Sunday, October 31, 2021

Leben wir in der "spätrömischen Dekadenz"?

Immer wieder hört man unserer Tage, dass wir uns in Zeiten „spätrömischer Dekadenz“ - man erinnert sich an Westerwelle idZ - befänden. Hierzu gibt es mE nach 3 Szenarien:

1) Das Dictum stimmt, und wir gehen den Bach runter. Aber was ist mit dem kostbaren Erbe, das wir für die Welt übergeben / geliehen bekommen haben? Wie wird es weitergegeben? 
2) Das Dictum stimmt nicht, und wir kehren noch um. Dann aber wann, wenn nicht jetzt, kehren wir UM? Umkehr ist radikal, mit allem. Nicht lauwarm...
3) Wir leben in der Endzeit - und der Herr kommt noch in unseren Lebzeiten zurück. Wow… Und dann gilt das Folgende erst recht.

Nämlich was? Ich finde, es gibt in jedem Fall nur eine Antwort: Alles JETZT in die Waagschale werfen.  Ohne Rücksicht auf Reserven und „die Zukunft“, die in jedem Szenario so (Szenario 2: noch) gar nicht existiert. Das hat nämlich niemand von denen, die ich kenne (Ausnahme vielleicht Pater Paulus und solche), bislang getan. Alle haben erhebliche Reserven - Reichtümer im Sinne des Gleichnisses des jungen, reichen Mannes, der dann traurig wegging. Ich auch. Und wir zerbrechen uns den Kopf, wie wir sie in’s Trockene kriegen. Wofür? In keinem der Szenarien macht das ja Sinn... 

Wir alle haben immer noch (mehr denn je?) immensen Reichtum - materiell aber auch an Gaben und Freiheit, die uns große Bequemlichkeit und Eigensinn erlauben. Wir alle haben eine Einsicht und einen Ruf - und folgen auch... vorausgesetzt wir dürfen X oder Y behalten... Aber daran könnte es wohl scheitern. Und X und Y werden wir trotzdem verlieren. Alles. Wir können es geben. Oder behalten und verlieren. Unser ganzes Milieu will weiter die Behaglichkeit unserer bisherigen Leben genießen. Aus Naivität, "Klugheit“, Faulheit oder Feigheit. Wahrscheinlich eine verwirrte Mischung. 

Und da ist das Dictum von der quasi naturgesetzlichen „Dekadenz“ so verdammt praktisch… Denn dann können wir es einfach ausgleiten lassen. Wie ein Segelflieger, bis wir dann irgendwann bequem landen. Ich denke, wir müssen sofort landen und am Boden weiterkämpfen. Denn wir werden in den nächsten Jahren so oder so abgeschossen! Semper ubi ignis - ich wünschte es würde (in mir und uns) schon brennen...


Thursday, October 28, 2021

Ein persönlicher Blick auf die Kirche

Ich möchte Dir gerade noch einige Zeilen zur Kirche schreiben. Weil ich gerade wieder - überglücklich über meine zT übernatürlichen Begegnungen dort - von dort wiederkomme. Nun kann man das alles verlachen, habe ich vielleicht auch einmal. Aber, das was ich erlebe, ist aus meiner Sicht einfach echter und authentischer gut, wahr, schön als alles andere. Nun zeigt sich das von außen oft nicht so. Und erst recht nicht aus der Entfernung. Die Kirche ist vielleicht für die einen von weitem ein Riese, für die anderen ein Monster. Doch alle, die ich drinnen kenne, wissen, dass beides nur Anschein ist. Und dass drinnen der Friede, das Glück und die bedingungslose Liebe für alle wartet (auch für jene, deren Glaube grausam drinnen missbraucht wurde, gibt es sie). Es gibt Vergebung, wie man sie sonst nicht findet. Gleichheit, wie man sie nirgends sonst kennt. Freiheit, nicht alles zu tun, was man will - aber alles zu sagen, zu denken und zu tun, was gut für einen selber ist. Diese Freiheit findet man nirgendwo sonst so.

Ich wollte nicht Google oder die Digitalisierung „dissen“. Absolut nicht. Ich habe kein Urteil darüber. Allerdings auch kein einfach unbesehen positives. Ich habe zu wenig Erfahrung damit. Und keinen Lust und Zeit grundlegend anderes zu suchen, weil ich das Glück schon vor meiner Nase habe. Ich habe keine Zeit mehr, noch einmal rauszulaufen. Ich war fast 30 Jahre da draußen. Habe alles gesehen, was ich sehen wollte - und mehr als das. Und habe nur - und immerhin eins - gefunden: Die Liebe, die mich nicht verlässt. Auch nicht, wenn ich hässlich und sündig bin.

