes Auge, das Du auf mich wirfst, verändert mich unmittelbar, jeder milde Blick und jeder wilde Blick, jeder gütige und der wütige.

Ich habe eine einzigartige Liebe für Dich. Viel tiefer und weiter, wilder und milder als alles andere. Du musst nicht ja zu mir sagen. Aber sag’ nicht ‚scheissegal’. Und sag’ auch nicht: „Geh’ weg von mir! Hinter den Horizont mit Dir!“

Wednesday, November 04, 2009

Der Barmherzige Gott

Der Glaube dispensiert die Gläubigen nicht von der Todesangst. Er mildert diese Angst aber durch die Hoffnung. In der Präfation der Messe von Allerseelen heißt es: „Bedrückt uns auch das Los des sicheren Todes, so tröstet uns doch die Verheißung der künftigen Unsterblichkeit.“

Dazu gibt es ein bestürzendes Zeugnis, das ebenfalls aus Russland kommt. 1972 wurde in einer Untergrundzeitschrift ein Text veröffentlicht: ein Gebet, das in der Jackentasche des Soldaten Aleksander Zacepa gefunden worden war. Der Soldat hatte es wenige Augenblicke vor der Schlacht, in der er im Zweiten Weltkrieg das Leben verlor, geschrieben. Es lautet:

„Höre, o Gott! Kein einziges Mal in meinem Leben habe ich mit dir gesprochen. Heute aber habe ich Lust, mich mit dir zu freuen.

Weißt du, von Kind an haben sie mir immer gesagt, dass es dich nicht gibt – und ich Dummkopf habe es geglaubt. Nie habe ich deine Werke betrachtet. Diese Nacht aber habe ich aus dem Granatenkrater zum Sternenhimmel auf geschaut. Und fasziniert von ihrem Schimmern habe ich sofort verstanden, wie schrecklich der Trug sein kann. Ich weiß nicht, o Gott, ob du mir deine Hand reichen wirst. Aber ich spreche zu dir, und du verstehst mich.

Ist es nicht merkwürdig, dass mir inmitten eines schrecklichen Infernos das Licht erschienen ist und ich dich bemerkt habe? Darüber hinaus habe ich dir nichts zu sagen. Ich bin nur glücklich, weil ich dich erkannt habe. Um Mitternacht müssen wir angreifen, aber ich habe keine Angst, du schaust ja auf uns.

Da ist das Signal! Ich muss gehen. Schön war es zusammen mit dir. Ich will dir noch sagen – und du weißt es –, dass die Schlacht hart sein wird: Es kann sein, dass ich noch diese Nacht an deine Tür klopfen werde. Und auch wenn ich bis jetzt nicht dein Freund war: Wenn ich kommen werde – wirst du mich einlassen?

Was ist jetzt los? Weine ich?

Mein Gott, du siehst, was mir zugestoßen ist. Erst jetzt habe ich begonnen, klar zu sehen… Ich grüße dich, Gott. Ich gehe – und werde wohl kaum mehr zurückkommen. Komisch, jetzt macht mir der Tod keine Angst mehr.“

Wednesday, April 08, 2009

Vorösterliche Gedanken II

Die Christen sind sich nicht annähernd der Dringlichkeit und Bedeutung der Mission für sie selber und für alle Menschen in diesem Land bewusst. Wenn sie nur verstünden, dass es nicht um Mitgliederwerbung für einen Verein oder eine Bewegung ginge. Wenn sie nur die Frohe Botschaft von der Gotteskindschaft des Menschen, von der allmächtigen und brennenden Liebe Gottes für sie, von Seiner Menschwerdung und Lehre, Seinem Leiden, Sterben und Seiner Auferstehung für uns alle, von der Versöhnung, der Vergebung und dem Ewigen Leben wirklich ernstnehmen würden… (WAS WÄRE DENN, WENN ES WIRKLICH SO WÄRE???). Sie wären selber so froh. Und diese Freude würde es ihnen erlauben, Herzen und Verstand von so vielen Menschen zu berühren, die ohne diese Botschaft und beim immer möglichen Zusammenbruch der materiellen Gewissheiten in alle möglichen Fallen laufen würden.

Wir müssen die Menschen mit viel Ruhe und Geduld gewinnen - nicht besiegen.

Ja, wie glaubst Du denn, sieht die Bekehrung eines Volkes aus, wenn nicht so wie dieses? Glaubst Du, dass man auf einmal überall Engel sieht? Bekehrung ist letztlich nichts anderes als Beziehung. Und Beziehung muss wachsen.