Denn sicher ist die Kirche nicht perfekt. Weit entfernt. Aber sie ist eben aus Menschen wie mir - und auch noch schlechteren (und zum Glück besseren) gebaut. Was hätte ich auch schon in einer „perfekten Kirche“ verloren. Da kann ich gar nicht dazu gehören. Und niemand sonst eigentlich. Sie wäre also sinnlos. Nur zum Staunen am Himmel aufgehängt. Da hängt aber schon eine Sonne. Die Kirche ist die Sonne auf Erden, und wie alles auf Erden NICHT perfekt. Sondern nur der Ort, an dem ich in meinem Leben mehr Gutes, mehr Schönes, mehr Wahres erlebt, gehört, empfangen habe, als überall sonst ZUSAMMEN. Der Ort, von dem ich aufsteigen kann, wo ich überhaupt auf die Leite komme...

So einfach ist das. Das will ich niemandem aufzwingen. Aber mein Herz ist so voll davon, dass es eben manchmal wie bei einem zu voll gestrichenen Marmeladenbrot an den Seiten rausquillt. Das tut mir leid, aber nicht zu sehr. Denn mit Marmelade fängt man Fliegen. ;-)

Was die CDU jetzt noch tun kann

Meine Gedanken und Anliegen sind folgende:

1) Allgemein

Wir dürfen den Kairos des Wechsels, insb. des Abgangs von Frau Dr. Merkel und des Verlustes der Macht nicht vergeuden. Jetzt ist die Chance, nach 16 Jahren Stillhaltens zum Zweck des Festhaltens an der Macht, gemeinsam und ohne bösen Willen, aber doch ernsthaft, nüchtern und realistisch über die großen Entscheidungen der letzten 16 Jahre zu diskutieren, Rechenschaft einzufordern und abzulegen - und hierbei alle Meinungen voll anzuhören.

2) Konkret bezieht sich dies insbesondere auf:

Euro-Rettungs-Versuche und ihre Auswirkungen u.a. auf die Inflation und Steuergerechtigkeit in D/EU.
Den Atomausstieg und die sog. „Energiewende“ - inkl. der Vorreiterrolle im Bereiche Klimapolitik.
Die Grenzöffnung von 2015, inkl der Vorstellungen zu Integration von (großteils moslemischen) Migranten
Die Staatsverschuldung, Wachstum der Staatsquote und Bürokratie, Auswirkungen auf Staatslegitimation, Rechtsstaat, Wirtschaft, Renten, soziale Gerechtigkeit, etc.
Die gesamte Corona-Politik
Die Außen- und Sicherheitspolitik, insb. Zukunft der EU, Brexit, Zustand der NATO und der Bundeswehr, Verhältnis zu Russland, China und der Türkei
Desweiteren die Anpassung an neo-marxistische Spaltungsideologien wie Identitätspolitik, Gender, Quoten - insb. in der CDU selber, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, etc. - und die Besinnung auf Vernunft, Leistung, christliches Menschenbild und Soziallehre
Das Verhältnis zu anderen Parteien und Partei-Organisationen 

Hierbei müssen wir möglichst viel Sachverstand aus der Partei und außerhalb motivieren, aktivieren und einbeziehen. Und endlich wieder so eine Art Programm und Richtung / Ziele formulieren.

Sehr gerne würde ich Ihnen meine Gedanken in einem persönlichen Gespräch weiter ausführen. Hierzu sind bspw die monatlichen BKU-Unternehmergespräche, die wir im International Club Berlin durchführen. Das nächste Treffen ist am 9.11. um 1215h. Gerne würde ich Sie hierzu einladen.

Jetzt geht es los. Alle Christdemokraten müssen sich, glaube ich, der eigene Verantwortung für die aktuelle Situation bewusst werden. Eine Republik und ein Rechtsstaat können ja ohne persönliche Tugend gar nicht existieren. Die Lösung unserer Probleme wird also zunächst ohnehin nicht in der politischen sondern der individuellen Sphäre liegen, wo ja auch ihre Ursachen herrühren.


Saturday, October 23, 2021

Angela Merkels Vermächtnis

Eine These, die mir einfiel, als ich heute durch die Ausstellung der rheinischen Expressionisten (1909-1914) in der Bundeskunsthalle ging. Sie lautet: 

1. Ich werde auf Merkel zurückblicken wie auf eine Art Reichskanzler von Bethmann-Holweg, über den ich (an der Harvard Divinity School ausgerechnet) meine zweite Magisterarbeit geschrieben habe. Vermutlich habe ich das Vor-Urteil bislang, dass es sich bei Bethmann um einen edleren Menschen handelte als bei der Frau aus der Uckermark. Aber gleich wie sie, war ihm die Niederung (auch der eigenen Herkunft im Vergleich zum Umfeld) zuwider. Eine sozial behindernde Misanthropie wie bei Merkel hatte er zwar nicht. Er war kosmopolitisch gebildet, doch auch nicht stark in Beziehungen zum Menschen. Im Ergebnis meiner damaligen Gedanken blieb höchste Ambivalenz angesichts Kriegsausbruch und Kriegsführung (Stichwort: Gaskrieg, U-Boot-Krieg / Kriegseintritt USA, von der Heeresleitung - den „Experten“ - als „alternativlos“ deklariert), die er mit zu verantworten hat. Ähnlich geht es mir bei Merkel: Sie hat unter Abspielen von Liedern über die Vernunft und praktische Aspekte entscheidende Weichen in unserem Staatswesen und in unserer Politik verstellt - und eine Schieflage zumindest mit verursacht, die das Ende der aktuellen Republik bedeuten kann. 

 2. Beispiele für diese Entscheidungen: Mit der „Kriegskanzlerin" Merkel ist Deutschland in aussichtslose, weil nicht gewinnbare, kriegsähnliche Zustände hineingetaumelt, die dieses verwöhnte und bequeme Volk bis an die Leistungsgrenze spannt. Da meine ich gar nicht einmal das geradezu symbolische Afghanistan-Experiment-Ende. Was Merkel zumindest mitzuverantworten hat, sind die großen Schlachten Deutschlands der Jahre seit 2009-21. Die Stabilität der Zeit lege ich dabei als „Stellungskrieg“ relativ aus - die Sehnsucht nach „Stabilität"- statt nach Wahrheit und Gerechtigkeit - als Symptom des Krisengefühls und Angst vor dem Aufwachen. Diese Schlachten sind u.a.: Euro-Schulden-Kampf und das Russische Roulette zunehmender Energieunsicherheit, das Zuwanderungs-Chaos, die einseitigen Klima- und Corona-Offensiven in den "freien Raum“ - bei gleichzeitiger unilateraler Abrüstung Deutschlands - militärisch und infrastrukturell. 

3. Das alles, ohne irgendeine Klarheit, was genau das realistische Ziel ist (Annexion Belgiens ist es jedenfalls nicht, Lebensraum ist Osten ist ebenfalls kein solches Ziel, wie wir festgestellt haben…), was Kosten sein werden (finanzielle, politische, soziale, wirtschaftliche), ohne zu wissen, wer mit und wer eigentlich genau gegen uns kämpft (Briten, Franzosen, Italiener - Feinde oder Freunde? USA?? Russland, China??). Wer vermag es zu sagen? In welcher fremden Staatsspitze hätten wir noch einen Freund - egal, ob das alles böse Buben sein mögen? Alles, was sie angestoßen hat, wird mE scheitern. Euro-Rettung, EU-wasauchimmer, Energiewende, Klima-Vorreiterrolle und Atom-Ausstieg, you name it. Und dabei ist zugleich der soziale Frieden durch Corona, Rentenabbau und Inflation immer mehr bedroht. 

4. Das alles geschah zunehmend autoritär, alternativlos und zT auf Kommando einer Heeresleitung wie weiland Hindenburg und Ludendorff (Drosten und Lauterbach meinetwegen, oder IPCC). Und wie in jedem „Krieg“ ist die Wahrheit das erste Opfer und die Lüge bzw auch die gutwillige Unwahrheit der wahre Feind. Folglich diskutieren wir kaum noch etwas, ausser dem Vollzug von Maßnahmen — dem „Wie“. "Was, warum, wozu?“, kaum noch. Alternativlos. Deterministisch. Marxistisch eigentlich. Wir quittieren Exekutiv-Entscheidungen mehr oder weniger willig. That’s all. Das alles geht mit auf das Konto dieser ex-kommunistischen Funktionärin. Und entspricht vielleicht sogar dem lehmig-staubigen Charakter „des deutschen Volkes“, das sich in seiner Masse mit Republik und Parlament schon immer etwas schwer getan hat, weil sie persönliche Verantwortung und Tugend verlangen. Wie zu Zeiten Bethmann-Holwegs auch. 

5. Nun ist das alles nicht „ihre Schuld“. Ganz klar. Man darf die Rolle nicht überbewerten. Die Rolle ist groß, die Frau war klein. Wir alle haben dabei gestanden. Und wer weiss, in jedem Niedergang und Ende steckt auch immer schon eine Aufstiegsgelegenheit und ein Neubeginn. Bis auf beim letzten Ende. Damit rechne ich für die nächsten 5 Jahre nicht. Daher freue ich mich darauf, diese noch mit Euch in dieser und anderen Diskussionen zu verbringen. Gestern hatten wir ein Beispiel dafür, wie gut eine offene und kritische Diskussion tun. VALERE!