Zu viel Verantwortung ist nicht verantwortungsvoll, sondern latenter Entschuldigungsversuch.

Soviel Zeit haben wir verloren und verspielt. Das kann man nur ertragen, wenn man in und aus der Ewigkeit lebt.

Du Mensch, bist in Wahrheit noch viel kleiner als Du denkst. Und wenn Du dies begreifst, wirst Du noch viel größer sein, als Du es zu hoffen wagst.

Menschen müssen versagen, wenn sie sich a) für allmächtig b) für völlig irrelevant c) für Zufallsprodukte oder d) alles zusammen halten.

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“

Schenke mir ein Herz, das barmherzig fühlt,
einen Verstand, der barmherzig denkt,
Augen, die barmherzig sehen,
Ohren, die barmherzig hören,
Hände, die barmherzig handeln,
Füße, die barmherzige Wege gehen.

Seid nicht mit weniger zufrieden.

Das besonders Vernünftige am Christentum ist das Menschenbild. Es erkennt, dass der Mensch weder so gut ist wie es uns Humanisten glauben machen wollen, noch so schlecht und verachtungswürdig, wie es die Misanthropen sagen. Stattdessen bietet es die dritte, die realistische Sicht an: Der Mensch ist Geschöpf Gottes, Kind und Träger des göttlichen Antlitzes. Aber er ist auch gefallen. Und er ist gerettet.

Die Liebe ist nie ein schlimmes Gefühl. Die Angst vor wahrer, selbst-hingebender Liebe (und das, was man sonst oft noch für Liebe hält) hingegen ist IMMER ein schlimmes Gefühl.

Der Kampf gegen die allgemeine Verweiblichung und für eine gesunde Männlichkeit ist keineswegs frauenfeindlich. Im Gegenteil.

Gott will mit uns Abenteuer leben.

Herr, leite mich sicher durch die Untiefen meiner Insensibilität, durch die Strudel meines Stolzes und die Wirbel meiner Ungeduld.

Liebe ist eine Entscheidung, die einem leichter oder schwerer fallen mag. Aber die in jedem Fall fallen muss.

Wir brauchen nicht machen. Wir brauchen nur sichtbar machen.

Wir sollen doch nur für möglich halten, was nicht unmöglich ist.

Hin-GABE nicht Zurück-LEHNEN.

Er hatte Hoffnung auf ein Happy End…

Der Glaube wurde ihnen als Gerechtigkeit anerkannt.

Natürlich habe ich Angst. Aber nicht vor einem schlechten Ende sondern vor der Anstrengung und davor, deswegen den Mut sinken zu lassen. Das ist wie vor einem Football-Spiel, für das man eigentlich gut trainiert hat, gegen einen Gegner, der eigentlich nicht stärker ist… Oder wie bevor man die hundert Liegestütze, die man sich vorgenommen hat, anfängt. Es tut schon in Gedanken weh. Aber die Überwindung und das Gefühl am Ende sind glorreich. So muss es auch mit dem Glauben sein.

Monday, April 06, 2009

Vorösterliche Gedanken I

Das Christentum behauptet nicht, die wahre Ethik oder Verhaltensweise zu sein. Sondern es behauptet, die Offenbarung über das Wesen des Menschen und der ganzen Schöpfung zu sein – in dem Menschen Jesus Christus ansichtig, lebendig sowohl in der mystischen Form des eucharistischen Brotes als auch im mystischen Leib der Kirche als auch in den lebendigen Christen in der ganzen Welt. Dieser Anspruch ist einzigartig. Und er ist natürlich ein Skandal. Aber ein Skandal, auf den man nicht einfach mit Achselzucken oder Wut reagieren kann. Denn man schlägt ja auch nicht die Naturwissenschaften kaputt, nur weil sie behaupten, uns ebenfalls etwas wahres zu erklären, uns eben die Naturgesetze zu offenbaren. Gleiches tut das Christentum: Es offenbart uns die Übernaturgesetze.

Die einfach, menschliche Weisheit klingt oft klug, nachvollziehbar und einleuchtend. Doch am Ende versagt sie. Alles kluge Gerede… angesichts des Todes: Nichts wert. Die christliche Weisheit hingegen fängt dort erst an. Gerade im Tod – in jedem Tod (d.h. auch jeder Enttäuschung und Einsamkeit) ist sie gültig. Und gültiger denn je. Dort vermittelt sie eine Hoffnung. Und die Hoffnung ist das Gegenmittel gegen die Verzweiflung, die den Tod zum Tod der Seele macht.