Thursday, October 31, 2019

All Hallows' Eve

Ich liebe die Nächte der fallenden Nebel, die durch die Kronen der Bäume sinken und die kalten Hände des Frostes an ihre Stämme legen. Und an unsere Herzen. Ich liebe die klare Luft, die ohne Schatten die Kamine der Brust durchfegt wie eine Bürste aus Kristall. Ich liebe den Raureif, den die Kälte der feuchten Luft fallen lässt, wie knuspriges Krokant, das im milchigen Mondlicht schimmert wie silberner Sand. Dies sind die Nächte, wo die Feuer eines heißen Sommers ausbrennen, und wo doch die kleinste noch glimmende Glut mehr zu wärmen vermag als ein Scheiterhaufen des sommerlichen Übermutes der Sonne. Diese Nächte, in denen einst ehrgeizige Vorsätze fallen wie die letzten Blätter, und die Äste leer zurücklassen - und die Zweige zitternd im Wind. In denen die Natur und der Stolz gemeinsam in’s Grab steigen - und nur die reine Hoffnung übrig bleibt auf einen Frühling und ein Auferstehen.

Tuesday, August 06, 2019

Die Zeit

Die Zeit hat drei Geschwindigkeiten... Langsam wie eine auf dem Ozean rollende Welle kommt die Zukunft daher, pfeilschnell fliegt die Gegenwart vorbei, still steht die Vergangenheit...

Sunday, August 04, 2019

Würden wir das tun?

"Ich würde bis an die Grenzen der Erde gehen, um einen Menschen für Christus zu gewinnen", so beschrieb Maria Magdalena Postel (1756-1846 - Gründerin der Kleinen Schwestern der Barmherzigkeit) einmal ihre Überzeugung. Und wir... Was würden wir tun??? 10 Euro spenden?

Friday, August 02, 2019

Wir können nicht mehr

Der berühmte französische Flieger Antoine de Saint-Exupéry hat einmal in einem Brief an seinen General geschrieben: „Es gibt nur ein einziges Problem in der Welt. Wie kann man den Menschen eine geistige Bedeutung, eine geistige Unruhe wiedergeben; etwas auf sie herniedertauen lassen, was einem gregorianischen Gesang gleicht? Sehen Sie, man kann nicht mehr leben von Eisschränken, von Politik, von Bilanzen und Kreuzworträtseln. Man kann es nicht mehr.“

Saturday, May 25, 2019

Heutzutage - Wille ohne Gnade

Es ist doch das eigenartige an unserer Zeit, dass unsere Philosophie den Menschen zugleich in die Mitte stellt, aber eben auch entwürdigt und zugetraut. Er ist da anscheinend alleine im Weltall - das Zentrum allen Handelns und die Quelle der Aktion. Menschlichem Willen wird fast alles zugetraut und zugleich zugemutet - auch so etwas wie das Anhalten des Klimawandels. Und dabei und dadurch wird er zugleich klein gemacht, fühlt sich angesichts des Anspruches an sich selber an seinen Willen ausgeliefert und überfordert. Ein Menschenbild, das den Menschen alleine im Weltall, als zufällig durch Evolution entstandenen Abkommen von Tieren betrachtet und sich eher mit Quallen und Schnecken vergleicht denn mit Engeln und Himmelsbewohnern… Dieser Zeit ist qua Evolution nur der eigene (winzige) Wille geblieben und die Idee der und die Hoffnung auf Gnade völlig abhanden gekommen… Das ist das wahre Leiden, das auch in so Videos wie Rezo und der armen Replik von Ziemiak zutage tritt und das sich in der Angst vor Klimawandel links und Migration / Islam rechts niederschlägt. Was dem einen nämlich seine Naturkatastrophe ist dem anderen die Überfremdung und der Zivilisationskampf - beides Götzen.

Friday, May 17, 2019

Ende des Endes der Geschichte - und der Party von 1989/90

Das Ende des Endes der Geschichte. Die Siegesfeiern im Westen von 1989/90 sind vorbei. Friedensdividende verfeuert. War ne gute Zeit. Aber jetzt geht das Licht an im Partykeller Europa... Die Eltern Amerika und digitale Revolution / Internet werden fremd... Grow Up Germany!

Denn sie wissen nicht, was sie tun

"Im Rahmen der umstrittenen Aktion „Maria 2.0“ hat die Fachschaft der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg an der Außenfassade der Universitätskirche ein Plakat angebracht, auf dem die Gottesmutter Maria unter der Überschrift „Maria 2.0“ in Form eines weiblichen Genitals dargestellt wird." - Diese Leute sind in ihrer Verwirrung und Empörung, dass „irgendetwas nicht stimmt“ ganz verrückt. Es stimmt am meisten nicht in ihrem Kopf und Herzen. Man kann über vieles reden, vielleicht sogar diskutieren, manchmal abstimmen. Aber über vieles dann irgendwann nicht mehr. Beim Marsch für das Leben sieht man Kreuze mit angenagelten Baby-Puppen. Über Kopf. Mit Tierblut übergossen… Da ist alles möglich, in den „Fachschaften“ und antifaschisten Zellen, extreme Feministinnen etc pp… So viele Wunden haben diese Leute, soviel Selbsthass, den sie auf andere projizieren… Wir müssen viel mehr beten um die richtige Sicht auf diese verletzten Schwestern und Brüder. Nicht alle Wunden sind ihre Schuld. Wir müssen sie verbinden...

Thursday, May 16, 2019

Die undemokratischen Wächter der Demokratie

Ist es nicht interessant und lustig, dass sich insbesondere relativ undemokratische Institutionen wie (öffentlich-rechtliche) Medien und Gerichte zum Wächter über die Demokratie in anderen Institutionen oder Gemeinschaften wie der Kirche aufschwingen? Selbst bei noch relativ demokratischen Institutionen (die immerhin von Zeit zu Zeit gewählt werden): Parlamenten - kann man nicht einmal von wirklich 100% Demokratie im eine puristischen Sinne ausgehen. Aber alles andere, ja unser ganzes System, ähnelt doch mehr einer feudalen Plutokratie als einer echten Demokratie. Also warum sollen Menschen, gerade in Zeiten von Unsicherheit und eines hohen Bedürfnisses nach Leitung und Verlässlichkeit, nicht freiwillig in Vereinigungen sein, die ganz offen zugeben, nun einmal nicht demokratisch verfasst zu sein. Warum müssen sie den "Demokratie-Wächtern" und ihren meist lauten Minderheitengruppen, die sie stützen, Rechenschaft ablegen? Und warum auch? Warum sollte man überall ein Prinzip der Mitbestimmung für Ungebildete, Verbrecher, Charakterlose durchsetzen, ohne zugleich deren Qualifizierung und Besserung zu fordern? Das erschließt sich nicht...

Gedankenfreiheit? Echt jetzt...

Es geht nicht um Gedankenfreiheit. Die Gedanken kann sowieso niemand kontrollieren. Es geht um REDE-Freiheit. Seine Gedanken auch äußern zu dürfen... Da zählt.

Tuesday, May 14, 2019

Eine zentrale Antwort auf die demographische Frage

In der demographischen Frage geht es doch nicht nur um Auswanderung (von Leistungsträgern) und Einwanderung (von Nicht-Leistungsträgern) bremsen. Wir haben ein mächtiges Problem. Und in diese Lage sind wir selber und sehend hineingeraten. Der wahre Schlüssel ist doch der: Wir müssten Frauen zur Mutterschaft animieren und inspirieren. Helfen, wenn sie nicht können. Lehren, wo sie nicht wollen. Aber wir tun und taten das Gegenteil… (Das selbe natürlich soweit anwendbar bei Männern und Vaterschaft)... Es geht letztlich nicht darum, zwanghaft Mutterschaft mit Erwerbsarbeit zu ersetzen, noch zu „verbinden", sondern um die (finanzielle und ideelle) Anerkennung der in Schwangerschaft, Geburt und Erziehung geleisteten Hingabe und Arbeit, die mehr zu unserer Zukunft beiträgt als Marketing, Call Center, irgendwelche Bürojobs und sonstiger Bullshit, der meist nur irgendeinen Konsum erlaubt und sich darin erschöpft. Davon hängt nicht unsere "heilige Wettbewerbsfähigkeit" ab. Und selbst wenn. Was würde sie nutzen, wenn es unseren Staat, unser Volk unsere Nation in 30 Jahren gar nicht mehr erkennbar gibt? Wir hätten Halt ein Leben lang vor uns hin gearbeitet und konsumiert. Bravo. Wir müssen endlich den Verführungen und der Anbetung des „Wohlstands-Gottes“ entsagen. Heute wieder in einer Talk Show gehört: "Ein Problem ist, dass Frauen die Kinder kriegen müssen.“ Das ist nur dann ein „Problem", wenn Frauen sich der Aufgabe nicht würdig / fähig zeigen… Aber so war das dort nicht gemeint. Nein, das ist ein Wunder und ein spezifisches Privileg - ebenso wie natürlich auch oft eine Last, eine Verantwortung und ein Opfer. Aber eine Gesellschaft kann nur so weit kommen, wie die Frauen (und Männer) ihre UNERSETZLICHEN PRIVILEGIEN und PFLICHTEN annehmen und leben. Wenn das nicht geschieht, geht Zukunft verloren. Und die Guten werden hoffnungslos und wandern aus - in die Innerlichkeit oder in’s Ausland. Das kann man nicht staatlich "bremsen"...