Wir machen einen Fehler, wenn wir im Christentum nicht die wissenschaftliche Sprache benutzen sondern eine Sprache, die uns dem Vorwurf / Vorurteil aussetzt, beim Glauben handele es sich um eine subjektive Sache, einen internen Vorgang in einem Menschen – wenn es sich doch ganz und gar nur um eine Öffnung und ein Einsehen in externe, objektive Vorgänge handelt.

Mach Dir keine Illusionen: Der Teufel HASST Dich abgrundtief. Weil Du das Antlitz Gottes trägst.

Das Böse ist endgültig besiegt. Das bedeutet nicht, dass es keinen Schmerz mehr gibt. Aber in letzter Tiefe gibt es kein Leiden mehr, keinen Schmerz, der sinnlos ist und nicht irgendwie durch die Liebe erfüllt zur Liebe selber werden kann.

Wenn wir erst den Alb der Geschichte von den Augen und Herzen der Menschen genommen haben werden… Wie schön wird es sein. Wie schön werden sie sein. Und was für gute Taten werden sie vollbringen können.

Ich bin nicht stark. Ich werde auch nicht durch Christus stark. Ich bin schwach und Christus ist stark. Nur dadurch, dass Er mir hilft, komme ich nicht an meiner Schwäche um.

Ihr, die Ihr uns jetzt auslacht und ignoriert… Ihr werdet Euch noch wundern. Denn einen nach dem anderen treffen unsere Worte und Taten eben doch in’s Herz. Nicht alle gleichzeitig. Aber einen nach dem anderen. Ihr werdet es gar nicht merken. Aber irgendwann werdet auch Ihr es sehen.

Du, Herr, machst mich unendlich reich.

Die individualisierte Subjektivität irrt, wenn sie annimmt, dass alle Menschen völlig unterschiedlich sind und daher alle völlig unterschiedlich denken – es mithin keine objektive Wahrheit zwischen ihnen gibt. Im Gegenteil: Leben und Tod, Lebensspendendes und Todbringendes sind für alle gleich – auch wenn sie diese Wahrheiten je nach ihrem Wesen und Charakter unterschiedlich spiegeln.

Du musst die Liebe wagen. Durch die ersten Schatten des Verlegenen und vielleicht Peinlichen hinweg, durch alle Schwierigkeiten, vielleicht sogar Schmerzen hinaus…

Wir müssen zuerst aufrütteln. Und dann müssen wir aber sehr schnell dafür sorgen, dass die Aufgerüttelten nicht in Panik verfallen. Wir müssen Mut und Hoffnung vorleben. Dafür müssen wir selber Christus, den Grund alles Hoffnung und allen Mutes, kennen und uns von Ihm lieben lassen.

Wenn Du Dich umgehend über ein Leiden beklagst ist das so, wie wenn Du Dich beklagst, dass Du statt einer schönen Blume einen unansehnlichen Samen geschenkt bekommst… Warte doch erst einmal ab. Lass den Samen sprießen und wachsen. Er wird in Dir vielleicht eine unvergleichlich schöne Blume werden.

Gott nimmt die, die sich IHM ganz zur Verfügung stellen.

Wenn ich heute Nacht sterben würde, was müsste ich sagen / tun / erbitten / bereuen? Frag' Dich das jeden Abend…

Im Anfang war das Wort. Und für uns ist im Anfang das Gebet.

Die Hauptqualität eines Mannes ist die Stärke des Willens. Die einer Frau ist die Schönheit Ihrer Seele. Die größte Forderung an den Mann ist es, der Schönheit der Frau nicht zu verfallen, die an die Frau, sich vor dem Willen des Mannes nicht zu fürchten. Dazu muss der Wille des Mannes der Frau dienen und sie nicht unterdrücken, und die Schönheit der Frau sich dem Mann hingeben und ihn nicht quälen.

Wir alle machen uns doch Sorgen, dass die Liebe Gottes, die ewige, geordnete Freiheit furchtbar langweilig würde. Das liegt aber nur daran, dass unsere Phantasie so klein ist.

Die Gesetze Gottes sind nicht Willkür sondern Offenbarung.

Lustig, dass insbesondere der intellektuelle 'Mittelbau' und die selbsternannte Intelligentsia nicht an Gott glaubt. Der Rest aber doch.

Viel kann jeder... Aber ALLES ist das, was zählt. Ich will deswegen alles.

Heiligkeit ist Möglichkeit.

Christus ist der Gehorsam und dieser ist tatsächlich die Wahrheit, der Weg und das Leben.

Das Entscheidende an uns ist nicht die Materie sondern der Funken freien Willens. Der macht uns aus. Und auf den muss es uns ankommen