Friday, May 10, 2019

Himnos Akathistos

"Könnten wir dir selbst eben so viele Loblieder opfern, wie Sandkörner sind, Heiliger König, nichts vermochten wir zu vollenden, dem angemessen, was du uns geschenkt hast, die wir zu dir rufen: Halleluja, Halleluja, Halleluja!"

Was die Laien in der Kirche wirklich wollen...

Wir haben die Nase voll von Machtgerede und Identitäts-Ideologien. Auch wenn Kluge und Dumme, Weisse und Schwarze, Deutsche oder Nicht-Deutsche, Männer und Frauen, Gesunde und Behinderte, Große und Kleine unterschiedliche Berufungen und Aufgaben haben können, werden diese alle gleichwertig, wenn sie sich - dem Gleichnis der Körperteile gemäß - EINORDNEN unter Christus den KÖNIG - nicht, "den Vorsitzenden oder den Präsidenten..." Das ist etwas völlig anderes. Vater und Mutter sind ja auch nicht Vorsitzende von einem Staat oder Club, sondern die ELTERN einer Familie, ohne die es die Familie nachfolgend gar nicht gäbe!!! Da gibt es eine natürliche Autorität, in der alle, wenn sie sich einordnen, glücklich wachsen können und aufgehoben sind. Das Prinzip dieser Familie (Kirche) ist die Liebe, nicht die Macht, das Prinzip des Einander Dienens und SICH DIENEN LASSEN (oft schwerer...). DAS ist das besondere an der Kirche. Machtgerede und Abstellen auf Gender / Geschlecht, Alter, Rasse etc sind NICHT CHRISTLICH. Wir sind müde der darauf abgestellten, primitiven Weltsichten, die uns immer in Konflikt bringen und Mißtrauen säen. Wir wollen nicht, dass über Wahrheit und Strukturen „abgestimmt“ wird, insbesondere nicht von besonders undemokratischen Gremien - seien sie Bischofskonferenzen oder das ZDK. Schluss damit. Wir glauben an die Autorität der LIEBE. Wir glauben an das Evangelium, keine sonstigen Revolutionsprogramme menschlicher Herkunft. Solo Dios basta. Christus ist König.

Tuesday, May 07, 2019

Katholisch

Natürlich ist Jesus in den evangelischen Gemeinden präsent, je nachdem wie sehrEr angebetet wird. Aber nach meiner Erfahrung wird man in der katholischen Kirche immer ein bisschen mehr Jesus finden...

Friday, May 03, 2019

Die Objektivität der Sakramente als Anker des Glaubens

Ich wünschte, alle Christen hätten einfach die Sakramente, zu denen sie sich zumindest nur durch Willen von Zeit zu Zeit bewegen könnten. Oft schon habe ich nur dadurch meinen Glauben und meine Liebe am Leben erhalten… Sie sind ein solches Geheimnis, dass der Mensch sie mit dem Verstand und Gefühl gar nicht voll erfassen kann und willentlich gar nicht immer zustimmen muss - aber eben auch nicht durch subjektive Abneigung ganz abgehalten werden kann teilzunehmen… Es muss nur genug Wille da sein, UM HINZUGEHEN und ANZUNEHMEN. Das Subjektive, das innere "JA" hat immer zwei Seiten: Entweder erhebt es - oder es drückt nieder. Das Objektive, wenn es einmal geglaubt wird, ist in der Mitte, neutral, voller Frieden. So wie es Christus vermutlich eben auch gemeint und gewollt hat. Keine Aufwallung, aber eben auch keine innere Abneigung und deswegen Fernbleiben von der Kirche insgesamt, "weil man sich und anderen eben nichts vormachen will". Gott sei Dank!

Sozialstaat

Aus der NZZ vom 26.4. - gilt auch, oder noch mehr, für Deutschland: Die Debatte ist Ausdruck einer wachsenden Anspruchsmentalität. In der Schweiz gehörte es lange zum guten Ton, dass nicht jeder staatliche Leistungen bezieht, der darauf Anrecht hätte. Die Wirtschaftsprofessorin Monika Bütler sprach von Hemmungen, dank denen das grosszügige Sozialsystem finanzierbar geblieben sei. Der «Anstand» bröckle hierzulande aber ebenfalls, konstatierte sie. Tatsächlich gelten mittlerweile gerade in urbanen Kreisen Annehmlichkeiten wie subventionierte Kinderkrippen, verbilligte Krankenkassenprämien oder Wohnungen, natürlich an angesagter Lage, zusehends als Selbstverständlichkeit – und das auch unter Hochschulabsolventen, zu deren Ausbildung der Staat entscheidend beigetragen hat. Sicher, falsche Anreize und Schwelleneffekte mögen dabei ebenfalls eine Rolle spielen. Leistung lohnt sich nicht mehr in jedem Fall. Doch die Entwicklung geht grundsätzlich in die falsche Richtung. Statt Schutz vor wesentlichen Risiken wie Altersarmut, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Invalidität zu bieten, wird der Sozialstaat zusehends umfassender definiert. Er soll nicht nur für gute Rahmenbedingungen sorgen, sondern auch individuelle Lebensentwürfe mitfinanzieren.

Wednesday, May 01, 2019

Joseph, oder: Väterliche Männlichkeit (im Gegensatz zu toxischer)

Unser Problem mit Missbrauch hat viele, viele Gründe. Zu viele, um sie alle in einem kurzen Impuls auch nur anzusprechen. Heute nehme ich einen Aspekt, der mir wichtig erscheint, heraus: Das Problem, der ungebundenen und damit verantwortungs-losen Männlichkeit. Sozusagen eine Männlichkeit, die das Vater-Sein ablehnt, oder nicht mehr Vater sein darf und soll. Beides geht Hand in Hand, oft befördert auch durch solche, die sich von der Autorität - in moderner Sprache: Der Macht - des Vaters befreien und emanzipieren wollen. Man hat vielfach das Kind, oder in diesem Fall: Den Vater - mit dem Bade ausgeschüttet. Was aber ist Vater-Sein bzw. väterliche Männlichkeit: Nicht nur etwas biologisches. Tatsächlich ist der Vater-Aspekt für das biologische Leben zwar existentiell aber nur punktuell (und oft gar nicht nötig - auch bei Joseph). Väterliche Männlichkeit beginnt das Neue / zeugt Leben, nimmt dann aber Leben und Verantwortung an, beschützt und erzieht es, und macht es weltoffen und Gott-orientiert. Sie erniedrigt und vermindert den Wert der Mütterlichkeit nicht. Im Gegenteil. Väterlichkeit gibt Mütterlichkeit in Gegenseitigkeit Sein, Sinn und Bestand. Wenn man die schützende Rolle des Männlichen zerstört, zerstört man seine Bindung, die ohnehin mangels der engen biologisch-natürlichen Bindung, die die Mütterlichkeit ausmacht, immer etwas geistiges und vorsätzliches hat. Vater-Sein ist außerhalb der Zeugung – und selbst da – ein Akt des Willens – und daher nicht zuletzt der Sinnhaftigkeit. Ein Akt der Entscheidung. Nicht zufällig ist der Hl Josef auch der Patron derer, die vor Entscheidungen stehen. Der Patron gegen Zweifel und Zaudern, Versuchung und Verwirrung. Ohne diese Bindung, ohne den Willensakt, der natürlich Motivation benötigt, bleibt nur das „Schaffen“, das „Neues Beginnen“. Rastlosigkeit und stets neuer Anfang, aber ohne Vollendung und Frucht, ohne Gestalt – wie der Satan selbst. Nimmt man auch die Hoffnung auf Vollendung (Sinn) weg, bleibt richtungslose Rastlosigkeit, was letztlich Wahn-Sinn ist („Bewegung ohne Richtung“). Das Gegenteil von väterlicher Männlichkeit ist also wahnsinnige Männlichkeit. „Jede aus ihrem Zusammenhang gerissene Tugend marodiert durch die Gegend wie eine Sünde“ (G.K. Chesterton). Es wird hier wohl klar, was einer der Gründe für Mißbrauch ist – und was auch seine Natur ist: Vaterlosigkeit. Diese ist nicht immer zufällig. Unsere gesellschaftliche Entwicklung hat unter dem Mythos der „Befreiung und Emanzipation“ sehr an der Abschaffung des Vaters (letztlich ja Gottes) gearbeitet. Viele Formen und Ausprägungen von Emanzipation lassen die Folgen, die ein Loslösen einer so großen und starken Kraft wie der Männlichkeit von (gegenseitigen) Bindungen hat, völlig außer Acht: So nicht zuletzt die Sexuelle Revolution mit ihren verschiedenen Stufen, die heute mit der pornographischen Flut eine neue Dimension erreicht hat, deren Folgen in Bezug auf Missbrauch wir noch nicht erkennen. Fest steht, dass Pornographie Missbrauch auf jeden Fall nicht „ersetzt“, sondern vielfach befördert, wie man nicht zuletzt an der großen Zahl von (sexuellen) Sklaven (Frauen und Kinder) und Menschen- / Kinderhandel sehen kann. DASS wir die Folgen der Abschaffung des Vater-Seins nicht gerne besprechen, zeigt auch die Diskussion der Missbräuche, in denen immer wieder Strukturen und zu strenge (sic!!) Sexualmoral, aber nicht das Problem bindungs- und damit ziel- und richtungsloser Sexualität (Männlichkeit) beklagt wird. Man zerstört Väterlichkeit, indem man sie für nicht notwendig oder schädlich erklärt. Man zerstört sie auch, indem man die zur Ausübung nötige Autorität durch (ständiges Kritisieren bspw.) untergräbt und abschafft. Man zerstört sie, indem man gegen sie Rechte deklariert, die die neuen Rechtsträger selber nicht dauerhaft durchsetzen können. Zum Beispiel Selbstbestimmung für Kinder oder ein „Recht auf Abtreibung“ (sowie die künstliche Verhütung) geben doch nur Pseudo-Freiheiten, auf deren Rücken eine ganz neue Ausbeutung ungeahnter Härte und Ausbreitung möglich wird. So geht zB wegen Verhütung und Abtreibung die Verantwortung f Empfängnis und Schwangerschaft letztlich voll auf die Frau über. Kurzfristig Selbstbestimmung – langfristig Ausbeutung. Denn: Wenn Frauen sich aus dem gegenseitigen Bezug: Weibliche Fruchtbarkeit und Schönheit des Lebens - männliche Kraft und Verantwortung für Sicherheit und Wohlstand des Lebens, einseitig lösen (zB "selber für die eigene Sicherheit sorgen und Freiheit wie Männer genießen wollen"), dann können sie das ja letztlich gar nicht, sondern enden maximal in ausbeuterischen Doppelrollen. Zudem: Frauen können nicht wirklich Väter sein, so wenig wie Männer Mütter - und selbst wenn und wo, lösen sie den Mann durch Annahme der Doppelrolle nur aus einer gegenseitigen Bindung (denn er kann ja nicht in die umgekehrte Rolle)... Damit bekommt Männlichkeit Gelegenheit zu marodieren. Und an die Stelle „väterlicher Männlichkeit“ tritt dann immer öfter knallharte „Männlichkeit“, die nur eigene Interessen im Blick hat und sie durchsetzen kann. Gegen sie gibt es dann letztlich keinen Schutz (durch Väter und Väterlichkeit nämlich) gibt... Männer und Frauen haben von Gott aus deutlich unterschiedliche, aber komplementäre und gleichwertige Aufgaben. Frauen gebären Kinder. Männer zeugen sie und nehmen Sie an. Insofern unterscheidet sich Vaterschaft von Mutterschaft immer durch die Art der Annahme. Vaterschaft ist immer neue Annahme von Verantwortung. Vaterschaft und Mutterschaft, Menschlichkeit sogar, ist Annahme der eigenen, spezifischen Geschöpflichkeit. Unsere Sünde besteht darin, nicht annehmen zu wollen, was wir sind (Menschen. Als Frau oder Mann.) oder sein zu wollen, was wir nicht sind. Das ist im Einzelfall oft verständlich und kein Urteil. Aber es ist eine nüchterne Feststellung der Dinge, wie ich sie sehe. „Ich kann alles sein, was ich will.“, ist eine teuflische Lüge, die die einen zu Ausgebeuteten, die anderen zu Ausbeutern macht. Joseph wurde ausgewählt, der Vater der Heiligen Familie zu sein, der die Familie dienend und betend führte und schützte. Eine Person dieser Familie war die Zweite Person der Dreifaltigkeit, die andere die Braut des Heiligen Geistes. Und dennoch ließen sie sich führen und beschützen durch einen Mann des Gebetes und Vertrauens, der die Rolle als Vater, die er hatte, annehmen musste. Immer wieder. Über die Trümmer seiner eigenen Pläne... Aber so wenigstens nicht über die Trümmer fremder Leben ging und sie ruinierte. Auch Maria und Jesus nahmen ihre Rollen an. Als Mutter und Sohn. So erlaubten sie väterliche Männlichkeit. Alle zusammen.